Dryopteris filix-mas

Dryopteris_filix-mas_echter_wurmfarn_11 Name Echter Wurmfarn
Botanischer Name: Dryopteris filix-mas
Familie Dryopteridaceae, Wurmfarne
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Dryopteris filix-mas
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Barnesii, Crispa Cristata, Linearis Polydactylon

Beschreibung

Naturstandort von Dryopteris filix-mas (Echter Wurmfarn): 

Das Verbreitungsgebeit von Dryopteris filix-mas erstreckt sich über ganz Europa, West- und Zentralasien (Karte der europäischen Verbreitung). In Nordamerika ist der Echte Wurmfarn ebenfalls in zwei Varietäten heimisch (Verbreitung Amerika). In Deutschland ist er flächendecken der häufigste Farn.



Massenbestand des Echten Wurmfarns auf einer Lichtung in einem Buchenforst

Der Echte Wurmfarn besiedelt in diversen Unterarten eine Vielzahl frischer und überwiegend schattiger Lebensräume.

Dryopteris filix-mas ist eine Charakterart der Buchenwälder, in denen er hochstet und sehr häufig vorkommt. Daneben tritt er aber auch regelmäßig in Bruch- und Auwäldern, in Tannenwäldern, in montanen Lagen sogar in Hochstaudenfluren und Gebüschen auf.

Er bevorzugt sehr humose, eher nahrhafte Lehmböden mit schwach alkalischer bis saurer Reaktion in ozeanisch geprägten Lagen mit milden Wintern und feuchten Sommern.



Auf vollsonnigen Standorten werden die Wedel noch derber.

Beschreibung

Dryopteris filix-mas treibt seine sommergrünen Wedel trichterförmig aus und erreicht je nach Standort 50 bis 120 cm Höhe. Er bildet mit der Zeit durch seitliche Rhizome breite Horste aus. Die Trichterform der Einzelindividuen ist dann nicht mehr zu erkennen.

Die Art ist in allen Teilen stark giftig. V.a. Schafe und Rinder reagieren sehr empfindlich auf seine Wirkstoffe. Zur Behandlung von (Band-)Wurmbefall wurden früher im Herbst die Wurzelstöcke geerntet und verarbeitet. Davon ist heute allerdings abzuraten.

Der optisch ähnliche, aber wuchernde Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) ist weniger weit verbreitet und bezüglich der Bodenfeuchte und der Nährstoff- und Basenversorgung anspruchsvoller. Der Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina) als noch ähnlichere heimische Farnart hat die gleichen Standortansprüche wie der Echte Wurmfarn und unterscheidet sich optisch durch ein etwas weniger derben Habitus sowie sich zur Basis hin deutlich verjüngende Wedel.

Verwendungshinweise

Dryopteris filix-mas ist eine gute Art für naturnahe, pflegeextensive und großflächige Parkanlagen und Waldgärten. Wie die meisten Farne verbreitet auch der Echte Wurmfarn eine urig-heimelige Stimmung, vor alllem der frischgrüne Austrieb ist ein berührender Anblick.

Für repräsentative Anlagen gibt es aber eine Reihe noch ansprechendere Farne.



Selbst in feuchten Pfeifengraswiesen trifft man Deutschlands häufigsten Farn.

Kultur

Dryopteris filix-mas ist auf frischen, schattigen, stickstoffreicheren Standorten weitgehend pflegefrei und der wohl robusteste heimische Farn.

Bei ausreichender Bodenfeuchte gedeiht er auch problemlos an sonnigen Standorten. Im dauerhaft tiefen Schatten unter immergrünen Koniferen hält er sich ebenfalls, bleibt aber schwachwüchsiger.

Der Echte Wurmfarn kann mit der Zeit sehr dominant werden und duldet bei dichter Pflanzung nur sehr kräftige Waldstauden neben sich.

Sorten:

  • Barnesii: bis 100 cm hoch, etwas krause Blattwedel, aufrechtere Tricterform als der Typ
  • Crispa Cristata: nur bis 50 cm hoch, krause Wedel
  • Linearis Polydactylon: bis 80 cm hoch, sehr feine, an Lebensbaum erinnernde Blattfiedern mit rundlichen Fortsätzen an den Fiederenden

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
hellgrün
dunkel-grün
stark giftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Afrika
Nordafrika
Amerika
Nordamerika
gut
Sehr gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Silikat
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Feucht- und Moorheiden
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Feuchtgebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Feuchtwälder
Auwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Blockschutthalden-Wälder
Bauerngarten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren