Centranthus ruber

Centranthus_ruber_26 Name Rote Spornblume
Botanischer Name: Centranthus ruber
Familie Caprifoliaceae, Geißblattgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Centranthus ruber
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Albus, Coccineus, Rosenrot

Beschreibung

Naturstandort von Centranthus ruber: Die Rote Spornblume ist eine deutlich mediterran verbreitete Art mäßig trockener bis frischer, kalkreicher Fels- und Mauerfluren (Karte der Gesamtverbreitung).



"Naturstandort" auf Sizilien in einer mit erdreich hinterfüllten Mauer.

In Mitteleuropa ist sie ein stellenweise eingebürgerter Neophyt und kommt in den süd-west-deutschen Wärmegebieten sowie in Großstädten in süd-exponierten, mäßig nahrhaften Mauergesellschaften vor.

Sie ist hier gelegentlich mit anderen mediterranen Neophyten wie Mauer-Zymbelkraut (Cymbalaria muralis), Gelbem Lerchensporn (Corydalis lutea), Goldlack (Erysmium cheiri) oder Spanischem Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) vergesellschaftet. Gerne bildet sie aber Reinbestände. Am Fuß solcher warmen Mauern findet man gelegentlich sogar verwilderte Feigen (Ficus carica).

Die Rote Spornblume hat einen atlantischen Verbreitungsschwerpunkt, in denen ihr die milden Winter und auf den feinerdearmen, schlecht wasserhaltenden Mauerstandorten auch die regelmäßigen Sommer-Niederschläge entgegen kommen. Denn echte Trockenstandorte meidet sie.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (8)  Kontinentalität (3)  Feuchte (6)  Reaktion (8)  Stickstoff (5)



Centranthus ruber 'Coccineus' straßenbegleitend im Kiesbeet mit Phlomis russeliana

Beschreibung

Centranthus ruber ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht etwa 60 cm Wuchshöhe. Die aufrechten Stengel verholzen an der Basis. Das Laub ist mehr oder weniger blaustichig und etwas fleischig/halb-sukkulent.

Die blass rosa-roten Blüten stehen in rundlichen Trugdolgen. Die Blütezeit erstreckt sich ausdauernd von Mitte Juni bis Anfang September.

Die ersten Samen entstehen bereits mitten in der Blütenphase und fallen rasch ab. Sie stehen einzeln und entwickeln einen schirmartigen Pappus, der für eine effektive und weiträumige Windverbreitung sorgt.

Ähnlich ist die viel seltener eingesetzte, bis in die Schweizer Alpen nach Norden vordringende Schmalblättrige Spornblume (Centranthus angustifolius).

Verwendungshinweise

Die Rote Spornblume wird häufig in vielfältigsten Gartensituationen eingesetzt. Sie ist dennoch eine schöne Wahl für mäßig trockene, durchlässige, sonnige, basenreiche Standorte. Am Besten kommt sie in Verbindung mit felsigen oder schottrigen Substraten und an sonnigen Mauern zur Geltung.

Die Etablierung in erdhinterfüllten Trockenmauern gelingt meist nur über Saatgut, da sich nur über die Keimlinge das Verhältnis von Wurzel- zu Blattmasse den standörtlichen Erfordernissen anpassen kann.



'Albus' auf einem sandigen Schotterhügel mit Tamariske im Hintergrund

Kultur

Centranthus ruber ist an sonnig-warmen Standorten robust und funktioniert sehr zuverlässig. Sie ist hitzeverträglich und sommerliche Trockenphasen beeindrucken sie nach der Etablierung nicht weiter.

In winterrauhen Regionen empfehlen sich vor Nord-Ost-Winden geschützte Standorte.

V.a. auf vegetationsarmen Kies- und Schotterflächen versamt sie sich willig, wird aber nicht lästig.



'Coccineus' und 'Albus' harmonieren farblich sehr schön.

Sorten:

  • Albus: mit weißen Blüten, etwas niedriger als die rosa/roten Formen
  • Coccineus: mit kräftig-leuchtenden, karmin-roten Blüten (Standardsorte)
  • Rosenrot: kräftig rosa Blüten

Bilder





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Coccineus


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Albus


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Albus


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Albus


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Coccineus


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Coccineus


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Coccineus

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rot
rosa
Juni
Juli
August
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
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