Leucanthemum vulgare / Wiesen-Wucherblume, Magerwiesen-Margerite

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Leucanthemum vulgare
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Leucanthemum vulgare (Wiesen-Wucherblume): Leucanthemum vulgare ist in diversen Unterarten in ganz Europa und dem westlichen Asien verbreitet und gebietsweise häufig (Karte der europäischen Verbreitung).

Das Hauptvorkommen liegt in frischen bis mäßig trockenen, relativ stickstoffarmen Trespen-Halbtrockenrasen.

Als wichtiger Bestandteil von blütenreichen Landschaftsrasen sieht man sie auch häufig entlang frisch errichteter Straßenböschungen.

Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig. An die Bodenreaktion stellt die Art keine besonderen Anforderungen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (-)  Stickstoff (3)



Leucanthemum vulgare in einem Magerrasen der Uckermark (Großer Rummelsberg)

Beschreibung

Die sommergrüne Wiesen-Wucherblume wird ca. 50 cm hoch und bildet durch kurze Ausläufer an geeigneten Standorten recht zügig lockere, breite Horste.

Da die Alt-Horste meist rasch an Vitalität verlieren, neigt die Wiesen-Wucherblume etwas zum Wandern.

Die typischen Margeriten-Blüten erscheinen ab Ende Mai bis Juli, bei Rückschnitt/Mahd erfolgt mitunter eine Nachblüte im September/Oktober.



Am gleichen Standort zusammen mit dem westlichsten Vorkommen der Sibirischen Glockenblume

Verwendungshinweise

Leucanthemum vulgare ist eine gute Art für naturnahe, einschürige Wiesen. V.a. in ländlichen Ambiente kommt sie hier besonders schön zur Geltung.

Am Naturstandort blüht sie u.a. gemeinsam mit Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense), Weißem Labkraut (Galium album) oder Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris). Eine sehr schöne, über Saatgut leicht etablierbare Matrix ist das Steppen-Lieschgras (Phleum phleoides).

Die wuchskräftigeren, großblütigen Auslesen sind gute und traditionelle Optionen für Bauerngärten, Staudenrabatten und Vorgärten.



Auch für frische Wiesen in urbanen Räumen ist sich die Wucherblume nicht zu fein. Hier steht sie zusammen mit dem im Gartenwert unterschätzten Großen Sauerampfer.

Kultur

Auf zu nahrhaften Standorten ist die Art nicht dauerhaft. Trockenphasen werden dagegen schadlos überstanden und stärken sie im Konkurrenzkampf.

Die Wildart ist ausgesprochen keimfreudig und kann in Neuanlagen sehr gut und zuverlässig über Saatgut etabliert werden. Oft wird die Fläche dann im ersten Frühling von der Wiesen-Wucherblume dominiert und die Sorge scheint berechtigt, dass sie kaum Luft für andere Wiesenbegleiter läst. Allerdings nimmt die Konkurrenzkraft jedes Jahr merklich ab und nicht selten verlieren sich mittelfristig nur noch einige Exemplare in der Wiesenfläche.

Die Sorten benötigen nährstoffreichere Standorte und Trockenphasen sollten hier vermieden werden. Die Sorten sind etwas teurer als die Art.



Auslesen wie 'Maikönigin' sind in allen Merkmalen deutlich kräftiger als die Wildform.

Sorten:
  • Maikönigin: Blüte von Mai bis Juli, deutlich größer als bei der Art, insgesamt kräftigerer Wuchs, bis 70 cm hoch
  • Maistern: Blüte von Mai bis Juli, deutlich größer als bei der Art, kompakter Wuchs, bis 50 cm hoch
  • Maiwunder: Blüte von Juni bis August, deutlich größer als bei der Art, kompakter Wuchs, bis 60 cm hoch

Bilder






Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
Mai
Juni
September
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Frischwiesen
Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese/Prärie
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sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren