Cornus kousa // Japanischer Blumen-Hartriegel

Familie Cornaceae, Hartriegelgewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Cornus kousa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Cornus kousa:

Der Japanische Blumen-Hartriegel ist mit einigen Varietäten von Ostasien bis Japan in Berg-Wäldern verbreitet. Im äußersten Nord-Osten der USA ist er stellenweise eingebürgert.

Cornus kousa besiedelt dauerhaft frische bis sickerfeuchte Hänge, Senken und Bachufer in licht halbschattigen bis licht schattigen Lagen.

Die humosen, skelettreichen Lehmböden sind schwach alkalisch bis sauer und mäßig nahrhaft bis nahrhaft.



'Wieting's Select' eignet sich auch für etwas beengtere Raumsituationen.

Beschreibung: Cornus kousa ist ein sommergrüner, trägwüchsiger, bis 7 m hoher und bis zu 5 m breiter Groß-Strauch oder bis zu 15 m hoher Klein-Baum.

Die Anfang Juni überreich erscheinenden, in Dolden angeordneten, großen Einzelblüten sind weiß, gelegentlich mit rosa überlaufenen Spitzen teilweise auch etwas gelbstichig. Zudem gibt es Auslesen mit rosa Blüten. Das Laub ist zur Blüte bereits mehr oder weniger voll entwickelt.

Die giftigen, rosa Früchte sind oft nicht zahlreich genug, um eine nennenswerte Fernwirkung zu entfalten. Aus der Nähe sind sie aber exotische, sehr zierende Details.



Das Herbstlaub verfärbt sich dagegen leuchtend wein-rot bis violett-braun.

Sehr ähnlich ist Cornus florida aus Nordamerika, der etwas kleiner bleibt, zwei bis vier Wochen früher blüht und rundlich statt spitz auslaufender Hochblätter hat. Da seine Blüten schon kurz vor dem Laubaustrieb erscheinen, wirkt sein Blütenflor noch etwas eindrucksvoller.

Cornus kousa in spektakulärer Herbstfärbung. Das fahle Gelb im Unterstand gehört dem Wald-Geißbart.



Verwendungshinweise: Die in Juni überreich erscheinenden, in Dolden angeordneten, großen Einzelblüten, der langsame, malerische Wuchs und die ausgeprägte Herbstfärbung machen den Japanischen Blumen-Hartriegel zu einem der eindrucksvollsten Solitärgehölze.

Trotz des langsamen Wuchses ist der im Alter hohe Platzbedarf bei der Standortwahl zu bedenken.

Die Art ist vielseitig verwendbar für Innenhöfe, repräsentative Grün- und Parkanlagen oder Asiatische Gärten. Sehr schöne Bilder ergeben sich am Wasserrand, wobei ausreichend Abstand vom nassen Uferbereich gehalten werden sollte. Vor dunkleren Hintergründen ist die Blütenwiurkung besonders ausgeprägt.

Ungewöhnlich aber durchaus reizvoll ist die Verwendung als Hochstamm. Aufgrund des recht langsamen Wachstums ist die Art im Bezug recht preisintensiv.



Am naturhaft-exotischen Waldrand zaubert Cornus kousa berührende Momente herbei. In der Krautschicht wuchert die Japanische Pestwurz.


Kultur: Bei der Standortwahl ist etwas Sorgfalt walten zu lassen. Cornus kousa hat flach und weitstreichendes Wurzelwerk, dass empfindlich ist gegen mechanische Verletzungen, Bodenauftrag und Trockenheit. Auch beengter Wurzelraum an Mauern, Gebäuden oder versiegelten Wegen/Straßen ist suboptimal. Außerdem ist in der Etablierungsphase eine gewisse Frostempfindlichkeit gegeben.

In rauhen Lagen ist in den ersten Jahren im Winter eine Bodendeckung mit Laubstreu hilfreich. Hitzestandorte und pralle Mittagssonne sind der Vitalität ebenfalls abträglich. In der Etablierungsphase reagiert der Japanische Blumen-Hartriegel sehr empfindlich auf trockenfallendes Substrat und benötigt mindestens im ersten, besser auch im zweiten Jahr regelmäßige Bewässerung.

An sonnigen Standorten müssen längere Trockenphasen generell mit Bewässerung überbrückt werden können. Ein Einsatz kommt daher in der Praxis nur in intensiv betreuten Anlagen in Frage, selbst wenn die Art in niederschlagsreichen Regionen oder/und außerhalb sonniger Standorte nach der Etablierung pflegeleicht ist.



Dieser einstämmige Halbstamm trägt schwer an seiner Blütenlast.

Sorten:
  • Satomi: tief-rosa Hochblätter, etwas schwachwüchsiger als die Art
  • Scarlet Fire: rosa-rote, große Hochblätter, etwas schwachwüchsiger als die Art, vermutlich hybridisiert
  • Wieting´s Select: weiße Hochblätter, deutlich schwachwüchsiger als die Art (bis 4 m)
  • Venus: weiße, große Hochblätter, vermutlich hybridisiert
  • Bilder












    var. kousa






    var. chinensis



    var. chinensis















    Wieting´s Selec



    Wieting´s Selec






    Attribute

    Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
    Strauch
    Normalstrauch
    Großstrauch
    Baum
    Kleinbäume
    weiß
    hell-gelb
    rosé-weiß
    Mai
    Juni
    dunkel-grün
    ungiftig
    essbar
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    unbedeutend
    frisch
    nicht austrocknend
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    absonnig
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    mittlere Böden
    reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    sehr gut
    Gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    sommergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren