Choisya x dewitteana / Garten-Orangenblume

Choisya_ternata_orangenblume_11 Familie Rutaceae, Rautengewächse
Pflanzen pro qm 2.00

Beschreibung

Herkunft von Choisya x dewitteana: Die Garten-Orangenblumen sind Kreuzungen zwischen Choisya ternata und Choisya dumosa var. arizonica.

Choisya ternata stammt aus den Gebirgsregionen Mexikos und kommt ab -10 Grad an die Grenze ihrer Frosthärte. Sie wächst auf relativ nahrhaften, basenärmeren, feinerdereichen Schottersubstraten in sonnigen Hängen und Schluchten.

Choisya dumosa ist im Norden Mexikos in Arizona und New Mexico verbreitet. Die für die Züchtung verwendete Varietät Choisya dumosa var. arizonica kommt wie die Namensgebung schon nahelegt nur in Arizona vor. Sie wächst hier in Höhenlagen zwischen etwa 1.000 und 1.500 m üNN in sonnigen Felshängen auf Kalkgesteinsböden. In winterlichen Nächten können hier zweistellige Minusgrade auftreten. Das Verbreitungsgebiet ist ausgesprochen niederschlagsarm und das Winterhalbjahr ist sehr trocken.



'Aztec Pearl' ist die älteste und nach wie vor eine der überzeugendsten Orangenblumen.

Beschreibung

Die Orangenblume ist ein immergrüner, in Mitteleuropa bis 200 cm hoher Kleinstrauch. Die Art ist trägwüchsig, der Wuchs kompakt.

Die weißen Blüten im April/Mai stehen in kugeligen Büscheln und duften ausgeprägt nach Orange.

Auch das fingerförmige, ledrige Laub verströmt bei Berührung einen intensiven Zitrusduft.

Verwendungshinweise

Choisya x dewitteana hat gegenüber der ebenfalls gelegentlich kultivierten Choisya ternata alle kulturtechnischen und ästhetischen Argumente auf ihrer Seite und ist in Mitteleuropa immer zu bevorzugen. Die Hybriden sind winterhärter, das schlanke Laub zierender und die Blüten größer sowie besser präsentiert.

Die Orangenblume wird bislang recht selten kultiviert. Sie hat aber so viele Vorzüge, dass dies nicht dauerhaft so bleiben sollte.  Der Blütenduft ist am Besten zu genießen, wenn ein windgeschützter Standort in der Nähe von Terrassen und Sitzplätzen gefunden wird. Hier ist auch die Kübelkultur eine gute Option, wobei man auf eine der kompakteren, trägwüchsigeren Auslesen zurückgreifen sollte.

In mediterran gestalteten, wärmebegünstigten Innenhöfen unterstützt und erfrischt sie die Wirkung der mediterranen Klassiker wie Lavendel, Salbei, Olivenbaum, Mönchspfeffer oder Perowskie.

Außerhalb der Blütezeit ist die Orangenblume durch das fein gefingerte Laub dezent malerisch. Das immergrüne Blattwerk sorgt im Kontrast mit silberlaubigen Begleitern insbesondere im Winterhalbjahr für ansprechende Effekte.



Bis Choisya x dewitteana auch ohne Blüten strukturelle Bereicherungen sind, vergehen einige Jahre.

Kultur

Choisya x dewitteana ist deutlich winterhärter als die beiden Elternarten. In wintermilden Regionen oder in geschützten Lagen sind ausgepflanzte Exemplare recht gefahrlos im Freien zu überwintern. In strengen Wintern friert sie aber gelegentlich stark zurück. Im Normalfall treibt der Strauch von der Basis aber wieder aus. Gefährlicher als absolute Minusgrade ist allerdings winterliche Feuchte.

Im Kalthaus gelingt die Überwinterung von Kübelexemplaren an kühlen, lichten Standorten problemlos. Die Substrate dürfen auch im Winter nicht gänzlich austrocknen. Staunässe ist unbedingt -ganzjährig- zu vermeiden.

Die Orangenblume bevorzugt sonnige Standorte, gedeiht aber auch im Halbschatten noch befriedigend. Die Substrate sollten mehr oder weniger neutral, nahrhaft sein. Ideal sind durchlässig-skelettreiche, etwas humose Böden mit guter Wasserspeicherfähigkeit im porösen Skelett. Auch sandige Substrate sind problemlos möglich.

Eingewachsene Freiland-Exemplare haben mit mitteleuropäischen Trockenphasen keine Schwierigkeiten und kommen gut ohne Bewässerung aus.

Ein Rückschnitt der Triebspitzen nach der Blüte sorgt für einen kompakten Astaufbau, bei einigen Sorten befördert der Rückschnitt zudem eine nennenswerte herbstliche Blüte.

Die Vermehrung ist leicht über halb ausgereifte Triebstecklinge im Sommer möglich.

Sorten:
  • Atztec Pearl: bis 250 cm hoch, in weiten Teilen Mitteleuropas winterhart (Handelsstandard)
  • Atztec Gold: ca. 150 cm hoch und breit, gelber Blattaustrieb, später grünlich-gelb, in schattigeren Lagen auch gelblich-grün, relativ gut winterhart
  • Goldfinger: Hybride aus 'Atztec Pearl' und der gelblaubigen 'Sundance', gold-gelber Austrieb, später leicht vergrünend, sehr trägwüchsig, frostanfälliger, geschützter, stickstoffärmer, etwas trockenerer Standort für bessere Triebreifung
  • Snow Flurries: bis 150 cm hoch und breit, tief-grünes Laub, große Blütenstände, in weiten Teilen Mitteleuropas winterhart
  • White Dazzler: bis 150 cm hoch und breit, grünes Laub, willig remontierend nach Sommerrückschnitt (handelsüblich)

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Klein-Strauch
weiß
Mai
grün
dunkel-grün
gelblich
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
Amerika
Nordamerika
Mittelamerika
gut
Gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Heidegarten
für Pflanzgefäße geeignet
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren