Euphorbia myrsinites / Walzen-Wolfsmilch

Euphorbia_myrsinites_walzen-wolfsmilch_11 Familie Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Euphorbia myrsinites
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Euphorbia myrsinites (Walzen-Wolfsmilch):  Euphorbia myrsinites ist mediterran von von Italien über den Balkan bis in die Türkei und rund um das Schwarze Meer verbreitet. In den USA gilt die Walzen-Wolfsmilch in den westlichen Präriestaaten als invasive Art, die aktiv bekämpft wird.

Die Walzen-Wolfsmilch kommt in collinen bis montanen Vegetationszonen in felsigen, trocken-warmen Berghängen, in Schotterrasen und sehr lichten Hartlaubwäldern vor.

Sie wächst auf stickstoffarmen, oft flachgründigen Kalkgesteinsböden in (voll-)sonnigen Lagen. In den Hochlagen des Verbreitungsgebietes kommt es im Winter regelmäßig zu ernsthafteren Frostphasen.



Euphorbia myrsinites im vollsonnigen, flachgründigem Kalk-Alpinarium

Beschreibung

Euphorbia myrsinites bildet wintergrüne, sukkulente, niederliegende Horste von maximal 25 cm Höhe.

Die bläulich-grau-grünen Blätter bilden walzenartige Triebe mit gelblich-grünen Hochblättern von Mai bis Juni. Die Hochblätter verfärben sich nach der Blüte oftmals rötlich und halten sich oft noch bis in den Spätsommer.

Ältere Triebe werden von der Basis her kahl.

Die Pflanze ist in allen Teilen giftig. Schon der Kontakt mit dem Milchsaft verursacht mitunter kräftige Hautirritationen.



Dieser Bestand harrt schon seit Jahren ohne nennenswerte Betreuung am Rand einer brandenburgischen Baumscheide aus.

Verwendungshinweise

Die Walzen-Wolfsmilch wird regelmäßig verwendet und ist eine gute Art für den mediterranen Garten und den Vordergrund von Felssteppen.

Sie kommt am Besten in Verbindung mit Felsen, Schotterflächen oder Trockenmauern zur Geltung. Zusammen mit anderen mediterranen Trocken-Experten wie z.B. dem Persischen Steintäschel (Aethionema grandiflorum), dem etwas expansiven Pontischem Beifuß (Artemisia pontica), Silberblatt-Salbei (Salvia argentea) oder Wermut-Reiherschnabel (Erodium absinthoides) und einzelnen Trockengräsern wie Engelshaar (Nasella tenuissima) ergeben sich niedrige, ganzjährig interessante Flächen.

Mit zeitgleich blühenden Frühlingsgeophyten wie blauen Balkan-Windröschen (Anemone blanda) oder Trauben-Hyazinthen (Muscari armeniacum) entstehen liebliche Blau-Gelb-Kompositionen.

In gut drainierten Pflanzgefäßen ist die Art ebenfalls verwendbar und sogar winterhart.



Auf Mauerkronen genügen schon 5 cm Bodenauflage für williges Wachstum. Die Weiße Fetthenne (Sedum album) tut sich hier schwerer und selbst der Milde Mauerpfeffer (Sedum sexangulare) kommt trockenstressbedingt nur sparsam zur Blüte.

Kultur

Trockenphasen und Hitzestandorte stärken die Konkurrenzfähigkeit der Walzen-Wolfsmilch. Verschattung sollte vermieden werden.

Das Verkahlen der älteren Triebe kann durch bodentiefen Rückschnitt nach der Blüte verhindert werden, die Pflanze treibt dann neu aus.

Winterliche Staunässe kann rasch zu Verlusten führen. Auf sehr gut drainierenden Schottersubstraten, idealerweise sogar an erhöhten Wuchsorten ist sie dagegen winterhart.

Die Art ist ausgesprochen lichtbedüftig und wird von Wildkräutern oder höheren Stauden durch Beschattung schnell verdrängt.



Dieses Exemplar reckt sich etwas verzweifelt der Sonne entgegen und steht zu feucht.

Bilder





Euphorbia_myrsinites_walzen-wolfsmilch_11


Euphorbia_myrsinites_walzen-wolfsmilch_12

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
gelblich-grün
gelb
Mai
Juni
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen