Corydalis cava // Hohler Lerchensporn

Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 40.00
Wikipedia Corydalis cava
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Corydalis cava:

Der Hohle Lerchensporn hat einen mitteleuropäischen Verbreitungsschwerpunkt, entsprechend ist Deutschland Teil des Kerngebietes. Er kommt aber südlich bis in die Hochlagen der Pyrenäen und süd-östlich bis Griechenland vor. Norddeutschland bildet die nördliche, natürliche Arealgrenze.

Der Hohle Lerchensporn wächst hier meist in größeren Beständen vom Tiefland bis in die Gebirgsregionen in frischen bis feuchten Buchen-Wäldern, in grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchen-Wäldern und in Erlen-Ulmen-Auwäldern.

Der etwas wärmeliebende Hohle Lerchensporn wächst bevorzugt auf recht basenreichen, sehr stickstoffreichen Standorten im Schatten sommergrüner Wälder. 
Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (3)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (6)  Reaktion (8)  Stickstoff (8)



Corydalis cava am Naturstandort mit etwa gleichen Anteilen von weiß und violett blühenden Exemplaren.

Beschreibung: Corydalis cava ist ein 15 bis 25 (30) cm hoher, vorsommergrüner Knollen-Geophyt mit entweder weißen oder häufiger fliederfarbenen Blütenständen. Beide Farbvarianten kommen meist innerhalb eines Bestandes gleichermaßen vor. Die Blütezeit liegt im April.

Der ähnliche Gefingerte Lerchensporn (Corydalis solida) ist zierlicher und bildet seltener flächige Bestände. Das sicherste Unterscheidungskriterium sind die Tragblätter unterhalb der Blütenstände. Bei Corydalis solida sind diese gefingert, bei Corydalis cava ungeteilt. Beide bilden allerdings natürliche Hybridformen mit intermediären Eigenschaften.

Beim Hohlen Lerchensporn bezieht sich die Namensgebung im Übrigen auf die hohle Knolle. Bei den meisten anderen Verwandten und so auch bei Corydalis solida ist diese gefüllt.

Hier bekommt man einen guten Eindruck von den Größenverhältnissen zwischen Corydalis cava f. alba und Corydalis solida.

Verwendungshinweise: Der Hohle Lerchensporn ist ein sehr guter, vielfältig einsetzbarer heimischer Frühblüher für naturnahe Waldgärten oder Parkanlagen.

Er wirkt v.a. als Unterpflanzung von sommergrünen Gehölzen, im Schatten von Mauern und Gebäudeteilen oder in schattigen Bereichen von Alpinarien.

Kultur: An zusagenden Standorten kann der Hohle Lerchensporn durch Selbstaussat große Flächen erobern, wird aber wegen des frühen Blatteinzuges dadurch nicht lästig, sondern wertvoller.

Die Kombination mit höheren, immergrünen Bodendeckern ist ungünstig, wenn der Lerchensporn diese Konkurrenten im Frühjahr nicht durchwachsen kann.

Ideal sind frische, im Frühjahr auch gerne feuchte Standorte auf lehmig-humosen, basen- und stickstoffreichen Böden. Sommerliche Trockenheit ist unschädlich, nur während der Vegetationsperiode schwächen Trockenphasen die Konkurrenzkraft.

Die gezielte Vermehrung aus Saatgut ist etwas ansprüchlich, aber unter Berücksichtigung der Kulturführung durchaus effektiv. Die Samen benötigen nach der Aussaat zunächst für 6 bis 8 Wochen eine Warmphase mit Temperaturen von gut 20 Grad bei gleichmäßiger Substratfeuchte. Anschließend fährt man entsprechend der Wünsche von Kaltkeimer fort.

Sorten:
  • f. alba: natürliche Varietät mit rein-weißen Blüten, mit besserer Fernwirkung als die violette Form, im Laufe der Zeit treten aus Versamung fliederfarbene Exemplare im Bestand auf
  • Bilder









    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Zwiebel/Knolle
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    15-30 cm Höhe
    weiß
    violett
    April
    blau-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    stark giftig
    vorhanden
    frisch
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    Ton
    humos
    starker Wurzeldruck
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Hügelland (collin)
    sehr gut
    Sehr gering
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Laubwälder
    Buchenwälder
    Mull-Buchenwälder
    Montane Buchenwälder
    Auwälder
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hauptsortiment
    vorsommergrün
    Gehölz/Wald