Elaeagnus commutata // Silber-Ölweide

Familie Elaeagnaceae, Ölweidengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Elaeagnus commutata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Elaeagnus commutata: Die Silber-Ölweide hat seinen Verbreitungsschwerpunkt im nördlichen Nordamerika und dringt bis Alaska vor.

In Deutschland etabliert sich die Art v.a. im Thüringer Becken, kann v.a. im Osten Deutschlands aber auch im Umfeld urbaner Räume verwildert angetroffen werden.



Verwilderter Bestand auf einer Gartenbrache. Der Ausbreitungsdrang in die Fläche ist hier gut zu erkennen.

Elaeagnus commutata gedeiht sowohl auf mäßig trockenen als auch auf feuchten Standorten. Die Substrate am Naturstandort sind meist sandige oder kiesige, durchlässige und relativ stickstoffarme (Roh-)Böden mit mehr oder weniger neutraler Reaktion.

Bevorzugt werden sonnige Standorte, mit zunehmender Verschattung durch das sukzessive Aufkommen von Bäumen wird die Art verdrängt.

Die Silber-Ölweide kommt in einem weiten Spektrum von Lebensgemeinschaften vor. Sie besiedelt stetig die Weicholzaue im Verbund mit Weiden- und Pappeln entlang von Fließgewässern, Pioniergebüsche auf gestörten Standorten und dringt auch in mäßig trockene Prärien und Weideflächen vor.

Stellenweise ist sie auch im Unterstand sehr lichter Kiefern-, Tannen und Lärchenwälder zu finden.

Beschreibung: Elaeagnus commutata ist ein bis 4 m hoher und 3 m breiter, wüchsiger Strauch mit rundlicher Wuchsform und silbrigen Blättern. Durch intensive Ausläuferbildung entstehen mit der Zeit flächige Gebüsche. Auf leichten Böden kann der Ausdehnungsdrang sogar sehr rasch raumgreifend sein. Schon im Jahr nach der Pflanzung tauchen in bis zu zwei Meter Entfernung Wurzelschößlinge auf. Die Entwicklung der Mutterpflanze bleibt dabei oft unbefriedigend kümmerlich.

Die kleinen, außen silbrigen Blüten sind innen gelb und optisch unbedeutenden, aber sehr stark süßlich duftend. Die Blütezeit liegt im Mai/Juni.

Die Silber-Ölweide bindet mit Hilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff und trägt damit spürbar zur Anreicherung armer Böden mit Stickstoff bei.

Ähnlich ist die Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia). Sie ist wüchsiger und entwickelt sich meist zu einem kurzstämmigen, malerischen Kleinbaum ohne Ausläufer.

Verwendungshinweise: Die Silber-Ölweide ist recht salztolerant und sehr anspruchslos, weshalb sie mitunter im Straßenbegleitgrün eingesetzt wird. Durch das silbrige Laub ist sie auffällig und verbreitet ein warmes, steppenartiges Ambiente.

Sehr schön lässt sie sich auch zu schirmförmigen Solitären erziehen. Diese harmonieren insbesondere mit mediterranen Halbsträuchern. Dabei sind sowohl Ton-in-Ton-Arrangements mit graulaubigen Vertretern wie dem Zypressen-Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) oder Echtem Salbei (Salvia officinalis), als auch kontrastierende Kombinationen mit frisch- oder dunkel-grünen Arten wie dem Gefiederten Heiligenkraut (Santolina pinnata) bzw. in sehr geschützten Situationen dem Rosmarin (Rosmarinus officinalis) reizvoll.

Für heckenartiges Grün in weitläufigen öffentlichen Grünanlagen und Straßenbegleitgrün ist die Silber-Ölweide ebenfalls geeignet. In repräsentativen Anlagen lassen sich mit Formschnitthecken sehr schöne Raumbildner entwicklen.



Dieses Exemplar steht halbschattig und entwickelt sich nicht ideal.

Kultur: In Nordamerika wird die Art häufig zur Rekultivierung von Abgrabungen und Aufschüttungen eingesetzt und gilt als hervorragender Bodenfestiger.

Auf durchlässigen Lehmböden erreicht die Art in Kultur optimale Wuchsleistungen. Solange sie ausreichend Sonne bekommt, funktioniert sie aber unter allen erdenklichen Umständen zuverlässig.

Bei beengten Platzverhältnissen und generell bei Formschnitthecken muss man der Ausbreitung durch Wurzelschößlinge unbedingt eine effektive Rhizomsperre entgegensetzen.

Bilder


















Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Normalstrauch
breit ausladend
gelb
Mai
Juni
silbrig
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Hecken
Schnitthecke
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren