Corylus maxima / Lambertsnuss, Lambert-Hasel

Corylus_maxima_wunder_aus_bollweiler_lambertnuss_11 Familie Betulaceae, Birkengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Corylus maxima
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Corylus maxima: Die Lambertsnuss wird seit Jahrhunderten kultiviert, sodass das natürliche Verbreitungsgebiet nicht mehr exakt zu bestimmen ist. Vermutlich ist Corylus maxima ursprünglich auf dem Balkan, eventuell auch bis nach Griechenland heimisch.

Mittlerweile hat sich die Art in der Türkei, auf der Krim, Teilen Mitteleuropas und in England fest etabliert. Im mittleren Deutschland gilt die Art punktuell als unbeständiger Neophyt. In der Schweiz ist sie ebenfalls nur vereinzelt im Mittelland und im Tessin verwildert.



Corylus maxima wird meist als Fruchtgehölz oder in der rotlaubigen Auslese 'Purpurea' verwendet.

Corylus maxima besiedelt in einem breiten Standortspektrum sonnige bis halbschattige Stellen in Mischwäldern, flächige Gebüsche auf Wald-Sukzessionsflächen und freie Hecken der Agrarlandschaften.

Sie bevorzugt dabei kräftige, aber skelettreiche Böden mit guter Basen- und Stickstoffversorgung. Die Standorte sind mäßig trocken bis dauerhaft frisch.

Beschreibung

Die Lambertsnuss wird ein bis 5 m hoher und ebenso breiter Großstrauch. Wuchsform und Habitus sind der noch etwas wüchsigeren Hasel (Corylus avellana) sehr ähnlich. Die Nüsse der Lambertsnuss werden allerdings im Schnitt etwa 0,5 cm größer.

Die grünlich-gelben Kätzchenblüten erscheinen ebenfalls im Februar/März, in milden Wintern teilweise auch schon Ende Dezember.

Verwendungshinweise

Die Lambertsnuss liefert den größten Teil der weltweiten Haselnussernte und hat in Mitteleuropa auch im gärtnerischen Kontext v.a. als Haselnusslieferant seine Verwendungsberechtigung.

In ländlichen Gärten kommt sie z.B. als Fruchtstrauch in Grenzhecken in Frage.

Als reines Landschafts- oder Ziergehölz ist generell die heimische Hasel vorzuziehen. Wobei die rotlaubige 'Purpurea' anders als die rotlaubigen Auslesen von Corylus avellana die gesamte Vegetationsperiode über farbstabil ist.

Bei beiden Arten ist der Einsatz nur in räumlich sehr großzügigen Anlagen zu erwägen.

Kultur

Die Lambertsnuss ist wäremeliebend und gedeiht in einem breiten ökologischen Standortspektrum, bevorzugt aber basenreichere und ausreichend drainierte Substrate in licht halbschattigen Lagen.

Die Kultur ist völlig unproblematisch.

Sorten:
  • Purpurea: dunkelrote bis schwarzrote, nicht verblassende oder vergrünende Blätter, etwas schwachwüchsiger als die Art
  • Wunder aus Bollweiler: großfrüchtiges Obstgehölz

Bilder





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Wunder aus Bollweiler


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Purpurea

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Großstrauch
breit ausladend
gelblich-grün
Februar
März
dunkel-grün
rötlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Ländlicher Garten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren