Crocus tommasinianus

Crocus_tommasinianus_elfen-krokus_(22) Name Elfenkrokus, Dalmatiner Krokus, Tommasini-Krokus
Botanischer Name: Crocus tommasinianus
Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 100.00
Wikipedia Crocus tommasinianus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Roseus, Rubinetta, Ruby Giant, Whitewell Purple

Beschreibung

Naturstandort:

Der Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) kommt vom südlichen Ungarn bis zum Balkan vom Hügelland bis in montane Höhenlagen vor.

Im übrigen Europa ist der Elfekrokus v.a. im Umfeld von Burgen, Klöstern und Schlössern als sogenanne Stinserpflanze stellenweise neophytisch eingebürgert.

In Deutschland gilt er in der Sächsischen und Sachsen-Anhaltinischen Lössbörde als neophytisch eingebürgert. Die übrigen Vorkommen in Berlin und Hamburg sowie die ansonsten auf die Mittelgebirgsregionen konzentrierten Vorkommen sind unbeständig und weitgehend auf Siedlungsräume beschränkt.

Der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) ist einer der wenigen seiner Gattung, die auch unter sommergrünen Baumbeständen sicher und üppig zur Blüte kommen.

Verwilderter Bestand unter einer Baumhecke

Der Elfenkrokus wächst am Naturstandort in lichten Laubwäldern und Waldrändern sowie in meist absonnigen Felsrasen.

Die Substrate sind kalkreiche Schottersubstrate, nicht selten mit mehr oder weniger ausgeprägter Humusauflage.

Im Frühjahr sind die Standorte frisch bis sickerfeucht und trocknen im Verlauf des Sommers meist mehr oder weniger ab.



Crocus tommasinianus als "Wald-Krokus" zu bezeichnen, würde vielleicht etwas zu weit gehen. Er ist aber der schattenverträglichste Gattungsvertreter.

Beschreibung

Crocus tommasinianus ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Er bildet durch Tochterzwiebeln kleine Horste.

Der Elfen-Krokus ist einer der frühest-blühenden Krokusse. Die zartlila Blüten können schon Anfang Februar erscheinen.

Der Fruchtknoten befindet sich als Schutz vor Frösten zunächst etwas unterhalb der Erdoberfläche und schiebt sich erst zur Samenreife nach oben.

Möglicherweise müsste der Elfenkrokus botanisch korrekt der Sammelart Crocus vernus zugeordnet werden. In Handel und Gartenpraxis spiegelt sich dies jedoch nicht wieder. Zudem gilt sie als eine der Elternarten der Großblumigen Krokusse (Crocus Hybride).

Verwendungshinweise

Der Elfen-Krokus ist eine v.a. in parkartigen Anlagen beliebte Art für den großflächigen Einsatz.

Mit seiner zurückhaltenden Natürlichkeit gehört der Elfenkrokus zu den schönsten Krokussen. Ungewöhnlich ist v.a. das zarte, durchscheinenden Blau-Violett der Blüten.



Die beliebte Sorte 'Ruby Giant' fällt offenkundig aus der Art und dürfte eher zu Crocus purpureus gehören, wird aber als Elfenkrokus gehandelt.

Kultur

Crocus tommasinianus kann auch relativ schattig unter lichten, sommergrünen Gehölzbeständen oder absonnig an Nordseiten von Gebäuden eingesetzt werden. Für den Blütenansatz ist es hier hilfreich, wenn die Lichtkonkurrenz durch andere Frühlingsgeophyten oder immergrüne Gräser nicht zu hoch ist.

Die botanische Art verwildert durch Selbstaussat und Tochterzwiebeln an geeigneten Standorten ausgiebig, die Auslesen sind dagegen teilweise steril. Die Ausbreitung über Tochterzwiebeln ist aber auch bein ihnen produktiv.

Die Pflanzdichte kann auch auf 75 Stück pro m² reduziert werden, wenn man nicht schon im ersten Frühjahr einen dichten Krokusteppich erwartet.

Sorten:

  • Roseus: pinke, außen heller gefärbte Blütenblätter (0,29 €/Stk)
  • Rubinetta: innen rötlich-violette, außen violett-solbrige Blütenblätter (0,90 €/Stk)
  • Ruby Giant: dunkel violett,vermutlich steril, geringe Fernwirkung, es fehlt der "elfenartige Habitus" und der Lichtbedarf ist höher. Die Sorte gehört eher zu C. purpureus (0,09 €/Stk)
  • Whitewell Purple: rötlich violett (0,09 €/Stk)

Bilder





Crocus_tommasinianus_elfen-krokus_(22)


Crocus_tommasinianus_elfenkrokus_12


Crocus_tommasinianus_--_elfenkrokus

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
rosa
violett
hell-blau
pink
Februar
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
sehr gut
Sehr gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
vorsommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren