Cytisus purpureus (Chamaecytisus purpureus) / Purpurroter Geißklee

Chamaecytisus_purpureus_purpurroter_gei%c3%9fklee_11 Familie Fabaceae, Schmetterlingsblütler
Pflanzen pro qm 4.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Cytisus purpureus: Der Purpurrote Geißklee kommt vom italienischen und österreichischen Südrand der Alpen bis zum Balkan vor. Er steigt hier von den Gebirgsfüßen bis in knapp 1.000 m Höhe auf. In der Schweiz gibt es ein isoliertes Vorkommen am Genfer See.

In Deutschland finden sich neophytische Einzelfunde in den Mittelgebirgen und auch in Osteuropa ist er vereinzelt verwildert.



Cytisus purpureus am sonnigen Gehölzrand

Cytisus purpureus wächst auf felsigen Hängen im Offenland, in lichten Gebüschen und an süd-exponierten Waldrändern.

Die Substrate sind skelettreich-durchlässig und dadurch relativ trocken bis frisch, dann aber zumindest sommertrocken. Cytisus purpureus kommt meist auf kalk- und basenreichen, stickstoffarmen Standorten vor.

Beschreibung

Der Purpurrote Geißklee ist ein flach ausgebreiteter Zwergstrauch, der im Alter an guten Standorten bis 70 cm Höhe und 100 (120) cm Breite entwickelt. Die kaum verzweigten Triebe wachsen bogig-niederliegend.

Im Mai/Juni entwickelt Cytisus purpureus einen reichen Blütenflor aus pinken bis purpurroten, gelegentlich auch fast weißen Schmetterlingsblüten.

Verwendungshinweise

Die Art kommt hat einen etwas unruhigen Habitus und ist außerhalb der Blütezeit sehr unauffällig. Der überreiche Blütenflor ist dagegen fast ein wenig aufdringlich.

Sinnvoll eingesetzt ist dieser Geißklee vorrangig in weiträumigen Alpinarien und Felssteppenanlagen, wo er am Besten von großen Felsblöcken herabhängend eingesetzt werden kann.

Weniger aufdringlich wirkt die Art in mediterranen, einschürigen Trockenwiesen, wo sie nach dem Rückschnitt von der Basis willig wieder austreibt und einen zierlich-aufrechten Habitus entwickelt.

Kultur

Cytisus purpureus bevorzugt warme Lagen und ist gut hitze- und trockenheitsverträglich.

Auf zusätzlich nährstoffarmen und basenreichen Standorten ist die Art ausreichend konkurrenzfähig gegen Wildkräuter und dann auch eine Option für gepflegte öffentliche Grünanlagen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
rundlich
rosa
pink
Mai
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
befriedigend
Pflegeaufwand (an geeigneten Standorten)
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren