Carex alba // Weiße Segge

Familie Cyperaceae, Sauergräser
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Carex alba
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Carex alba:

Die Weiße Segge wächst in Gebirgsregionen Europas von den Pyrenäen bis zu den Alpen, dem Balkan und nach Osten über Zentralasien bis Sibirien.

In Deutschland kommt sie nur in den süddeutschen Mittelgebirgen und in den Alpen vor. In der Rhön besteht zudem ein isoliertes Vorkommen. In der Schweiz findet man sie mit Ausnahme der Hochlagen der Alpen in allen Naturräumen mehr oder weniger häufig.



Bestand von Carex alba unter alten Buchen.

Carex alba bevorzugt halbschattige, basenreiche mäßig trockene bis frische Waldstandorte. Entscheidendes Standortkriterium ist eine ausgeprägte Stickstoffarmut.

In Mitteleuropa ist sie eine Kennart der basenreichen, ausgesprochen stickstoffarmen Schneeheide-Kiefern-Wälder.

Sie kommt hier aber auch stetig in grundwasserfernen Eichen-Hainbuchenwäldern oder lichteren, wärmebegünstigten Bereichen von Orchideen-Buchen-Wäldern vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (5)  Temperatur (5)  Kontinentalität (7)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (2)

Charakteristisch sind die langen, dünnen Blätter, die mähnenartige Strukturen entwickeln:



Beschreibung: Die sommergrüne, in milden Wintern/Lagen auch halb-wintergrüne Carex alba bildet durch kurze bis mittellange Ausläufer mit der Zeit lockere, etwa 25 cm hohe, meist bultige Rasen.

Der Blattaustrieb ist frisch-grün, im Sommer neigen die Blätter v.a. in sonnigen oder trockeneren Lagen zu braunen Spitzen. Mit den ersten Frösten nehmen die Blätter ockerfarbene Tönungen an und vergehen während der ersten ernsthaften Frostphase.

Die grünliche Blüte im Mai ist unscheinbar.

Verwendungshinweise: Da die Weiße Segge sommerliche Trockenphasen unbeschadet übersteht und lichten Schatten sowie Wurzeldruck gut verträgt, ist sie eine Lösung für die Unterpflanzung von Gehölzbeständen trockener und nährstoffarmer Böden, auf denen nur wenige Alternativen zur Verfügung stehen.

Etwas erhöhte Wuchsorte kommen aufgrund der überhängenden Wuchsweise dem Erscheinungsbild entgegen.

Die Bestände wirken ansonsten oft struppig und zumindest bei Einsatz der Wildform ist der gärtnerische Wille nicht immer sicher erkennbar. Allerdings treibt die Art schon im Februar wieder aus. Rückt man unansehnlichen Winterbeständen mit einem hoch eingestellten Rasenmäher zu Leibe, hat man bereits sehr früh im Jahr hoffnungsvolle, frisch-grüne und ordentliche Flächen.

Ohne solchen Aufwand immer ordentlich wirkt dagegen die ansonsten ähnliche, ebenfalls sommergrüne Berg-Segge, mit der sie auch am Naturstand oft vergesellschaftet ist.



Bestände von Carex alba machen nicht selten einen etwas struppigen Eindruck.

Kultur: Für pflegeleichte Pflanzungen ist die Nährstoffarmut des Standortes entscheidend, da Carex alba nur dann gegenüber Wildkrautaufkommen ausreichend konkurrenzfähig ist.

Gelegentlicher Trockenstress ist unproblematisch, im Gegenteil  fördert er die Konkurrenzfähigkeit. Auch bezüglich der Lichtbedingungen ist die Weiße Segge sehr tolerant und gedeiht auf sonnigen bis absonnigen, sogar noch in relativ schattigen Lagen.

Sorten:
  • Frosted Curls: silbrig-grünes Laub
  • Variegata: weißer Austrieb im Frühjahr, später vergrünend
  • Bilder















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Gras
    bodendeckend
    15-30 cm Höhe
    grünlich-weiß
    Mai
    grün
    hellgrün
    grau-grün
    weiß
    panaschiert
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    sonnig
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
    sehr arme Böden
    arme Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    ausgeprägte Warmlage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Nordeuropa
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Asien
    Sibirien
    Liebhaberpflanze
    Gering
    Geselligkeit
    aspektbildender Flächenfüller
    strukturbildende Matrixpflanze
    verträglich
    Steppenrasen
    Alpine Felsfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
    Kalk
    Wacholdergebüsche
    Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
    Laubwälder
    Buchenwälder
    Moderbuchenwälder
    Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
    Montane Buchenwälder
    Eichenwälder
    Nadelwälder
    Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nebensortiment
    sommergrün
    Gehölz/Wald
    Felssteppen
    Gehölzrand/Staudenfluren