Heuchera sanguinea / Purpurglöckchen

Heuchera sanguinea scintillation purpurgl%c3%b6ckchen Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Heuchera sanguinea: Das Purpurglöckchen kommt vom nördlichen Mexiko bis in den äußersten Süd-Westen der USA in den montanen Vegetationsstufen in Bergwäldern vor.

Es wächst vorrangig über skelettreichen Kalkgesteinsböden oder humos-übererdeten Kalk-Felsen an sickerfeuchten Hängen. Aufgrund der in der Regel kräftigen Humusauflage sind die Substrate trotzdem eher neutral denn alkalisch.

Die Standorte sind dauerhaft frisch bis sickerfeucht. Bevorzugt werden licht halbschattige bis licht schattige Lagen.  



Am "Waldrand" mit Maiglöckchen und Zimt-Himbeere

Beschreibung

Die botanische Art wächst ca. 40 cm hoch horstig und geht mit sehr kurzen Ausläufern sehr langsam in die Breite.

Die rosa-roten, kleinen Einzelblüten erscheinen an bis zu 100 cm hohen Blütenrispen im Juli/August.

Die jungen, wintergrünen Blätter sind grün mit einer schwach-silbrigen Flecken-Zeichnung. Die Heuchera-Hybriden und auch die Auslesen von Heuchera americana haben den zierenderen, teilweise sogar grotesken Laubschmuck zu bieten, bleiben in der Blütenwirkung aber hinter Heuchera sanguinea zurück.



Extrem traditionelle Verwendung in einer bäuerlichen Rabatte

Verwendungshinweise

Heuchera sanguinea gehört zum traditionellen Standardrepertoire in etwas schattigeren Rabattenanlagen und wird auch gerne in Vorgartensituationen aller Art verwendet. Ihre Wirkung ist daher alles andere als aufregend.

Die Art kann auch in lichten Waldgärten mit Nordamerika-Thematik, an Gehölzrändern sowie nicht zu sonnigen Standorten in Alpinarien eingesetzt werden. Insbesondere die beliebte, leuchtend rot blühende 'Leuchtkäfer' wirkt in naturalistischen Situationen aber oft unglaubwürdig.



'Leuchtkäfer' vor Hakonechloa macra und Geranium endressii 'Weinheim'

Kultur

Die Standorte sollten frisch und durchlässig sein, da Staunässe nicht gut vertragen wird. Im echten Schatten lässt die Blütenentwicklung nach.

Bei tiefen Barfrösten können Frostschäden auftreten. Windgeschützte Lagen mildern die Frostwirkung.



Nur ganz zart zeigen sich silbrig überhauchte Felder auf den Blattoberseiten.

Sorten:

Es gibt einige wenige Sorten, die aber allesamt als entbehrlich gelten und von denen es auch lediglich 'Leuchtkäfer' zuverlässig in den Handel schafft.

  • Leuchtkäfer: 15 bis 20 cm hohes Laub, bis 60 cm hohe Blütenstände, purpur-rote Blüte (Standardsorte)

Bilder





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Leuchtkäfer


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
30-60 cm Höhe
rot
rosa
Juli
grün
grau-grün
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren