Corydalis solida / Gefingerter Lerchensporn

Corydalis_solida_gefingerter_lerchensporn_13 Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 70.00
Wikipedia Corydalis solida
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Corydalis solida (Gefingerter Lerchensporn):


Die etwas wärmeliebende Corydalis solida ist praktisch in ganz Europa heimisch. Nach Osten reicht die Verbreitung bis Russland und mit isolierten Populationen bis Usbekistan. In England, Dänemark und Norwegen gelten die Vorkommen als neophytisch (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland ist der Gefingerter Lerchensporn von den Tieflagen bis in montane Höhen anzutreffen. Der Arealschwerpunkt liegt aber eindeutig in den mittel- und süddeutschen Mittelgebirgen. Mit Ausnahme der Populationen in der Kölner und der Westphälischen Bucht sowie des Oberrheinsichen Tieflandes gelten alle Tieflandvorkommen als nicht urwüchsig.



Corydalis solida als Gartenflüchtling am Wegesrand

Corydalis solida kommt schwerpunktmäßig in Buchenwäldern auf basenreichen, frischen und nahrhaften Böden im lichten bis tiefen Schatten vor.

Daneben wächst er aber auch in Weinbergsgesellschaften, in Schlehengebüschen und in nitrophytischen, verschatteten Staudenfluren.

Der kräftigere, sonst aber recht ähnliche Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) bevorzugt tendenziell die noch etwas nahrhafteren, feuchteren und etwas lichteren Standorte.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (3)  Temperatur (6)  Kontinentalität (5)  Feuchte (5)  Reaktion (7)  Stickstoff (7)



Exemplare mit violett-rosa Blüten sind Teil der natürlichen Variabilität der Art...




... was man von 'G.P. Baker' nicht mehr so sagen kann.


Beschreibung

Der Gefingerter Lerchensporn ist ein kleine, dichte Horste bildender Frühlingsgeophyt mit einer Wuchshöhe von 15-20 cm und violetten bis violett-rosa Blütenständen im April. Das Laub ist bläulich-grün.

Im Vergleich zum Hohlen Lerchensporn ist der Gefingerter Lerchensporn deutlich zierlicher, dicht-horstiger und bildet kaum flächige Bestände. Beide Arten bilden natürliche Hybriden.



Hier sieht man Corydalis solida im Größenvergleich mit Corydalis cava va. alba.

Verwendungshinweise

Für die meisten Anwendungen ist Corydalis solida etwas zu zart und subtil, so dass Corydalis cava meist die bessere Wahl ist.

Denkbare Einsatzfelder sind naturhafte Krautschichten unter Bäumen und Großgehölzen. Die Art kommt dabei nur in der Nähe von Wegen und Plätzen und bei großflächiger, individuenreicher Verwendung zur Geltung.



Am Naturstandort findet man Corydalis solida oft inmitten von Hochstauden - die allerdings erst Fahrt aufnehmen, wenn er im Abblühen begriffen ist.

Kultur

Bei der Vergesellschaftung ist auf zarte Bodendecker und eher schwachwüchsige Stauden zurückzugreifen. Zwar verweigert sich Corydalis solida durch den vorsommerlichen Abschluss seines Jahreszyklus der Konkurrenz mit kräftigen Hochstauden und lässt sich selbst von Brennnesseln oder Giersch nicht weiter beeindrucken. Nur wird die niedrige Art oft schon zwischen dem Frühlings-Austrieb der Hochstauden schwerlich wahrnehmbar. 

An zusagenden Standorten und günstiger Konkurrenzsituation verwildert Corydalis solida, bildet aber selten dichte Teppiche wie Corydalis cava, sondern meist nur Anhäufungen von Horsten.



Kombination der Wildform mit der leuchtend roten 'G.P. Baker'. Die blauen Blüten gehören zu Scilla sibirica.

Sorten:
  • G.P.Baker: leuchtend pinke Blüten, artifizieller Duktus
  • Rainbow: leuchtend pink-rot-lila changierende Blüte, artifizieller Duktus

Bilder





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G.P. Baker


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G.P. Baker


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G.P. Baker

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
violett
April
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
frisch
sommertrocken
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
gut
Gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Hauptsortiment
vorsommergrün
Gehölz/Wald