Helictotrichon sempervirens

Helictotrichon_sempervirens_blaustrahlhafer_11 Name Blaustrahlhafer
Botanischer Name: Helictotrichon sempervirens
Familie Poaceae, Süßgräser
Pflanzen pro qm 8.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Helictotrichon sempervirens (Blaustrahlhafer): Helictotrichon sempervirens ist in den französischen und italienischen Alpen heimisch. Der Blaustrahlhafer wächst in süd-exponierten Felshängen und Trockenrasen.

Die humusarmen, skelettreichen Schottersubstrate sind trocken, stickstoffarm und basenreich.



Ungewöhnlich üppig blühender Bestand von Helictotrichon sempervirens

Beschreibung

Der Blaustrahlhafer ist ein wintergrünes Horstgras mit silber-grau überlaufenen, blau-grünen Blättern. Die Blätter stehen straff aufrecht und werden bis 40 cm lang.

Die Blüten-Rispen erscheinen ab Juni und überragen die Horste mit bis 120 cm langen, bogig-überhängenden Stielen. Bereits im Spätsommer verfallen die Samenstände und werden etwas unansehnlich.



Blaustrahlhafer als lockere Matrix im Kiesgarten mit Fädiger Palmlilie (Yucca filamentosa). Man beachte die Sämlinge im Vordergund.

Verwendungshinweise

Helictotrichon sempervirens ist eine gute und recht beliebte, gerüstbildende Art für felsige Steppenpflanzungen und Kiesgärten in voller Sonne.

Helictotrichon sempervirens kommt am Besten zur Geltung, wenn die einzelnen Horste frei stehen. Die Begleitvegetation sollte tendenziell eher niedriger bleiben.

Sehr passende Partner für ein lebhaftes Kiesbeet sind z.B. viele Euphorbien wie die Steppen-Wolfsmilch , das Gefiederte Heiligenkraut (Santolina pinnata), Blaue Rasselblume (Catananche caerulea), Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris), Meerlavendel (Limonium latifolium) und Langblättrige Kardendistel (Morina longifolia).


Helictotrichon sempervirens im öffentlichen Raum mit  Kandelaber-Königskerze und Karthäuser Nelke.

Kultur

Die Art ist auf trocken-warmen, voll-sonnigen Mineralböden widerstandsfähig gegen Konkurrenzkräuter. Trockenphasen bekommen der Art gut und lassen den Habitus kompakt und das Laub besonders farbintensiv werden.

Der Blaustrahlhafer versamt sich willig auf offenen Kiesflächen und in sonnigen Pflasterfugen, wird aber keinesfalls lästig.

Lediglich Staunässe, v.a. im Winter, bringt die Art an ihre Grenzen. Auf humosen Substraten faulen die Wurzeln und die Pflanzen sind kurzlebig.

Schon in licht Halbschattigen Lagen bleibt die Blüte meist aus.

Nach dem Winter findet sich viel strohiges, abgestorbenes Laub in den Horsten, das man recht mühelos herausziehen kann. Die Gräser machen danach wieder ein deutlich lebendigeren Eindruck.



Blaustrahlhfer und Flachblättriger Mannstreu im Wintermodus

Bilder





Helictotrichon_sempervirens_blaustrahlhafer_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
30-60 cm Höhe
grünlich-weiß
Juni
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen