Cyclamen hederifolium

Cyclamen_hederifolium_efeubl%c3%a4ttriges_alpenveilchen_11 Name Herbst-Alpenveilchen, Efeublättriges Alpenveilchen
Botanischer Name: Cyclamen hederifolium
Familie Primulacea, Primelgewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba, Perlenteppich, Rosenteppich, Silver Leaf Pink, Zungenblatt

Beschreibung

Naturstandort von Cyclamen hederifolium (Efeublättriges Alpenveilchen):


Cyclamen hederifolium ist mediterran von Italien und Dalmatien bis Griechenland und vermutlich auch in der West-Türkei heimisch. Die französischen Vorkommen gelten als eingebürgert.

In Mitteleuropa und punktuell auch in Deutschland gibt es neophytische Vorkommen, die auf Einbürgerungstendenzen hinweisen.

Fremdartige Elfenwesen im lichten Wald: Efeublättriges Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium).

Cyclamen hederifolium wirkt v.a. in größeren Beständen berührende Atmosphären erschaffen.

Das Herbst-Alpenveilchen wächst in schattigen bis halbschattigen Laub-Mischwäldern über Kalkgestein verbreitet.

In den Hochlagen der Gebirgsstandorte treten im Winter regelmäßig Frostphasen auf und gelegentlich ist auch mit strengen Frösten zu rechnen.

Im Sommerhalbjahr trocknen die skelettreichen Substrate immer mal wieder ab und der Wurzeldruck der Bäume minimiert das Wasserdargebot ebenfalls.

Das Efeublättrige Alpenveilchen hält sich auch im Unterstand von Sträuchern auf gerodeten Waldstandorten in den mediterranen Macchien.

Die humosen, frischen, skelettreichen Böden sind relativ nahrhaft.

Für solche Bestände des Efeublättrien Alpenveilchens (Cyclamen hederifolium) muss der Gärtner schon wissen, was er zu tun hat.

Die Blüten erscheinen etwa zwei Wochen, bevor das Laub austreibt.

Beschreibung

Cyclamen hederifolium ist eine wintergrüne, oft sommerkahle Staude mit einem knolligem Wurzelstock.

Die Horste erreichen in Blüte etwa 10-20 cm Wuchshöhe.

Die charakteristischen, rosa bis weißen Blüten erscheinen von Ende August bis in den Oktober hinein. Sie treiben oft vor den Blättern aus, die sich v.a. auf sommertrockenen Standorten im Hochsommer eingezogen haben.

Ähnlich im Erscheinungsbild und in den Kulturansprüchen ist das Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum), das aber im Winter - meist von Februar bis März - blüht. Es ist insgesamt zierlicher.

Das heimische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) toleriert Trockenstress wesentlich schlechter als seine süd-ost-europäischen Verwandten.

Mitunter wird auch "Cyclamen repandum" als korrekter wissenschaftlicher Name betrachtet.

Verwendungshinweise

Für intensiv gärtnerische betreute, mediterrane Gestaltungsansätze und Alpinarien ist die Art generell eine interessante Option zur Unterpflanzung von Laubbaumbeständen bzw. absonnigen Felsstandorten.

Der Reiz der zarten Art ist aus der Ferne nicht vollständig wahrnehmbar, weshalb v.a. gebäudenahe Standorte an Terassen, in kleineren Innenhöfen oder in parkartigen Anlagen an Wegen und Sitzplätzen etc. in Frage kommen.

Alternativ können auch individuenreiche, flächige Bestände entwickelt werden. Das ist alledings entweder kostenintensiv oder benötigt bei Verwilderungsansätzen Zeit und besondere Entwicklungsbetreuung.



Dichte Bestände entwickeln bodendeckende Qualitäten.

Kultur

Cyclamen hederifolium benötigt licht schattige bis halbschattige, am Liebsten trotzdem warme Lagen unter Gehölzen. Die wintergrüne Art reagiert im mitteleuropäischen Winter empfindlich auf Wintersonne. Im ganzjährigen Schatten unter Koniferen oder an Nordseiten von Gebäuden leidet die Blühfreude meist merklich.

Auf kleinklimatisch begünstigte Standorte ist zu achten, um winterliche Ausfälle zu vermeiden. Kurze Trockenphasen werden an schattigen Standorten toleriert bzw. im Sommer blattlos überdauert. Dauerhaft feuchte oder gar staufeuchte Substrate lassen die Knollen aber früher oder später abfaulen.

Aufgrund der geringen Wuchshöhe ist die Konkurrenzkraft gegenüber Wildkräutern und heimischen Waldstauden gering. Der Pflegeaufwand ist entsprechend hoch. An zusagenden, konkurrenzarmen Standorten ist Cyclamen hederifolium dennoch zur Verwilderung durch Selbstaussat in der Lage. Die Verbreitung der Samen durch Ameisen spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Sorten:

  • Alba: wie die Art, mit weißen Blüten
  • Perlenteppich: weiße Blüten, ausgeprägt-kontrastreiche Blattzeichnung
  • Rosenteppich: rosa Blüten, ausgeprägt-kontrastreiche Blattzeichnung
  • Silver Leaf Pink: rosa Blüte, metallisch-silbrig-grünes Laub mit breitem dunkel-grau-grünem Laub
  • Zungenblatt: rosa bis weiße Blüte, auffällig langgestreckte, grau-silbrig gezeichnete Blätter

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
horstartig
bis 15 cm Höhe
weiß
rosa
September
Oktober
dunkel-grün
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
halbschattig
sommerlich schattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Asien
Kleinasien
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
vorsommergrün
Gehölz/Wald