Fagus sylvatica / Rot-Buche

Fagus_sylvatica_rot-buche_11 Familie Fagaceae, Buchengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Fagus sylvatica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Fagus sylvatica: Die Rot-Buche ist von den Pyrenäen im Süden bis Süd-Schweden im Norden und östlich bis an das Schwarze Meer verbreitet (Karte der europäischen Verbreitung).

Fagus sylvatica ist die in Mitteleuropa auf fast allen waldfähigen Standorten zur Herrschaft gelangende Baumart. Lediglich auf extrem trockenen und auf nassen Standorten ist ihre Dominanz gebrochen.

Nach Osten mit zunehmend kontinentalem Klima sinkt ihre Konkurrenzkraft ebenfalls, weil die Naturverjüngung unter der zunehmenden Sommertrockenheit und den kälteren Wintern leidet.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (3)  Temperatur (5)  Kontinentalität (2)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)



Rot-Buche am Waldrand. Die Herbstfärbung gehört nicht zu ihren wirklich auffälligen Qualitäten.

Beschreibung

Fagus sylvatica ist ein bis 40 cm hoher und im Freistand bis 25 m breiter, sommergrüner Großbaum.

Die Blüte im April/Mai ist unauffälig, die Früchte (Bucheckern) sind essbar.

Das zunächst gelbe und dann rot-braune Herbstlaub bleibt lange haften. Insbesondere bei noch strauchartigen Jungbäumen verweilt das Laub bis zum Austrieb im nächsten Frühjahr.



'Purpurea'-Formen treiben im Frühjahr leuchtend blut-rot aus und ...

Verwendungshinweise

Fagus sylvatica kann v.a. in großen Parkanlagen als Bestandsbildner oder Solitärbaum verwendet werden. Als Solitäre werden häufig auch die rotlaubige Auslese "Purpurea" und die Hängebuche "Pendula" verwendet.

Die Rot-Buche kann auch gut als hohe Schnitthecke oder als Formschnittgehölz eingesetzt werden. Ähmlich wie bei der Hainbuche bleiben diese durch das haftende Laub den Winter über mehr oder weniger Blickdicht.



... verfärbt sich über ein grünliches Braun-Rot zu ...

Es gibt sehr viele Auslesen mit verschiedensten Wuchsformen und Blattfarben. Die meisten dieser Auslesen sind eher etwas für Sammler. Die schwachwüchsigen Sorten eignen sich z.B. für den Formschnitt oder für Schnitthecken.

Die bereits erwähnten Sorten "Pendula" und Purpurea" sind als traditionelle Parkbaum-Solitäre dagegen eine Stück Gartenkultur. Es soll allerdings empfindsame Zeitgenossen geben, die sich vom hängenden Wuchs bzw. dem dunklen Laub bedrücken lassen.

Für die Gestaltung von Flächen unter Buchen lohnt sich ein Blick auf die natürlichen Waldgesellschaften. Die bodensauren, nährstoffarmen, oft sommertrockenen Hainsimsen-Buchenwälder sind artenarm und mit Ausnahme des Wald-Reitgrases (Calamagrostis arundinacea), oder der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) finden sich kaum gartenwürdige Vertreter in ihrer Krautschicht.

Anders dagegen im frischen, basenreichen Waldmeister-Buchenwald, deren Krautschicht geradezu überquillt vor bekannten Gartenstauden wie Echtem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), Gelber Taubnessel (Lamium galeobdolon), Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), Vielblütigem Salomonssiegel (Polygonatum multiflorum) oder dem Echten Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) um nur einige zu nennen.

Noch ausgeprägter gartenwürdig sind die lichten Orchideen-Buchenwälder auf durchlässigen Kalkgesteins-Hängen. Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris), Berg-Reitgras (Calamagrostis varia), Berg-Segge (Carex montana), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Echter Seidelbast (Daphne mezereum), Leberblümchen (Hepatica nobilis) und noch weitere prägen diesen Lebensraum.



... einem tiefen Rot-Schwarz im Hochsommer.

Kultur

An die Kulturbedingungen stellt die Rot-Buche nach erfolgreicher Etablierung (Bewässerungsbedarf je nach Pflanzqualität) praktisch keine Anforderungen.

Die Rot-Buche ist in der Jugend einer der schattenverträglichsten heimischen Laubbäume. An schattigen Standorten ist sie der Hainbuche als Heckenelement überlegen.



'Argenteomarmorata' ist eine der Spezialitäten für den Liebhaber des Ungewöhnlichen ...

Sorten:


Mittel- bis Großbäume

  • Albomarginata: 20/15 m hoch/breit, gelblich-weiß gerandete Blätter
  • Ansorgei: 18/16 m hoch/breit, tief braunrote, sehr schmale Blätter
  • Asplenifilia: 20/12 m hoch/breit, unregelmäßig, tief geschlitzte Blätter
  • Atropunicea: 30/20 m hoch/breit, schwarz-rote Blätter
  • Aurea Pendula: 18/16 m hoch/breit, gelbe Blätter
  • Dawyk Gold: 18/3 m hoch/breit, gelblich bis hellgrüne Blätter
  • Dawyk Purple: 18/3 m hoch/breit, rotbraune Blätter
  • Dawyk : 24/3m hoch/breit, grüne Blätter
  • Pendula: 26/20 m hoch/breit, hängende Hauptäste, grüne Blätter
  • Purpurea Lafifolia: 30/20 m hoch/breit, braunstichig schwarz-rote Blätter
  • Quercifolia: 30/20 m hoch/breit, gelappte, grüne Blätter
  • Zlatia: 30/20 m hoch/breit, gelblich bis hellgrüne Blätter

Klein- bis Zwergformen
  • Horizontalis: 4/4 m hoch/breit, hängende Äste, grüne Blätter
  • Purple Fountain: 12/4 m hoch/breit, rötlich-braune Blätter
  • Purpurea Nana: 4/3 m hoch/breit, braunstichig schwarz-rote Blätter
  • Purpurea Pendula: 10/5 m hoch/breit, hängende Hauptäste, schwarz-rote Blätter
  • Rohan Gold: 8/4 m hoch/breit, gelblich bis hellgrüne Blätter
  • Rohan Obelisk: 8/4 m hoch/breit, bräunlich-rote Blätter



... was auch für 'Asplenifolia ' gilt.

Bilder





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Horizontalis


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Horizontalis


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Pendula


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Purpurea Lafifolia


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Purpurea Lafifolia

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
Großbäume
säulenartig
hängend
gelblich-grün
April
Mai
dunkel-grün
weiß
gelblich
panaschiert
rötlich
zierende Herbstfärbung
bräunlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Blockschutthalden-Wälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Schnitthecke
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald