Cistus crispus // Krausblättrige Zistrose
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Familie |
Cistaceae, Zistrosengewächse
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| Pflanzen pro qm |
6.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Cistus crispus
Die Krausblättrige Zistrose hat ein lückiges Verbreitungsgebiet im westlichen Mittelmeerraum. Sie hat Vorkommen an der nordafrikanichen und französischen Mittelmeerküste sowie auf Sizilien (wohl nicht auf Sardinien). An den italienischen Festland-Mittelmeerküste ist sie nur noch im Raum Genua präsent. Zudem gibt es Vorkommen in Portugal.
Das Verbreitungsgebiet ist mediterran-subtropisch. Cistus crispus steigt in den Küstengebirgen bis in etwa 600 m Höhe auf. Hier können gelegentlich knapp zweistellige Minusgrade auftreten.
Cistus crispus optimal entwickelt in einem weitläufigen Alpinarium.
Cistus crispus ist ein typischer Vertreter der mediterranen Strauchheiden, die durch Überweidung und gelegentliche Feuer baumfrei gehalten werden. Die Standorte sind entsprechend (voll-)sonnig.
Die schottrigen bis sandigen, mäßig humosen Böden sind meist kalkarm und reagieren sauer bis neutral. Die Stickstoffversorgung ist mäßig.
Die Jahresniederschläge fallen überwiegend im Winterhalbjahr. Bis in den Spätfrühling bleibt harter Trockenstress meist aus.
Ökologische Zeigerwerte nach Tela Botanica
... zur Legende
Licht (8)
Temperatur (8) Kontinentalität (4) Feuchte (4) Reaktion (4) Stickstoff (4)
Beschreibung
Cistus crispus ist ein kleiner, immergrüner, buschig wachsender Strauch. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 cm auf stressarmen Standorten.
Die Blätter sind grün mit leichtem Graustich, von runzeliger Struktur und an den rändern mehr oder weniger ausgeprägt gewellt.
Die gesamte Pflanze ist mit Öldrüsen versehen, die bei Berührung, in der Sommerhitze und bei Regen einen intensiven, würzigen Duft verströmen.
Die rosa Blüten mit den gattungstypisch gekreppten Blütenblättern erscheinen in den gemäßigten Breiten ab etwa Mitte Juni bis in den Spätsommer.
Zusammen mit Cistus albidus ist sie eine Elternart der winterhärteren Cistus x incanus.
Die Blätter sind immer stark runzelig und nicht immer so stark gewellt, wie bei diesem Exemplar.
Verwendungshinweise
Cistus crispus wird nördlich der Alpen kaum verwendet und ist nur mit Mühe als Topfware im Versandhandel zu beziehen.
Man muss sagen, dass es unter den zistrosen Alternativen mit üppigerem Blütenflor gibt. Auch die krause Blattstruktur ist zwar ungewöhnlich, ästhetisch wirksamer sind dagegen silbrigere Blattfarben, wie sie z.B. Cistus albidus zu bieten hat. Mit dieser wird die natürliche Hybride Cistus × incanus gebildet, die ebenfalls handelsgängiger ist.
Generell bietet sich ein Einsatz v.a. in mediterranen Felsheiden und steppenartigen Alpinarien an. Die Verbindung mit Felsen wirkt immer sehr stimmig.
Kultur/Pflege von Cistus crispus
Cistus crispus ist recht frosthart, dauerhaft werden mitteleuropäische Winter in Normallagen aber nicht überstanden. Hilfreich ist in jedem Falle immer die Frühjahrspflanzung.
Im Weinbauklima ist an geschützten, wintertrockenen Standorten eine Überwinterung im Freiland dagegen gut möglich. Staunässe ist grundsätzlich zu vermeiden.
Kübel-Exemplare müssen wie andere mediterrane Sträucher weitgehend frostfrei, hell und relativ trocken überwintert werden.
Je sonniger und wärmer die Standorte sind, desto vitaler entwickelt sich der Zwergstrauch.
Gut geeignete Bodensubstrate sind leicht humose Sandböden und kalkarme Schotter bzw. Lavasubstrate. In Kultur sind auch etwas kalkhaltige Böden kein Ausschlusskriterium. Die Stickstoffversorgung sollte lieber zu niedrig als zu hoch sein, damit die Jahrestriebe rechtzeitig im Sommer das Wachstum einstellen und ausreifen können.
Schnittmaßnahmen sind nicht zwingend erforderlich. Nach der Blüte kann ein leichter Formschnitt vorgenommen werden.