Fritillaria imperialis / Kaiserkrone

Fritillaria_imperialis_lutea_maxima_kaiserkrone_11 Familie Liliacea, Liliengewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Fritillaria imperialis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Fritillaria imperialis (Kaiserkrone): Fritillaria imperialis kommt in drei Unterarten von Kleinasien und dem Vorderen Orient bis in den pakistanischen Teil des Himalayas vor.

Die Kaiserkrone wächst in rasigen (Fels-)Steppen, lichten Trockengebüschen, Schaftriften und Zwergstrauchheiden. Sie kommt gerne in größeren Kolonien vor.



Kaiserkrone "Lutea Maxima" wirkt in naturhafteren Situationen wie hier mit Japan-Segge überraschend und glaubwürdig

Sie wächst bevorzugt auf auf tiefgründigen, durchlässigen und im Frühjahr frischen Böden. Schon zur Blütezeit beginnt die Trockenperiode, die sich im Sommer zu ernsthaften Trockenstressphasen auswachsen.

Die mehr oder weniger neutralen, durchlässig-humosen Lehmböden sind mäßig nahrhaft bis nahrhaft.


Ältere Exemplare wüchsiger Auslesen können enorme Dimensionen annehmen, sind dann aber oft nicht mehr sonderlich standfest.


Beschreibung

Die Kaiserkrone treibt aus Zwiebeln imposante, bis 80 (140) cm hohe, kronenartige, stark duftende Blütenstände an langen Stielen. Der Duft wird vielfach als unangenehm empfunden. Nach der Blüte zieht die Art relativ bald ein.

Panaschierte Sorten wie 'Auromarginata' sind exaltierte, aber durchaus aufregende Gestalten - auch außerhalb der Blütezeit.



Die botanische Art blüht im April/Mai orange, es gibt aber auch gelbe Sorten. Bis etwa Ende des 18. Jahrhunderts war auch eine weißblühende Form bekannt, die jedoch verschollen ist. Im 16. Jahrhundert galt das Augenmerk gefüllt bis monströs verwachsenen Sorten. Die noch heute gehandelte Sorte "Prolifera" mit zwei roten Blütenebenen übereinander stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Daneben gibt es zwei panaschierte Sorten, die selten eingesetzt werden. Sie sind meist weniger blühfreudig, der Blattschmuck ist aber auch für sich genommen aufregend genug.

Die Knollen sind stark giftig, gekocht aber essbar.

Verwendungshinweise

Fritillaria imperialis ist eine historische, im Orient seit Menschengedenken und in Mitteleuropa seit dem Mittelalter verwendete Zierpflanze.

Sie ist trotz ihrer großen Beliebtheit in Privatgärten eine sehr gute Option für Bauerngärten. Sehr stilvoll wirkt sie hier vor Buchsbaum-Elementen.

Sehr schön kommt sie auch in von Ziergräsern dominierten Steppenanlagen oder am warmen Gehölzrand zur Geltung. Blütenpartner sind schwierig zu kombinieren, am Besten lässt man die Kaiserkronen einfach für sich alleine zur Geltung kommen.

Nach der Blüte zieht die Art relativ bald ein, das Laub wird dann unattraktiv. Insbesondere spät austreibende Horstgräser sind daher eine gute Kombinationsmöglichkeit.



'Garland Star' überzeugt mit kontraststarkem, fast schwarzem Blütenstiel.

Kultur

Soweit die Böden gut durchlässig sind und keine winterliche Staunässe auftritt, ist Fritillaria imperialis gut winterhart und insgesamt pflegeleicht.

Die Zwiebeln sollten etwa 30 cm tief gesetzt werden.

Sorten:

Rot blühende Sorten
  • Aurora: orange-rote Blüte (preisgünstigste Sorte)
  • Garland Star: wüchsig, 100 bis 120 cm hoch, orange-rote Blüte auf schwarz-braunen Stielen
  • Prolifera: orange-rote Blüten, zwei Blütenebenen übereinander
  • Rubra Maxima: orange-rot-geflammte Blüte

Orange blühende Sorten
  • Rascal Chopin: orange, kompakter Wuchs, bis 60 cm hoch, zierlicher Blütenstand
  • Orange Brillant: orange-braune Blüte

Gelb blühende Sorten
  • Lutea maxima: gelbe Blüte, starker Blütenduft

Weiß blühende Hybriden
  • Early Romance: Hybride mit der Zwerg-Kaiserkrone (Fritillaria raddena), 60-80 cm hoch, weiße Blüten, etwas früher blühend als Fritillaria imperialis

Sorten mit panaschiertem Laub
  • Argenteovariegata: creme-weiß gerandetes Laub und Kelchblätter, orange-rote Blüte, etwas weniger wüchsig (bis 70 cm hoch), konkurrenzschwach, preisintensiv
  • Aureomarginata: creme-gelb gerandetes Laub und Kelchblätter, orange-rote Blüte, etwas weniger wüchsig (bis 70 cm hoch), konkurrenzschwach, preisintensiv

Bilder





Fritillaria_imperialis_lutea_maxima_kaiserkrone_11
Lutea Maxima


Fritillaria_imperialis_aureomarginata_kaiserkrone
Aureomarginata


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Lutea Maxima


Fritillaria_imperialis_kaiserkrone_20.04.2018_22

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
gelb
orange
rot
bräunlich/schwarz
Mai
hellgrün
weiß
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
ausgeprägt
frisch
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
vorsommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren