Galium album / Weißes Labkraut

Galium_album_wei%c3%9fes_labkraut_12 Familie Rubiaceae, Krappgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Galium album
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Galium album ist in atlantisch geprägten Regionen Eurasiens weit verbreitet. Im ostdeutschen Tiefland fehlt die Art weitgehend. Im Bergland steigt sie bis in (sub)alpine Höhen auf.

Das weiße Labkraut ist eine Charakterart der Glatthaferwiesen, kommt aber in einer Vielzahl von frischen bis leicht feuchten, vollsonnigen bis licht halbschattigen Gebüschen und Staudensäumen, Zwergstrauchheiden und Trocken-/Halbtrockenrasen vor.

Die Art bevorzugt leichte oder gut drainierte, humose und eher basenreiche Lehmböden. Die Substrate können sowohl stickstoffarm als auch stickstoffreich sein.

Das ähnliche, gelb blühende Echte Labkraut (Galium verum) ist stetiger auf etwas trockeneren, wärmeren und stickstoffärmeren Standorten zu finden.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (5)  Reaktion (7)  Stickstoff (-)

G. album in einer artenreichen Magerweide auf basenreichem, sandigem Lehm:

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Beschreibung

Galium album bildet sommergrüne, locker-rasige Bestände von 60 bis 80 cm Höhe. Die weiße Blüte erscheint von Juni bis Juli über einen auffällig langen Zeitraum und verbreitet zarte Wolkenschleier.  Bei einem Rückschnitt nach der Blüte erfolgt ein zweiter Blütenflor, der sich von August bis in den September ausdehnen kann.

Das Laub weist häufig einen leichten Blau- oder Graustich auf. Die Blüten duften ausgeprägt süßlich.

Mit dem gold-gelb blühenden Echten Labkraut (Galium verum) wird natürlicherweise die Hybride Weißgelbes Labkraut (Galium x pomeranicum) gebildet. Durch unterschiedlich hohe Elternanteile entstehen alle Zwischenstufen zwischen weißen und gelben Blütenfarben.

Verwendungshinweise

Das Weiße Labkraut ist eine recht brauchbare Option für naturnahe, ein- bis zweischürige Wiesen oder Staudensäume.

Es webt sich sehr schön durch die Bestände anderer Stauden und Gräser hindurch, die es als Stützen nutzt. Der Effekt überzeugt optisch vorrangig in Kombination mit entsprechend kräftigen Begleitern.

Zusammen mit zarteren und niedrigeren Partnern erzeugt das Weiße Labkraut dagegen oftmals eher störende Wirkung. Seine amorphe Wuchsform tritt hier offen zutage und überlagert die übrige Vegetation.

Kultur

Galium album ist ausreichend konkurrenzkräftig und benötigt unter geeigneten, nicht zu nahrhaften Bedingungen kaum gärtnerische Unterstützung.

Sommerliche Trockenphasen beeinträchtigen die Art nicht.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
60-100 cm Höhe
weiß
Juni
Juli
August
September
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
befriedigend
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Feuchtwiesen
Frischwiesen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Felshang Flaumeichenwälder
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Steppenpflanzung
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren