Clematis alpina // Alpen-Waldrebe

Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Clematis alpina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort: Die Alpen-Waldrebe kommt in den Alpen, dem Balkan und den Karpaten vor.

Sie tritt in montanen bis alpinen Schneeheide-Kiefernwäldern, Schneeheide-Alpenrosengebüschen sowie subalpinen Lärchen-Arvenwäldern mit ausgeprägtem Unterwuchs aus Bärsträuchern vor.

Die Standorte zeichnen sich oft durch mächtige Rohumusauflagen aus, die aber durchaus über kalkhaltigem Felsgestein liegen können. Die Substrate sind daher in den oberen Bodenhorizonten neutral bis sauer.

Clematis alpina wächst am Naturstandort vorrangig an kühlen, dauerhaft frischen und reltativ nährstoffarmen Standorten in halbschattigen bis licht-schattigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (4)  Temperatur (3)  Kontinentalität (7)  Feuchte (5)  Reaktion (3)  Stickstoff (3)



Halbschattige Mauern sind die Paradedisziplin der Alpen-Waldrebe.

Beschreibung: Clematis alpina ist ein bis 300 cm hoch rankender, sommergrüner Kletterstrauch. Fehlen vertikale Rankhilfen, wächst die Alpen-Waldrebe flach über den Boden kriechend.

Der Austrieb erfolgt für Waldreben sehr früh. Die blauen Blüten erscheinen ab Ende April.

Die fedrigen Samenstände sind den Winter hindurch zierend.



Wie die meisten Clematis-Alpina-Auslesen hat sich auch die blühfreudige 'Ruby' ein natürliches Erscheinungsbild bewahrt.

Verwendungshinweise: Clematis alpina ist eine der schönsten Clematis-Wildarten und aufgrund ihres unaufdringlichen Erscheinungsbildes sehr vielseitig einsetzbar.

Selbst viele der Auslesen lassen sich glaubwürdig in naturhafte Situationen einbinden. Wobei man einschränkend sagen muss, dass sich die Alpen-Waldrebe nicht wirklich als Kletterstrauch in Gehölzrändern eignet und künstliche Rankhilfen schlecht zu naturhaften Situationen passen.

In Alpinarien kann die Alpen-Waldrebe aber auch - etwas ungewohnt - bodendeckend verwendet werden - oder eben über große Felsen ranken.

Für Pflanzkübel ist Clematis alpina gut geeignet und auch hinreichend winterfest. Schön sind Kombinationen mit Gräsern und Stauden in großen Gefäßen.

Wer es in erster Linie plakativ mag, ist mit den großblütigen Clematis-Hybriden natürlich viel besser bedient.



Für Kübel ist Clematis alpina die winterhärteste Option

Eine interessante Alternative mit kräftig violett-pinken Blüten ist die vitale und wüchsige Clematis ochotensis, die mittlerweile sogar als Unterart von Clematis alpina angesehen wird. Kultur: Die Art bevorzugt frische, halbschattige Standorte, trocken-warme Bedingungen sind suboptimal.

Die flachwurzelnde Alpen-Waldrebe verträgt Wurzelhonkurrenz höchstens von Kleinsträuchern, mit denen sie aber optisch nicht sinnvoll zu kombinieren ist. Soll sie Normal- oder gar Goßsträucher beranken, muss ihre Wurzelzone durch ein tiefreichendes Wurzelfließ von dem der Sträucher getrennt und bewässert werden.

Generell ist die Laubentwicklung der Alpen-Waldrebe nicht so massiv, dass ein Überwuchern von Sträuchern zu befürchten ist. Durch ihren frühen Laubaustrieb und die frühe Blüte ist sie unter den genannten Bedingungen sogar eine ideale Lösung für den Einsatzzweck - berücksichtigt man die Einschränkung ihrer schwachen Durchsetzungskraft.

In Kübeln ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Im Winter müssen die frostempfindlichen Wurzeln vor dem vollständigen Durchfrieren bewahrt werden. Sie ist sicherlich dennoch eine der am ehesten für die Kübelverwendung geeignete Clematis.

Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wenn ein Rückschnitt vorgenommen werden soll, bietet sich der Zeitpunkt direkt nach der Blüte im Mai an. Die Pflanzen haben dann im Sommerhalbjahr noch ausreichend Zeit, Triebe zu entwickeln, an denen der Blütenflor des nächsten Frühlings entstehen kann.



Die ungewöhnliche Blütenform von 'Buford-White' hat sich recht weit vom Original entfernt.

Sorten:
  • Burford White: bis 250 cm hoch, große, alt-weiße, rosa überlaufene, halbgefüllte Blüte
  • Columbine: bis 250 cm hoch, hellblaue bis graublaue Blüte
  • Frances Rivis (Blue Giant): 250 bis 300 cm hoch, intensiv violett-blaue Blüte
  • Pamela Jackman: bis 250 cm hoch, hellblaue  Blüte
  • Riga: bis 250 cm hoch, weiße Blüte
  • Ruby: bis 250 cm hoch, weinrote Blüte
  • Violett Purple: bis 250 cm hoch, violett-rosa-farbene Blüte mit pinkfarbenem Basalfleck
  • Bilder









    Columbine



    Pamela Jackman

    Attribute

    Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Strauch
    Kletterpflanze
    Rankend
    niederliegend/kriechend
    weiß
    rot
    violett
    hell-blau
    blau
    April
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    unbedeutend
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    organische Böden
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren
    arme Böden
    mittlere Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    sehr gut
    Gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Silikat
    Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nadelwälder
    Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
    Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
    Blockschutthalden-Wälder
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Gehölz/Wald
    Alpinum
    Gehölzrand/Staudenfluren