Heliopsis helianthoides / Gemeines Sonnenauge

Heliopsis_helianthoides_gemeines_sonnenauge_11 Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Heliopsis helianthoides
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Heliopsis helianthoides


Das Gemeine Sonnenauge stammt aus dem zentralen und östlichen Nordamerika. Sie wächst in frischen bis mäßig trockenen, nahrhaften Prärien, aufgelassenen Wiesen und Weiden. Außerdem kommt sie in süd-exponierten Gehölzrändern im zentralen und östlichen Nordamerika.

In urbanen Räumen tritt Heliopsis helianthoides auch in ausdauernden, stickstoffreichen Ruderalfluren auf.

Auch in Mitteleuropa ist sie sehr vereinzelt und unbeständig im Umfeld von Siedlungen in Staudenfluren gestörter Standorte z.B. entlang von Straßen und Wegen, alten Garten- oder Stadtbrachen anzutreffen.

Bevorzugt werden lehmige Sandböden und skelettreich-durchlässige Lehmböden in (voll)sonnigen Lagen.



Klassischer "Naturstandort" an einer straßenbegleitenden, ausdauernden Ruderalflur mit einigen aus den benachbarten Gärten entflohenen Sonnenaugen.

Beschreibung

Das Gemeine Sonnenauge bildet durch kurze Ausläufer breite, zwischen 100 und 150 cm hohe Horste.

Die gelben Blüten erscheinen ungewöhnlich ausdauernd von August bis Anfang Oktober.

Sehr ähnlich ist der hochwüchsigere, erst deutlich später blühende Topinambur (Helianthus tuberosus) bzw. die hybridisierte Helianthus x laetiflorus.



In dörflichen Situationen wird Heliopsis helianthoides besonders gerne entlang von Grenzverläufen verwendet.

Verwendungshinweise

Heliopsis helianthoides wird vorrangig in Zierrabatten und gerne auch entlang von Zäunen, Mauern und sonstigen Grenzverläufen eingesetzt. Sie ist in zahlreichen Sorten eine anspruchslose, traditionelle und häufig zu sehende Zierpflanze.

V.a. in ländlichen oder auch klassisch bäuerlichen Gärten ist sie eine solide, aber natürlich wenig aufregende Wahl.



Etwas zierlicher im Habitus kommt die seltener verwendete Heliopsis helianthoides var. scabra daher.

Kultur

Heliopsis helianthoides ist eine sehr zuverlässige, robuste und nur mit Hilfe grober Kulturfehler zu beeinträchtigende Staude. Solange sie genug Licht bekommt und der Trockenstress nicht überhand nimmt, lassen sich etablierte Exemplare von anderen Stauden nicht mehr verdrängen.

Sie selbst verhält sich reltiv rücksichtsvoll gegenüber kräftigen Partnern und zügelt ihren Expansionsdrang deutlich vornehmer als man das vom Topinambur kennt.

Auf stickstoffreichen Standorten sind viele Sorten mäßig standfest und neigen zum Auseinanderfallen. Die Wildform und auch die niedrigere Varietät Heliopsis helianthoides var. scabra sind hier deutlich weniger anfällig.

Ein Rückschnitt unmittelbar nach der Blüte führt zu einer Nachblüte im Oktober.

Sorten:
  • Goldgrünherz: gefüllte, gelbe Blüte mit grünlicher Mittte, 100 cm hoch
  • Goldgefieder: gefüllte, tief-gelbe Blüte, 130 cm hoch
  • Hohlspiegel: gold-gelbe, halb-gefüllte Blüte, 110 bis 130 cm hoch,
  • Jupiter: einfache, sehr große, gold-gelbe Blüten, 140 cm hoch
  • Sonnenschild: große, gefüllte, goldgelbe Blüten mit grünlicher Mitte, 140 cm hoch,
  • Spitzentänzerin: feinstrahlige, halbgefüllte , gelbe Blüte, 130 cm hoch
  • var. scabra: natürliche Varietät mit rauh behaarten Stängeln und Blättern, Wuchshöhe nur obis 100 cm
  • var. scabra 'Bleeding Hearts': rote Blütenknospen und später tief-orangene Blüten, schwarz-grüner Laubaustrieb, Sommerlaub dunkel-violett überlaufen grün, schwärzliche Blütenstile
  • Venus: große, einfache, orange-gelbe Blüten, 150 cm hoch

Bilder





Heliopsis_helianthoides_gemeines_sonnenauge_11


Heliopsis_helianthoides_var._scabra_goldgr%c3%bcnherz_gemeines_sonnenauge
Goldgrünherz


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Karat


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Spitzentänzerin


Heliopsis_helianthoides_var._scabra_gemeines_sonnenauge_11
var. scabra


Heliopsis_helianthoides_venus_gemeines_sonnenauge
Venus

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
gelb
orange
Juli
August
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren