Halesia carolina // Schneeglöckchenbaum

Familie Styracaceae, Storaxbaumgewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Halesia carolina (Schneeglöckchenbaum): Halesia carolina stammt aus der Osthälfte der USA. Der Schneeglöckchenbaum kommt in lichten (Au-)Wäldern, Waldrändern und Gewässerufer der Tiefebenen bis hoch-montanen Lagen vor.

Die halbschattigen bis licht schattigen Standorte sind frisch bis feucht, aber nicht staunass. Bevorzugt werden kalkarme, meist sauer-humose und skelettreich-lehmige Sandböden oder sandige Lehmböden.



Halesia carolina hat sehr charakteristische Blüten aufzubieten.

Beschreibung

Der sommergrüne Schneeglöckenbaum erreicht Höhen von etwa 5 m bei ähnlicher Breite, sehr alte Exemplare können trotz Trägwüchsigkeit auch bis 8 m hoch werden.

Der Wuchs ist zunächst aufrecht, später entwickeln sich mit Ausnahme der Hauptäste breit ausladende, bogig überhängende Triebe.

Die glockenartigen, weißen Blüten zeigen sich im April/Mai. Die Samen in den geflügelten Samenkapseln sind stark giftig.

Die Herbstfärbung erscheint spät und ist gelblich, kann in manchen Jahren aber auch weitgehend ausbleiben.

Verwendungshinweise

Halesia carolina ist eine sehr schöne, vorwiegend solitär zu pflanzende Art für nicht zu sonnige, dauerhaft frische Lagen in Innenhöfen, in repräsentativen Gärten oder in Parkanlagen am lichten Gehölzrand.

Der fremdartige Duktus lässt sich auch zwanglos in exotischen Gärten einbinden. Kombinationen z.B. mit Unterpflanzungen aus niedrigeren Bambus wie Mäusedornbambus (Shibataea kumasasa) oder dem Japan-Zwergschilf (Hakonechloa macra) und Rhododendren wie den silbrig-grün austreibenden (Rhododendron degronianum) sind überzeugend.

Halesia carolina kann auch als Kleinbaum eingesetzt werden und ist dann eine sehr edle Option für repräsentative Innenhöfe oder kleine Stadtplätze. Die Beschaffung des Schneeglöckchenbaumes ist aber generell kostenintensiv.



Nach der Blüte ist der Schneeglöckchenbaum unauffällig, lässt sich aber sehr gut unterpflanzen. Hier wurde der etwas wuchernde, aber für den Zweck perfekte Perlfarn gewählt.

Kultur

Am sonnigen Standort ist eine dauerhaft frisches Bodensubstrat zu gewährleisten, da die Art etwas empfindlich auf Trockenphasen reagiert. In halbschattigen oder absonnigen Lagen ist die Art dagegen nach der Etablierung in Mitteleuropa weitgehend pflegefrei zu kultivieren.

Generell ist ein windgeschützter Standort zu empfehlen, um im Sommer Luftrockenheit zu minimieren und im Winter die Wirkung von Tiefstfrösten abzumildern. V.a. in der Jugend ist die Art frostempfindlich.

Auf kalkreichen Böden zeigt sich das Laub meist chlorotisch.



Die stark giftigen Früchte haften bis zum nächsten Fruchtansatz.

Bilder












Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
breit ausladend
weiß
Mai
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren