Carum carvi // Wiesen-Kümmel

Familie Apiaceae, Doldengewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Carum carvi
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Carum carvi: Der Wiesenkümmel ist in ganz Europa bis nach Sibirien und weiten Teilen des asiatischen Kontinents verbreitet. Seine Vorkomensschwerpunkte liegen in kühleren, in südlicheren Breitengarden in den höheren Gebirgslagen (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland sind v.a. die Mittelgebirgsregionen und der Alpenraum sowie die Nordseeküsten dicht besiedelt. In der übrigen deutschen Tiefebene ist er sehr lückig verbreitet und stellenweise zudem stark rückläufig.

Carum carvi ist eine Kennart der mäßig gedüngten, frischen Wirtschaftswiesen.

Die ausgesprochen lichtliebende Art ist gegenüber der Bodenreaktion tolerant und besiedelt alkalisch wie saure Substrate.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (4)  Kontinentalität (5)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (6)



Carum carvi im Kräuterbeet zusammen mit Salvia officinalis

Beschreibung

Carum carvi ist eine sommergrüne Zweijährige oder kurzebige Staude. Sie erreicht je nach Standortgunst Wuchshöhen zwischen 40 und 80 (120) cm.

Die weißen Doldenblüten erscheinen ab Ende April und den Mai hindurch.

Das rein-grüne Laub ist fein gefiedert.

Sowohl die Samen, als auch das Laub werden als Küchengewürz verwendet und gelten als eine der ältesten Kulturpflanzen der Menscheit.



Optisch ist der Wiesen-Kümmel ein Doldenblütler unter vielen.

Verwendungshinweise

Carum carvi ähnelt einer Reihe von häufigen Doldenblütlern wie z.B. der Wiesenkerbel und hat insofern keine übermäßig prägnante Zierwirkung.

In der Gartenkultur spielt die Art natürlich in erster Line in Bauern- und Kräutergärten eine gewisse Rolle und ist hier auch in jeder Beziehung sinnvoll aufgehoben.

Für betont naturhafte, relativ nahrhafte Kräuter-Wiesen ist er ebenfalls eine interessante, mindestens brauchbare Ergänzung. Am Naturstandort sieht man ihn z.B. häufig mit gartenwürdigen Begleitern wie Achillea millefolium, Ajuga reptans, Centaurea jacea, Campanula patula oder auch Alchemilla vulgaris verbandelt. Die in Wirtschaftswiesen dominierenden Futtergräser sind für die Gartenverwendung dagegen nicht die idealen Lösungen. Man kann aber ohne Glaubwürdigkeitsverluste auf die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) zurückgreifen und auch das leider etwas arg versamungsfreudige Wollige Honiggras (Holcus lanatus) ist geeignet.

Kultur

Carum carvi hält sich an sonnigen, nicht austrocknenden Wiesenstandorten trotz seiner Kurzlebigkeit meist von selbst, weil er sich willig aussamt. Allerdings benötigt er mindestens einen bis maximal drei Wiesenschnitte im Jahr.

Im Versandhandel ist der Wiesen-Kümmel sicher erhältlich. Für größere Flächen bietet sich aber auch die Direktaussat an. In bestehenden Wiesen sollten die Samen unbedingt Starthilfe durch Bodenverletzung erhalten.

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
weiß
Mai
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
frisch
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
salzhaltig
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen Einsatzbereich
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Frischwiesen
Ländlicher Garten
Klostergarten
Insektenweide
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Wiesen