Pseudofumaria lutea (Corydalis lutea) / Gelber Lerchensporn

Pseudofumaria_lutea_corydalis_lutea_gelber_lerchensporn___(3) Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Pseudofumaria lutea (Corydalis lutea)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pseudofumaria lutea

Der Gelbe Lerchensporn stammt ursprünglich vom Südrand der italienischen Alpen und dem Tessin. In der Schweiz ist er mittlerweile aber mit Ausnahme der Hochalpen landesweit verbreitet. Auch im übrigen Europa ist er fast überall aus Gartenkulturen verwildert.

In Italien steigt Pseudofumaria lutea von der kollinen Stufe bis in knapp 2.000 m Höhe auf. In den höheren Lagen werden insbesondere die engen Spaltensysteme sonniger bis halbschattiger, sickerfrischer Felshänge besiedelt.



Pseudofumaria luteain einer historischen Feldsteinmauer

In Deutschland ist Pseudofumaria lutea v.a. in den Mittelgebirgsregionen neophytisch eingebürgert. Hier kommt die Art v.a. auf ausgesprochen basen-/kalkreichen und frischen bis sickerfeuchten, bewegten Schutthängen vor.

Im Tiefland sind es überwiegend urbanen Räume, in denen die stark wärmeliebende Art anthropogene Sonderstandorte in sonnigen bis absonnigen, gerne sickerfrischen, mäßig nahrhaften Mauerbiotopen besiedelt.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (6)  Temperatur (7)  Kontinentalität (4)  Feuchte (6)  Reaktion (9)  Stickstoff (5)

Beschreibung

Der Gelbe Lerchensporn ist eine sommergrüne, horstige Staude von 25 bis 30 cm Wuchshöhe. Durch Selbstaussaat entstehen aber an geeigneten Standorten flächige Bestände.

Die gelben Blütenstände erscheinen ausgesprochen ausdauernd von Mitte Mai bis in den Frühherbst.

Im Handel wird die Art meist noch unter dem alten Namen "Corydalis lutea" geführt.

Verwendungshinweise

Pseudofumaria lutea kommt eigentlich nur in Mauerbiotopen ansprechend zur Wirkung. Geeignet sind frische Trockenmauern und alte, schadhafte Klinkermauern in halbschattigen bis absonnigen Lagen.

In "natürlichen" Mauerbiotopen findet man ihn zusammen mit einigen alten Gartenbekannten wie Antirrhinum majus, Cymbalaria muralis, Erysimum cheiri oder Asplenium trichomanes. Ansprechend sind aber auch individuenreiche Reinbestände.

Daneben ist sie für die absonnigen Bereiche von Alpinarien geeignet.

Eine etwas ungewöhnlichere Alternative ist die sehr ähnliche, aber schwefel-gelb blühende Pseudofumaria ochroleuca.



In Klinkermauern fasst er schwerer Fuß.

Kultur

An geeigneten Standorten benötigt Pseudofumaria lutea sehr wenig Aufmerksamkeit und breitet sich willig, manchmal auch expansiv durch Selbstaussaat aus. Die Art besiedelt so auch Mauerfugenstandorte, die mangels Wurzelraum nicht bepflanzt werden können. Solche Bestände entfalten den eigentlichen Charme der Art. Zur Etablierung in Mauerfugen bietet es sich an, einzelne Exemplare in Mauernähe in Erdreich zu pflanzen und auf die zuverlässige Selbstversamung zu setzen.



In klassichen Gartenanlagen wird der Gelbe Lerchensporn auch im Staudenbeet verwendet.

Der wäremliebende Gelbe Lerchensporn ist nicht gar so trockenresistent, wie die Wuchsorte vermuten ließen. Fast immer findet sich eine recht gute Wasserversorgung z.B. durch hangseitiges Sickerwasser oder eine tropfende Regenrinne. In luftfeuchte Situationenen reicht es aber auch, wenn die Mauer alt ist und über Schadstellen Regenwasser gut eindringen kann. Der Mauerkörper fungiert dann als Regenwasserspeicher.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
gelb
Mai
Juni
Juli
August
September
grün
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Hügelland (collin)
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Kalk
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum