Chaenomeles japonica / Japanische Zierquitte

Chaenomeles japonica japanische zierquitte 11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Chaenomeles japonica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Chaenomeles japonica: Die Japanische Zierquitte wächst in Japan und auf der Koreanischen Halbinsel. In weiten Teilen des gemäßigten Europas, Teilen der östlichen USA und in Zentral-Asien ist sie eingebürgert. Auch in Deutschland und der Schweiz tritt sie verwildert im Siedlungsumfeld auf.

Chaenomeles japonica wächst an sonnigen bis absonnigen Waldrändern.

Sie gedeiht bevorzugt auf mäßig trockenen bis feuchten, immer skelettreichen und durchlässigen, eher basenärmeren Böden.



Problemlöser für den mäßig trockenen Halbschatten im pflegefreien Abstandsgrün: Japanische Zierquitte und Balkan-Storchschnabel

Beschreibung: Die Japanische Zierquitte ist ein im Alter bis 120 cm hoher und bis 150 cm breiter, sommegrüner Kleinstrauch. Er bildet zum Schutz vor Verbiss Dornen aus.

Die leuchtend roten Blüten erscheinen im April/Mai kurz vor dem Austrieb der Laubblätter. Die gelblichen, bis 4 cm großen Früchte sind bis in den Frühwinter hinein zierend.

Die Früchte sind zudem essbar und ähnlich wie die Echte Quitte zubereitet werden. Zur Fruchtreife im Herbst verströmen sie einen intensiven, honigartigen Duft. Roh schmecken sie sauer bis bitter und die zahlreichen Fruchtkerne sind leicht giftig. Als gekochte Zubereitung für Gelees und Marmeladen verliert sich die saure Bitterkeit zugunsten einer zitronigen Note und auch die Giftwirkung der Samen schwindet.

Erntet man nach den ersten Frösten, entfaltet sich das Aroma nochmals intensiver. Die Früchte verlieren dann allerdings ihre ansonsten gute Lagerfähigkeit und müssen zeitnah verarbeitet werden.

Bei vielen Kulturformen dürfte die seltener eingesetzte Chinesische Zierquitte (Chaenomeles speciosa) zumindest einige genetische Anteile beigesteuert haben. Diese Hybriden (Chaenomeles x superba) sind oftmals wüchsiger und können bis 200 cm hoch werden.



Klassischer Einsatzbereich in einer öffentlichen Grünanlage mit einer Unterpflanzung aus Carex sylvatica

Verwendungshinweise: Chaenomeles japonica ist in ihrer Wirkung stark durch die häufige Verwendung in anspruchslosen Grünanlagen belastet und daher nur mit viel Kreativität in gartenarchitektonisch anspruchsvolle Konzepte integrierbar.

Für pflegeextensive Grünanlagen und Straßenbegleitgrün (auch Kübelbepflanzungen) ist die Art jedoch eine gute Option.

Aufgrund des auffälligen Blühaspekts und des kompakten Wuchses ist die Art natürlich auch für Terrassengärten und größere Balkone oder Innenhöfe geeignet. Hier hat Chaenomeles japonica aber wegen der oben genannten Vorbelastungen eher Liebhaberwert.

Einen gewissen Reiz entwickelt die Art als Spalierstrauch, da hier das gewohnte Bild durchbrochen wird. Dies gilt generell auch für die seltener verwendeten weißen Sorten.



In betont repräsentativen Anlagen kann man einen anderen Blick auf die Japanische Zierquitte entwickeln.

Kultur: Chaenomeles japonica ist vollkommen winterhart und sehr anspruchslos unter nahezu allen Standortbedingungen einsetzbar. Durch die relative Schattenverträglichkeit kann die Art in sonnigen Pflanzflächen auch im Unterstand von Normal- und sogar Großssträuchern eingesetzt werden. Am wohlsten fühlt sie sich jedoch auf mittleren bis kräftigen Lehmböden in halbschattigen bis sonnigen Lagen.

Stark alkalische Böden bekommen der Japanischen Zierquitte nicht so gut.

Im Alter wird die Art im Laub sehr dicht und hat dann bodendeckende Qualitäten, die kaum noch Wildkräuter aufkommen lässt. Für die Blütenfülle und einen reichen Fruchtansatz ist es hilfreich, ältere Triebe immer mal wieder bodengleich zurückzunehmen. Der Schnit erfolgt idealerweise direkt nach der Blüte um den Austrieb von Jungtrieben zu fördern.



'Geisha Girl' ist eine zierliche Farbvariation des Zierquitten-Themas.

Sorten:
  • Cido: dornenlose Auslese, die Blüten tendieren farblich zum kräftigen Lachsrosa, hoher Fruchtansatz mit hoher Fruchtsaftausbeute, benötigt zweite Bestäubersorte für den Fruchtansatz
  • Geisha Girl: Höhe bis 80 cm, Breite bis 100 cm, art apricot
  • Issai Red: Höhe bis 80 cm, Breite bis 100 cm, flächige Wirkung durch rasche Ausläuferbildung, rote Blüte
  • Issai White: Höhe bis 80 cm, Breite bis 100 cm, flächige Wirkung durch rasche Ausläuferbildung, weiße Blüte

Bilder





Chaenomeles japonica japanische zierquitte 11


Chaenomeles japonica japanische zierquitte 20.04.20181


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Chaenomeles japonica geisha girl (2)
Geisha Girl


Chaenomeles japonica issai white 12
Issai White


Chaenomeles japonica geisha girl 22
Geisha Girl

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Klein-Strauch
breit ausladend
weiß
orange
rot
apricot
April
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
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