Daphne alpina

Daphne_alpina_alpen-seidelbast_11 Name Alpen-Seidelbast
Botanischer Name: Daphne alpina
Familie Thymelaeaceae, Seidelbastgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Daphne alpina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Daphne alpina (Alpen-Seidelbast):


Daphne alpina kommt von den Schweizer und Österreichischen Alpen über die Süd-Alpen und das französische Zentralmassiv bis in die Pyrenäen in montanen Vegetationsstufen vor.

Der Alpen-Seidelbast wächst in Kalkfels-Hängen und Kalk-Schotterfluren bzw. -Blockhalden in vollsonnigen bis sonnigen Lagen. Die skelettreichen Substrate sind sehr durchlässig und ausgesprochen stickstoffarm.

Im Früling sind die Standorte mäßig trocken bis frisch, trocknen über den Sommer aber regelmäßig ab.



Daphne alpina ist trägwüchsig, immerhin aber schon als Jungpflanze reizvoll.

Beschreibung

Daphne alpina ist ein 50 cm hoher und mindestens ebenso breiter Zwergstrauch mit leicht grau-grünem, sommergrünem Laub. Die Wuchsform ist halbkugelig. Der Alpen-Seidelbast ist ausgesprochen trägwüchsig.

Im Winter kommen die kurztriebigen, bonsaiartigen Äste zur Geltung:



Die weißen, stieltellerförmigen Blüten erscheinen im Mai/Juni reichlich und verströmen einen starken, süßlichen Duft.

Die Früchte sitzen direkt auf den Zweigen und sind blass orange. In der Regel erscheinen sie nur spärlich und sind von zu vernachlässigender Zierwirkung.

Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig.

Verwendungshinweise

Die Art ist eine aparte Option für das Alpinum und magere Felssteppenpflanzungen sowie mediterrane Ansätze.

Insbesondere ältere Exemplare überzeugen mit ihrem knorrigen Wuchs auch außerhalb der Vegetationsperiode als charakterstarkes Zwerg-Gehölz.

Die Art befindet sich leider kaum im Handel. Handelsüblich ist dagegen der ähnliche Gewöhnliche Seidelbast (Daphne mezereum). Er ist wüchsiger und blüht violett. Es ist v.a. die überzeugende Zierwirkung der leuchtend roten Früchte, die ihn unter dem Strich wohl tatsächlich zur noch etwas besseren Alternative machen.



Geduldige Gärtner werden nach Jahren mit dem edlem Understatement eines ungewöhnlichen Strauchs belohnt.

Kultur

Der trägwüchsige, lichtliebende Kleinstrauch funktioniert im Prinzip relativ zuverlässig, braucht aber ein waches Auge gegenüber bedrängenden Begleitern aller Art.

Trockenphasen werden v.a. auf porösem Kalkskelett-Böden mit guter innerer Wasserpspeicherfähigkeit schadlos überstanden. Hier hilft ein ausgesprochen weit-und tiefreichendes Wurzelwerk. Dieses mag aber keine Störungen und schon gar keine Staunässe.

Humose Substrate sind ungeeignet, da sie Pilzinfektionen begünstigen. Man sollte sogar die Wurzeln von in Einheitserde getopfter Lieferware befreien. Auch die vorsorgliche Behandlung mit einem Fungizid kann erwogen werden.

Bilder





Daphne_alpina_alpen-seidelbast_11


Daphne_alpina_alpen-seidelbast_12

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
rundlich
breit ausladend
weiß
Mai
Juni
grau-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
stark giftig
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mitteleuropa
Südeuropa
Hügelland (collin)
Afrika
Nordafrika
gut
Mittel
strukturbildender Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Felssteppen