Carex montana

Carex_montana_berg-segge_12 Name Berg-Segge
Botanischer Name: Carex montana
Familie Cyperaceae, Sauergräser
Pflanzen pro qm 12.00
Wikipedia Carex montana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Raureif

Beschreibung

Naturstandort von Carex montana: Die Berg-Segge kommt in fast ganz Europa bis nach Zentral-Russland von der collinen bis zur montanen Stufe der Gebirge vor. Im Tiefland tritt die Berg-Segge nur sehr selten auf (Karte der Gesamtverbreitung).

Auch in Deutschland konzentrieren sich die Vorkommen auf die Gebirgsregionen. Im Osten Brandenburgs und in der Geest Schleswig-Holsteins finden sich die einzigen nennenswerten Tieflandvorkommen. Sie ist hier aber deutlich im Rückgang befindlich, gilt aber insgesamt nicht als gefährdet.



Die kleinen Horste machen die meiste Zeit des Jahres einen adretten Eindruck.

Die Art hat ihr Schwerpunktvorkommen in der montanen Stufe in Halbtrocken- und Blaugras-Rasen.

Im Tief- und Hügelland ist sie stetiger in Flaum-Eichen-Wäldern und trockeneren Ausprägungen der Waldmeister-Hainbuchen-Wäldern sowie armer Ausprägungen von Seggen-Buchen-Wäldern anzutreffen.

Die Berg-Segge besiedelt mäßig trockene bis frische, dann meist sommertrockene und stickstoffarme, durchlässig-humose Lehmböden in sonnigen bis licht absonnigen Lagen. Die Bodenreaktion ist mehr oder weniger neutral.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (5)  Temperatur (-)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (6)  Stickstoff (3)



Der Austrieb der hell-grünen Blätter steht in schönem Kontrast zu den fast schwarzen Blütenständen.

Beschreibung

Carex montana bildet kompakte, im Mittel 25-30 cm hohe, sommergrüne Horste, die im Alter hexenringartig wachsen. Damit wird allmählich die Zerfallsphase eingeleitet.

Das Laub treibt ab Mitte März ansprechend frisch-grün aus.

Die schwarz-braunen, etwas violettstichigen Blütenstände erscheinen von Ende März bis Anfang Mai mit dem Laubaustrieb. Die schwefelgelben, sehr zierenden Staubfäden zeigen sich nur einige Tage. Im Herbst verfärben sich die Horste gelblich-strohig und manchmal weiter zu rötlich-braun.



Ab AnfangSeptember beginnt bei Carex montana die Herbstdepression, die aber nicht ohne optischen Reiz ist.

Verwendungshinweise

Die Berg-Segge ist eine verträgliche, recht gute Matrixpflanze für die naturnahe Unterpflanzung lichter Gehölzbestände oder im licht-absonnigen Regenschatten niedriger Mauern. Sie eignet sich mit etwas Bewässerung in der Etablierungsphase sogar für die Bepflanzung von Wurzeltellern alter Bäume.

Für Dachbegrünungen ist sie ebenfalls eine treffende Wahl. Für trockene, sonnige Magerwiesen käme sie zwar standörtlich ebenfalls gut in Frage, es gibt allerdings eine Vielzahl von Ziergräsern, die trocken-warme Atmosphären besser transportieren können.

In lichten Trockenwäldern sieht man sie an Naturstandorten in gartenwürdiger Kombination z.B. mit Buchsbaum, Pfirsichblättriger Glockenblume, Efeublättrigem Alpenveilchen, Lorbeer-Seidelbast oder Stinkender Nieswurz.

Der Winteraspekt der dichten, braunen Horste ist vergleichsweise ansprechend, der Austrieb der Blütenstände und der nachfolgende, hellgrüne Blattaustrieb sind dezente Frühlingsboten.

Carex montana sollte nicht zu dicht gepflanzt werden, sie kommt am Besten zur Geltung, wenn die Horste einzeln wahrnehmbar bleiben.



In älteren Beständen lösen sich die Konturen der Horste langsam auf.

Kultur

Sommertrockenheit und ausgeprägte Nährstoffarmut der Standorte fördert die Berg-Segge indirekt durch die Behinderung konkurrenzstarker Wildkräuter. An solchen Standorten ist Carex montana recht pflegeleicht.

Gegenüber Bodenverdichtung und Wurzeldruck ist die Art tolerant.

Auch an die Lichtbedingungen werden geringe Ansprüche gestellt. Geeignet sind vollsonnige bis licht schattige Situationen.

Sorten:

  • Raureif: Laub mit zartem weißen Außenstreifen, nur bis 20 cm hoch, elegant-kühle Farbwirkung

Bilder





Carex_montana_berg-segge_12


Carex_montana_berg-segge_1060146


Carex_montana_bergsegge_p1080156


Carex_montana_berg-segge_23


Carex_montana_berg-segge_22

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
15-30 cm Höhe
bräunlich/schwarz
März
April
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren