Festuca cinerea // Blau-Schwingel

Familie Poaceae, Süßgräser
Pflanzen pro qm 25.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Festuca cinerea:

Der Blau-Schwingel gehört zur Artengruppe der Schafschwingel (Festuca ovina agg.) und kommt in Spanien, Frankreich, Italien und Österreich vor. In Deutschland fehlt er dagegen.

Festuca cinerea ist ein Vertreter der Polsterseggen-Rasen und Kalk-Blaugras-Rasen der Hochgebirge.

Diese Standorte sind Urwiesen, d.h. natürlicherweise gehölzfrei, vollsonnig, extrem stickstoffarm und trocken.

Ökologische Zeigerwerte nach Tela Botanica  ... zur Legende
Licht (9)  Temperatur (5)  Kontinentalität (6)  Feuchte (2)  Reaktion (5)  Stickstoff (2)

 


Die bewährte Auslese 'Blaufink' zur Vollblüte.
Beschreibung: Die wintergrüne bis immergrüne Festuca cinerea bildet rundliche, dichte, halbkugelige Horste von ca. 30 cm Höhe mit silbrig-bläulich bereiftem Laub und straff aufrechten Blütenständen.

Die gärtnerisch verwendeten Auslesen sind meist intensiv silbrig mit leichtem Blaustich gefärbt.

Der Schafschwingel-Artenschwarm ist ein schwieriges Feld und gerade die Zuordnung von Sorten zu den richtigen Ursprungsarten ist nicht immer eindeutig zu kären. Manche Sorten werden im Handel z.B. gleichermaßen Festuca cinerea als auch der seltener gehandelten Festuca glauca zugeschlagen.



Ungewöhnliche Kombination des Blau-Schwingels 'Elijah Blue' mit frischgrünen Stauden

Verwendungshinweise: Festuca cinerea wird sehr häufig in Vorgärten und Rabatten, aber auch Heidegärten eingesetzt. Auf frischen, normalen Gartenböden oder gar Torfböden wirkt die Art aber deplaziert und ist auch meist nicht dauerhaft ansehnlich, dafür aber pflegeintensiv.

Eine sehr gute Wirkung erzielt der Blau-Schwingel dagegen im flächigen Einsatz in felsigen, trocken-warmen Alpinarien und naturnahen Steppenpflanzungen.

Er eignet sich auch gut als Strukturgeber in Trogbepflanzungen.



Auch bei dichter Pflanzung schafft es der Blau-Schwingel nicht, das Aufkommen von Wildkräutern ernsthaft zu unterdrücken. Das Bild zeigt die blaustichige 'Elijah Blue'.

Kultur: Festuca cinerea ist ausgesprochen licht- und wärmeliebend und sollte vollsonnig eingesetzt werden.

An die Bodenreaktion stellt die Art keine Ansprüche und kann sowohl auf basenreichen wie basenarmen Böden verwendet werden.

Stickstoffarmut und Trockenheit fördern den natürlichen Habitus, die silbrig-blaue Färbung und minimieren den Pflegeaufwand (Beseitigung von Wildkräutern).



Der Einsatz als lockere Matrix mit gut erkennbaren Individuen ist ansehnlich, lässt aber besonders viel Platz für ungebetene Gäste.

Sorten:
Die meisten Auslesen unterscheiden sich nicht maßgeblich voneinander, sodass hier nur die etwas abweichenden Formen erwähnt werden.
  • Azurit: blau-graues Laub, dicht-kompakter Wuchs, bis 20 cm hoch
  • Blaufink: gut 30 cm hohe Standardsorte mit silbrig-blauem Laub
  • Elijah Blue: 20 bis 30 cm hoch, ausgeprägt kühles, stahl-blaues Laub
  • Golden Toupee: gelbes Laub, bis 20 cm hoch
  • Hoggar: hell- bis gelblich-grünes Laub, 30 bis 50 cm hoch
  • Silbersee: silbriges Laub, 25 bis 30 cm hoch
  • Sunrise: blaustichig-grünes Laub mit kupfer-orangen Blattspitzen im Herbst/Winter, orange-rote Blüten- und Blütenstile, bis 30 cm hoch, eigenständige, attraktiv kontrastreiche Sorte, ISU-prämiert 2018
  • Uchte: silbrig-stahl-blaues Laub, bis 30 cm hoch
  • Zwergenkönig: nur bis 10 cm hohe Zwergform, blau-graues Laub
  • Bilder






    Blaufink



    Blaufink



    Blaufink



    Blauglut



    Elijah Blue



    Elijah Blue



    Silberreiher



    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Gras
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    15-30 cm Höhe
    30-60 cm Höhe
    bräunlich/schwarz
    Mai
    Juni
    Juli
    hellgrün
    blau-grün
    grau-grün
    silbrig
    gelblich
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    unbedeutend
    trocken
    mäßig trocken
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    sehr arme Böden
    arme Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Asien
    Zentral-Asien
    Kleinasien
    sehr gut
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    strukturbildende Matrixpflanze
    verträglich
    Alpine Felsfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Kalk
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Heidegarten
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Gründächer
    Substratstärke über 15 cm
    Hauptsortiment
    zierende Winterstruktur
    winter-/immergrün
    Alpinum
    Felssteppen