Cardamine heptaphylla / Fieder-Zahnwurz

Cardamine_heptaphylla_fieder-zahnwurz_11 Familie Brassicaceae, Kreuzblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Cardamine heptaphylla
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Cardamine heptaphylla

Die Fieder-Zahnwurz kommt in montanen Regionen von den Alpen bis in die Pyrenäen in Bergwäldern in schattigen Lagen vor.

In Deutschland stößt die Art im südlichen Schwarzwald an ihre nördliche Verbreitungsgrenze.



Ein gigantischer Horst. Cardamine heptaphylla im Optimal-Zustand

Cardamine heptaphylla ist eine Kennart des Fieder-Zahnwurz-Buchenwaldes und wächst auf dauerfrischen, humusreichen, mäßig stickstoffreichen Kalk-Skelett-Böden.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (3)  Temperatur (5)  Kontinentalität (2)  Feuchte (5)  Reaktion (8)  Stickstoff (6)

Die Fieder-Zahnwurz behauptet sich auch direkt unter Sträuchern:



Beschreibung

Die Fieder-Zahnwurz ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie wächst mit einem langsam kriechenden Rhizom mit der Zeit sichtbar in die Breite.

Sie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 cm, benötigt aber einige Jahre, bis die ganze Wuchskraft erreicht wird.

Die früh austreibenden, hellgrünen, gefiederten Blätter sind charakteristisch und strukturell sehr bereichernd. Der weiße Blütenflor erscheint reich ab Mitte März bis Ende April.

Brut-Bulbillen wie die Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera) bildet sie nicht aus.

Verwendungshinweise

Cardamine heptaphylla wird erstaunlich selten verwendet, dabei sind alte, wuchtige Horste ein faszinierender Anblick. Sicher, bis es soweit ist, vergeht Zeit. Aber selbst weniger kräftige Exemplare sind eine Bereicherung für jeden Waldgarten.

Schon die Struktur des Laubes ist zierend, die leuchtend weißen Blüten sind im Schatten der Bäume perfekte Lichtpunkte.

Für naturnahe, felsige Wald-Situationen, die Unterpflanzung von Groß-Sträuchern und Parkbaumbeständen sowie für Säume im kühlen Schatten von alten Mauern und Gebäudeteilen muss man sie zumindest in Betracht ziehen.

Leider wird sie nur selten gehandelt, selbst Saatgut ist nicht immer zu bekommen.



Auch zwischen mittelhohen, wintergrünen Waldgräsern wie die durchaus in die Breite tendierende Wald-Marbel lässt sie sich kaum verdrängen.

Kultur

An zusagenden Standorten breitet sich die Art durch Selbstaussaat aus, wird aber nie lästig.

Aufgrund ihrer Schatten- und Wurzeldruckverträglichkeit kann sich Cardamine heptaphylla an entsprechenden Standorten recht gut eigenständig gegen Konkurrenzstauden und Wildkräuter behaupten.

Bilder





Cardamine_heptaphylla_fieder-zahnwurz_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
grün
rosé-weiß
März
April
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren