Chelone obliqua // Schiefe Schildblume, Rachenblume, Schlangenkopf, Miesmäulchen

Familie Plantaginaceae, Wegerichgewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Chelone obliqua
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Chelone obliqua: Die Schiefe Schildblume besiedelt in der Osthälfte der USA sonnige bis halbschattige Randstrukturen und Lichtungen in dauerhaft frischen bis feuchten Wäldern.

Sie ist insbesondere im Umfeld von Feuchtwäldern wie Erlenbrüchen und Auwäldern aller Art sowie in offenen, gerne anmoorigen Sümpfen anzutreffen.

Chelone obliqua wächst bevorzugt auf kalkärmeren, relativ nahrhaften, humusreichen Waldböden.



Chelone obliqua hat einen eigenständigen Charakter und könnte häufiger verwendet werden.

Beschreibung

Die Schildblume ist eine bis 80 bis 110 cm hohe, durch kurze Wurzelausläufer mit der Zeit flächige Horste bildende, sommergrüne Staude. Sie ist langlebig, benötigt dafür aber einige Jahre, bis sie ihr Wachstumspotenzial voll ausschöpft.

Die kräftig rosafarbenen Blüten erscheinen ausdauernd von Mitte Juli bis Anfang September. Bei genauerer Betrachtung sehen die Einzelblüten so aus, als würde ein Schlangenkopf schlechtgelaunt den Mund verziehen. Die deutschen Trivialnamen nehmen darauf in verscheidenen Variationen Bezug.

Die Blüten stehen bei Bienen und Hummeln hoch im Kurs.

Verwendungshinweise

Chelone obliqua ist eine selten verwendete, durchaus interessante Option für halbschattige Stellen in dauerfrischen bis feuchten Bereichen von Staudenpflanzungen und vor Gehölzen oder am Rand von Gewässern.

In einer klassischen, gut wasserversorgten Staudenpflanzung würde man sie v.a. mit Hohem Stauden-Phlox, Kerzen-Knöterich, Gelenkblume, niedrigeren Sorten des Geflecktem Wasserdost und Rohr-Pfeifengras kombinieren.

Kultur

Auf dauerhaft feuchten Standorten sind auch vollsonnige Lagen möglich. Trockenphasen verträgt die Art ohne Vitalitätseinbußen nur kurzzeitig und ausnahmsweise. Ansonsten ist sie aber robust und durchsetzungsfähig.

In sehr schattigen Lagen leidet die Standfestigkeit. Wo dies passiert, kann man im Frühling einen leichten Rückschnitt vornehmen, um die Höhenentwicklung zugunsten verzweigt-buschiger Wuchsformen zu reduzieren.

Wo die Bedingungen zusagen, versamt sich die Art, wird aber nicht lästig. Ansonsten sind die Teilung der breitwüchsigen Horste oder auch ausgereifte Triebstecklinge probate Vermehrungswege.

Sorten:
  • Alba: mit weißen Blüten

Bilder









Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
rosa
pink
Juli
August
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren