Carex humilis // Erd-Segge, Zwerg-Segge

Familie Cyperaceae, Sauergräser
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Carex humilis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Carex humilis

Die Erdsegge ist eine wärmeliebende, vorrangig im Süden und Südosten Europas vorkommende Art. In Asien hat Carex humilis große Verbreitungslücken, erreicht aber nach Osten die Pazifikküste Chinas sowie Japa.

In Deutschland ist das Verbreitungsgebiet auf die Mittelgebirgesregionen beschränkt, vereinzelte Vorkommen finden sich noch entlang von Havel und Oder. In der Schweiz hat Carex humilis Verbreitungsschwerpunkte in den großen Alpentälern und am Fuß des Juras. Im Mittelland und in den Voralpen kommt sie zerstreut vor.



An steilen Hängen kommt das lange, überhängige Laub am Besten zur Geltung.

Die Erd-Segge besiedelt vorrangig basenreiche und stickstoffarme Trockenrasen auf durchlässigen Lehmböden, gedeiht aber auch in montanen Schneeheide-Kiefernwäldern und lichten Stellen von Flaum-Eichenwäldern. 

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (5)  Feuchte (2)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

Beschreibung
Die sommergrüne, in milden Wintern auch mehr oder weniger wintergrüne Carex humilis bildet 10 bis 20 cm hohe, dichte Horste, die im Alter oft ringförmig werden. Dieses Stadium leitet die Verfallsphase ein.

Das Laub ist grau-gün und an den Rändern auffallend rauh. Es wächst im Verlauf der Vegetationsperiode lang und bogig überhängend.

Die dunkel-braunen Blüten, die bei den männlichen Blüten von den fahl-gelben Staubgefäßen ansprechend verziert werden, erscheinen von Ende März bis Anfang Mai. Die Blütenstände sind von hohem Wiedererkennungswert.

Verwendungshinweise
Die Erd-Segge ist ein eher unauffälliger Begleiter in trocken-warmen, nährstoffarmen Wiesen und naturhaften Säumen. Die Berg-Segge mit ähnlichen Kulturansprüchen ist gartenkulturell aufgrund des frisch-grünen Austriebs die in der Regel zu favorisierende Alternative.

Die kleinen Horste machen während der Vegetationsperiode einen durchweg gepflegten Eindruck und stören auch im Winterhalbjahr nicht. Der überhängende Wuchs kommt besonders an erhöhten Standorten zur Geltung.



Sehr alter Bestand mit abgestorbenen Horsten.

Entsprechend weiß sie v.a. in trocken-warmen, steppenartigen Alpinarien zu überzeugen. In Inneralpinen Felsensteppen wird sie an Naturstandorten z.B. vom Haar-Pfriemengras, Österreichischem Lein, Frühlings-Lichtblume, Steinbrech-Felsennelke oder dem Frühblühendem Thymian begleitet.

Eine weitere sinnfällige Einsatzmöglichkeit sind Dachbegrünungen.



In der ersten Juni-Hälfte erreicht das Laub langsam die Länge, um den charakteristisch-überhängenden Habitus zu zeigen.

Kultur
Soweit die extremen Standortbedingungen eingehalten werden, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

Im Handel ist die Art mit etwas Engagement bezugsfähig.

Sorten:
  • Hexe: wie die Art, etwas wüchsiger
  • Bilder


















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Gras
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    15-30 cm Höhe
    hell-gelb
    bräunlich/schwarz
    April
    grün
    grau-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    trocken
    mäßig trocken
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
    sehr arme Böden
    arme Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Hügelland (collin)
    befriedigend
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Steppenrasen
    Submediterrane Halbtrockenrasen
    Alpine Felsfluren Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder
    Kalk
    Staudenfluren trockenwarmer Standorte
    Bergheiden
    Wacholdergebüsche
    Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
    Eichenwälder
    Felshang Flaumeichenwälder
    Nadelwälder
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    Gründächer
    Substratstärke 8-15 cm
    Substratstärke über 15 cm
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Wiese/Prärie
    Nebensortiment
    sommergrün
    Felssteppen
    Steppen
    Gehölzrand/Staudenfluren