Daboecia cantabrica // Irische Glockenheide

Familie Ericaceae, Heidekrautgewächse
Pflanzen pro qm 16.00
Wikipedia Daboecia cantabrica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Daboecia cantabrica

Die Irische Glockenheide kommt in Irland und im atlantisch geprägten Teil der Iberischen Halbinsel einschließlich des südwestlichen Teils der französischen Pyrenäen vor. In England und Neuseeland gilt sie als eingebürgert.

Daboecia cantabrica wächst in mäßig trockenen bis frischen, ausgesprochen nährstoffarmen und bodensauren Heiden.

Die humos-sandigen bis torfigen Standorte sind vollsonnig bis höchstens licht halbschattig.

Ökologische Zeigerwerte nach Tela Botanica  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (2)  Feuchte (4)  Reaktion (3)  Stickstoff (2)

Daboecia cantabrica variiert das Heidekrautthema auf interessante Weise mit vegleichsweise großen Blüten.

Beschreibung
Daboecia cantabrica ist ein breit-buschiger, immergrüner Zwergstrauch und erreicht bis zu 60 cm Höhe.

Die rosa Glockenblüten erscheinen zahlreich von Mitte Juli bis Ende September. Die abgeblühten Blüten härten aus und verbleiben noch längere Zeit als hell-rost-braune Büschel an den Triebspitzen.

Kultiviert werden insbesondere Formen mit kräftigen Bütenfarben.

Verwendungshinweise
Daboecia cantabrica ist eine gute Art für frische, gelegentlich auch einmal etwas trockenere bis feuchte Heidepflanzungen.

Sie hat unter den Heidekräutern einen recht eigenständigen Habitus und fällt auch durch die vergleichsweise großen, einzeln wahrnehmbaren Blüten auf.

Durch den langen Blütenflor, die recht zierenden Samenstände und das immergrüne Laub eignet sich die Irische Glockenheide eigentlich auch ganz gut für Trogbepflanzungen. Diese müssen dann aber so geschützt überwintern, dass der Wurzelballen nie durchfriert. In größeren Gefäßen wären Ziergräser wie kleine Auslesen von Molinia caerulea schöne Ergänzungen.

Auf Balkonen wird die Irische Glockenheide mitunter als herbstliche Saisonware kultiviert. Eine Überwinterung wird dann meist gar nicht angestrebt.

Kultur
Daboecia cantabrica ist in etwas geschützten Situationen im mitteleuropäischen Flachland erstaunlich gut winterhart. In harten, lange schneefreien Wintern friert die Art oberirdisch zwar oft zurück, treibt aber meist wieder aus.

Am wohlsten fühlt sie sich in luftfeuchten und dennoch sonnigen Lagen, wie man es in den niederschlagsreicheren Küstenregionen oder auch Berglagen vorfindet.

Etablierte Exemplare kommen auf tiefgründigen, humosen Substraten auch ohne künstliche Bewässerung über die Sommer.

Die Entwicklung verläuft träge und ohne ein waches Auge würden allerlei wüchsigere Wildkräuter die Art früher oder später ausdunkeln.

Die rost-braunen verblühten Blüten sind nicht ganz ohne Zierwert.

Sorten:
  • Alba: mittelwüchsig (Höhe/Breite 40/50 cm), weiße Blüte 
  • Arielle: schwachwüchsig (Höhe/Breite 25/40 cm), leuchtend rote Blüte
  • Atropupurea: wüchsig (Höhe/Breite 50/70 cm), pinkfarbene Blüte 
  • Bicolor: wüchsig (Höhe/Breite 50/70 cm), pinkfarbene Blüte 
  • Cinderella: schwachwüchsig (Höhe/Breite 35/40 cm), weiße Blüte
  • Cupido: schwachwüchsig (Höhe/Breite 25/40 cm), rosa-rote Blüte 
  • Globosa Pink: mittelwüchsig (Höhe/Breite 35/50 cm), lila-rosa Blüte
  • Praegerae: schwachwüchsig (Höhe/Breite 35/45cm), lachs-rosafarbene Blüte

  • V.a. in größeren Beständen kommen die lieblichen Glöckchenblüten gut zur Geltung.

    Bilder
























    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    Strauch
    Halb-/Zwergstrauch
    bodendeckend
    horstartig
    niederliegend/kriechend
    breit ausladend
    weiß
    rosa
    rosé-weiß
    pink
    Juli
    August
    September
    Blattfärbung Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt
    grün
    hellgrün
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    feucht
    Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    humos
    organische Böden
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    stark sauer
    sehr arme Böden
    arme Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    subtropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    mediterraner Schwerpunkt
    Hügelland (collin)
    BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    gut
    Hoch
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    strukturbildende Matrixpflanze
    verträglich
    konkurrenzschwach
    Repräsentative Gärten
    Heidegarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Insektenweide
    Hauptsortiment
    zierende Winterstruktur
    winter-/immergrün
    Alpinum
    Heiden