Cornus mas

Cornus_mas_kornelkirsche__11 Name Kornelkirsche, Herlitze, Gelber Hartriegel
Botanischer Name: Cornus mas
Familie Cornaceae, Hartriegelgewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Cornus mas
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba, Aurea, Elegantissima, Flava, Macrocarpa, Nana, Variegata, Violacea, Devin, Jolico, Kasanlak

Beschreibung

Naturstandort von Cornus mas: Die Kornelkirsche hat in Europa einen submediterranen Verbreitungsschwerpunkt. Nach Osten dringt die Kornelkirsche über den Balkan, Klein-Asien und die Krim bis zum Kaukasus vor. In England ist Cornus mas eingebürgert.

Als wärmeliebende Art konzentrieren sich natürliche Vorkommen in Deutschland v.a. auf Süddeutschland und die mitteldeutschen Wärmeregionen. Im Tiefland gibt es keine urwüchsigen Populationen. Aufgrund der häufigen Verwendung als Zier- und Landschaftsgehölz sind authochtone Vorkommen nur noch schwer zu erkennen. In der Schweiz ist sie v.a. im Mittelland sowie im Tessin verbreitet.



Baumformen sieht man von Cornus mas leider selten.

Cornus mas ist eine charakteristische Art basenreicher, trocken-warmer Flaumeichenwälder, Berberitzen-Gebüsche und der überschwemmungsfreien Bereiche der Flussauen in Erlen-Ulmen-Auwäldern. Im Hochgebirge fehlt die ausgesprochen wärmeliebende Art.

Die sonnigen bis halbschattigen Wuchsorte sind mäßig trocken bis frisch, basenreich und relativ stickstoffarm.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (6)  Temperatur (7)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (4)



Die unaufdringliche Blüte ist ein wichtiger Frühlingsbote.

Beschreibung

Die relativ langsamwüchsige Kornelkirsche wird im Alter ein bis zu 8 (9) m hoher Großstrauch. Seltener entstehen kleine Baumformen.

Kennzeichnend ist der sehr früh, noch vor der Garten-Forsythie erscheinende, matt-gelbe Blütenflor im März, der auf angenehme Weise den Vorfrühling einleitet.

Die roten, bei Überreife schwarz-roten Früchte sind essbar. Eine ganze Reihe von Auslesen sind als Obstgehölz verwendbar (s.u.).

Cornus mas lässt sich gut in Form schneiden, hier wird sie aber etwas zu kurz gehalten:



Verwendungshinweise

Die Kornelkirsche ist ein guter, anspruchlsoser Strauch für Straßenbegleitgrün und pflegeextensive Grün- und Parkanlagen.

Die Verwendung in Blütenhecken ist ebenfalls zu empfehlen, die schnittverträgliche Art kann auch in nicht zu flachen Schnitthecken eingesetzt werden.

Insbesondere im süddeutschen Raum darf sie eigentlich auch in geräumigen Bauerngärten nicht fehlen. Ansonsten gibt es für repräsentative, gepflegte Anlagen eine Reihe seltener verwendeter und dadurch inspirierenderer Alternativen wie z.B. die wenig bekannte Kahle Scheinhasel.



Früchte in unterschiedlichen Reifegraden.

Kultur

An die Standortbedingungen stelt die Art in Kultur praktisch keine Ansprüche. Sie ist gut stadtklimaverträglich, kommt überall nach der Etablierung problemlos über sommerliche Trockenphasen hinweg, toleriert aber auch feuchte Standorte.

In echten Schattenlagen bleibt der Wuchs sehr luftig und man sieht der Kornelkirsche an, dass sie dafür eigentlich nicht gemacht ist.



Das Gelb der Blüten ist auf angenehme Art gedämpft.

Sorten:

Die meisten Auslesen gehören nicht zum Baumschulstandard. Der beste Fruchtansatz wird bei Kombination von zwei oder mehr Sorten erzielt.

  • Alba: weiße Früchte
  • Aurea: grünlich-gelbes Laub
  • Elegantissima: gelb bis rosa-gerandetes, teilweie auch ganz gelbes Laub
  • Flava: gelbe Früchte
  • Macrocarpa: deutlich größere, rote Früchte als die Art
  • Nana: Zwergform
  • Variegata: grünes, breit weiß gerandetes Laub
  • Violacea: mit violetten Früchten

Obstsorten (Auswahl):
  • Devin
  • Jolico
  • Kasanlak

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Großstrauch
gelblich-grün
gelb
März
grün
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
vorhanden
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gebüsche
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Laubwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
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