Chamaecyparis lawsoniana / Lawsons Scheinzypresse

892-2 Familie Cupressaceae
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Chamaecyparis lawsoniana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Chamaecyparis lawsoniana stammt aus Wäldern der Pazifik-Küste im nördlichen Kalifornien und im südlichen Oregon. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist damit sehr klein und reicht von den Tieflagen bis in die hochmontane Stufe.

Lawsons Scheinzypresse  gedeiht hier auf allen nährstoffreichen, frischen bis feuchten und gut durchlässigen Böden in kühlen, luftfeuchten Lagen.

Die Art bildet zusammen mit anderen Nadelbäumen (v.a. Abies concolor, Tsuga heterophylla, Picea sitchensis, Sequoia sempervirens) die Baumschicht in Klimax-Nadelwäldern. Bevorzugte Standorte sind Sickertäler von Berghängen und Muldenlagen mit topografisch bedingtem Wasserzufluss.

Der Jungwuchs der Art harrt häufig Jahrzehnte im Schatten alter Nadelbaumbestände aus und kann bei verbessertem Lichtgenuss (z.B. nach Windwurf der Altbäume) sehr rasch in die Höhe wachsen.

Beschreibung

Die Stammform der immergrünen, sehr langlebigen Scheinzypresse ist ein in Mitteleuropa bis 30 m hoher und etwa 10 m breiter, kegelförmiger Groß-Baum. Am Naturstandort erreicht die Art bis zu 60 (70) m Höhe.

Die Blüte im März/April ist unscheinbar. Die Zapfen sind im frischen Zustand blau-grün, im verholzten Zustand braun.

Das Wurzelsystem ist horizontal weitstreichend, eine Pfahlwurzel fehlt.

Verwendungshinweise

In mitteleuropäischen Gärten und Parks wird die Art als Standard-Konifere v.a. in den unzähligen, meist schwachwüchsigeren Auslesen häufig verwendet.

Die inflationäre Verwendung dieser Art in meist lieblosen Zusammenhängen macht einen Einsatz in anspruchsvollen Konzepten sehr schwierig.

In repräsentativen Anlagen könnnen gut geschnittene Heckenalemente einen ansprechenden Rahmen setzen. 

In Parkanlagen sind vitale Solitäre natürlich ebenfalls sinnvoll eingsetzt.

Kultur

Chamaecyparis lawsoniana ist sehr anspruchslos und kann nahezu unter allen Standortbedingungen eingesetzt werden. Lediglich trocken-warme, sonnige Lagen sollten vermieden werden. Die Art ist außerdem etwas windwurfanfällig.

Die Preisangaben beziehen sich auf schwachwüchsige Auslesen. Die botanische Art ist seltener im Handel und günstiger. Ausgesprochene Zwergformen sind deutlich teurer und in den größeren Qualitäten nicht erhältlich.

Sorten (Auswahl der handelsüblichsten Sorten):
  • Alumii: 12 m hoch, 4 m breit, blau-grünes Laub (Standard-Sorte für Hecken)
  • Alumniigold: 7m hoch, 3m breit,  gelblich-grünes, nach innen vergrünendes, leicht bläulich bereiftes Laub
  • Blom: 4 m hohe, 1,5 m breite Zwergform, grau-blaues Laub
  • Blue Surprise: 3,5 m hohe, 1,5 m breite Zwergform, grau-blaues, silbrig bereiftes Laub
  • Columnaris: 10 m hohe, 2 m breite Säulenform, blau-grünes Laub
  • Elwoodii: 4 m hohe, 1,5 m breite, schwachwüchsige Säulenform, blau-graues Laub
  • Elwood´s Empire: 8 m hohe, 2 m breite Säulenform, grün-graues Laub
  • Elwood´s Gold: 3,5 m hohe, 1,5 m breite, schwachwüchsige Säulenform, gold-gelbes Laub, im Herbst vergrünend
  • Forsteckensis: 1,30 m hohe, 1,5 m breite Zwergform, grau-blaues, grünlich schimmerndes Laub
  • Glauca Spek: 10 (15) m hoch, 3-4 m breit, kräftig grünes Laub
  • Golden Wonder: 7 m hoch, 3 m breit, ganzjährig gold-gelbes/gelbes Laub
  • Green Pillar: 10 m hoch, 3 m breit, hellgrünes bis grünes Laub
  • Green Globe: 0,3 m hohe, 0,5 m breite Zwergform, dunkelgrünes Laub
  • Intertexta: 14 m hoch, 6 m breit, oliv-grünes, grau-grün bereiftes Laub
  • Ivonne: 7 m hoch, 3 m breit, hellgelbes bis grün-gelbes Laub
  • Kelleris Gold: 10 m hoch, 3 m breit, gelblich-grünes Laub
  • Lane: 8 m hohe, 2,5 m breite Säulenform, ganzjährig goldgelbes/gelbes Laub
  • Minima Glauca: 2m hohe, 2 m breite Zwergform, blau-grünes Laub
  • Romana: 6 m hoch, 3 m breit, leuchtend gelbes Laub
  • Silver Queen: 10 m hoch, 5 m breit, grau-grünes, leicht silbrig bereiftes Laub
  • Snow White: 3,5 m hoch, 1,5 m breit, Zwergform mit grau-blauem Laub
  • Stardust: 7 m hoch, 3 m breit, hellgebles bis grün-gelbes Laub
  • Stewartii: 12 m hoch, 4 m breit, gold-gelbes/gelblich-grünes, leicht vergrünendes Laub
  • Triomf van Boskoop: 18 m hoch, 4,5 m breit, blau-grünes- silbrig bereiftes LAub
  • Van Pelt´s Blue: 8 m hohe, 2 m breite Säulenform, dunkel-blau-grünes, silbrig bereiftes Laub
  • White Spot: 5 m hoch, 2 m breit, bläulich-grünes Laub, im Sommer vergrünend

Bilder





892-2


893-1


890-1
[Golden Wonder]


889-2
[Golden Wonder]


894-1
[Minima Glauca]

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
Großbäume
säulenartig
grün
violett
bräunlich/schwarz
grün
hellgrün
dunkel-grün
blau-grün
grau-grün
gelblich
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Schnitthecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald