Crataegus monogyna

Crataegus_monogyna_eingriffeliger_wei%c3%9fdorn_111 Name Eingriffeliger Weißdorn, Hagedorn
Botanischer Name: Crataegus monogyna
Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Crataegus monogyna
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Bicolor, Candida Plena, Compacta, Stricta, Variegata

Beschreibung

Naturstandort von Crataegus monogyna: Der Eingriffelige Weißdorn ist die in Mitteleuropa häufigste Weißdornart und kommt in ganz Europa, dem westlichen Nord-Afrika und bis nach Vorder-Asien vor (Karte der europäischen Verbreitung).

In Argentinien, dem Nord-Osten Nordamerikas, in Süd-Afrika und Teilen Australiens ist der Eingriffelige Weißdorn eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland ist der Eingriffelige Weißdorn flächendeckend häufig. Er ist eine Kennart der Schlehen-Gebüsche und -Hecken und tritt stetig in sonnig-warmen Rändern und Saumgesellschaften von Buchen-Wäldern, in Schneeheide-Kiefern-Wäldern und Flaum-Eichen-Wäldern auf (Verbreitungskarte Deutschland).



Prächtiger Crataegus monogyna am Wegesrand

Der Eingriffelige Weißdorn ist lichtbedürftig und fehlt in der Strauchschicht der Wälder weitgehend. Er bevorzugt basenreiche, mäßig trockene bis frische, eher stickstoffarme Standorte.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (5)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (4)



Er ist auch als Heckengehölz häufig anzutreffen. Der Fruchtschmuck dieses Exemplars ist außergewöhnlich reich.

Beschreibung

Crataegus monogyna ist ein bis 9 m hoher und im Alter ebenso breiter Groß-Strauch, mehrstämmiger oder seltener einstämmiger Klein-Baum mit rundlicher Krone. In der Jugend ist die Krone aufgrund des ausgeprägten Längenwachstums der Triebe recht sparrig.

Die weiße Blüte ab Mitte Mai ist reich. Der Blütenduft ist ausgeprägt und wird teilweise als unangenehm empfunden.

Die orange-roten bis roten Früchte sind zierend. Das Herbstlaub verfärbt sich gelblich-braun.



Der Eingriffelige Weißdorn lässt sich gut zu einstämmigen Baumformen erziehen.

Aus Blüten, Früchten und Blättern werden medizinische Präperate zur Behandlung von Herz-Kreislaufschwächen hergestellt. Die Früchte sind wenig schmackhaft und werden heute nicht mehr für den Verzehr verwendet.

Mit dem Zweigriffeligen Weißdorn wird die natürliche Hybride "Crataegus media" gebildet, die v.a. in Mitteldeutschland recht verbreitet ist.



Die Früchte haften lange am Baum, die hier gezeigte Leuchtkraft hält jedoch nur 2-3 Wochen an.

Verwendungshinweise

Crataegus monogyna ist eine gute Art für hohe Hecken oder naturnahe Waldrandgestaltung in weiträumigen, parkartigen Grünanlagen.

Als Baum kommt die Art v.a. in Verbindung mit historischer Bausubstanz sehr gut zur Geltung.

In Innenhöfen wird Crataegus monogyna sehr häufig verwendet, wirkt hier aber überzeugend nur als Solitär an besonnten Stellen weiträumiger, herrschaftlich/großbürgerlicher Altbauensembles.

Im Kontext moderner Architektur ist die Art wegen des etwas romantisierenden Habitus im Alter nur vorsichtig zu verwenden. Hier finden sich "moderner" anmutende Alternativen.



Bei 'Variegata' muss man schon genau hinschauen, um die zarte Panaschierung zu entdecken.

Kultur

Im Vergleich mit dem ganz ähnlichen Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata) ist der Eingriffelige Weißdorn tendenziell etwas wüchsiger, trockenheitsverträglicher und lichtbedüftiger.

Er meidet basenarme Standorte stärker und kommt auch mit nährstoffärmeren Böden zurecht. In Kultur gedeiht die Art aber auf allen nicht zu nassen Standorten befriedigend.



Liebhaber gefüllter Blüten kommen bei 'Candida Plena' auf ihre Kosten.

Sorten:

  • Bicolor: wie die Art, aber mit weißen und rosa Blüten, kein Baumschulstandard
  • Candida Plena: wie die Art, mit gefüllten weißen Blüten
  • Compacta: Bis 4 m hoher und max. 3 m breiter Kleinbaum mit kugeliger Krone, weiße Blüte, kein Baumschulstandard
  • Stricta; bis 6 m hoher Kleinbaum mit säulenartigem Wuchs (bis 2,5 m Breite), weiße Blüte, Baumschulstandard
  • Variegata: bis 5 m hoch und 4 m breit, schmal gelb gerandete Blätter, selten im Handel

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
weiß
Mai
Juni
dunkel-grün
zierende Herbstfärbung
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ausgeprägt
eher unangenehm
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gebüsche Wälder
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Schlehen-Gebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Klostergarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren