Canna indica (Canna edulis) / Indisches Blumenrohr, Essbare Canna

Familie Cannaceae, Blumenrohrgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Canna indica (Canna edulis)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Canna indica: Das Indische Blumenrohr stammt ursprünglich aus dem tropischen und subtropischen Süd- und Mittelamerika sowie den US-Südstaaten. Es ist im Zuge der jarhundertelangen Zierpflanzennutzung aber in fast allen tropischen und subtropischen Regionen der Erde eingebürgert.

Canna indica besiedelt vorrangig sonnige, dauerhaft frische Uferzonen von Flüssen und Bächen oder auch sickerfeuchte Hänge auf nahrhaft-humosen, sandig-lehmigen Böden.

Im Handel finden sich überwiegend verschiedene Hybridformen u.a. mit Canna speciosa.



Neophytischer Bestand der Wildform oder der Wildform zumindest sehr nahe stehenden Form auf Madeira in einer sickerfeuchten, halbschattigen Schlucht.

Beschreibung

Das Indisches Blumenrohr ist in Mitteleuropa eine sommergrüne, nicht frostharte Staude. Sie zeichnet sich durch einen straff aufrechten, unverzweigten Wuchs und sehr große Blätter aus. Sie erreicht im Laufe des Sommers 100 bis 150 cm, unter idealen Bedingungen auch bis zu 200 cm Höhe. Über kurze Ausläufer entwickeln sich im Laufe der Zeit flächige Bestände.



Barocke Rabatten mit Exotik aufzuladen ist eine der ältesten Aufgaben der Blumenrohre. Hier hat sich 'Steller Blut' dem gestellt.

Die roten Blüten der Wildart erscheinen ausdauernd vom Hochsommer bis zum ersten leichten Nachtfrost. Bei Vorkultur im Gewächshaus oder Wohnraum können sie schon Mitte Juni Blüten ansetzen.

Es gibt unzählige Hybride in einer Vielzahl von Farbtönen und Farb-Kombinationen von Weiß über Gelb, Orange zu Rot. Die meisten Hybride haben die elegante, schlanke Blütenform der Stammart verloren und weisen amorphe Blütenbüschel auf.

Die Knollen sind essbar, überzeugen aber aufgrund der faserigen Struktur weniger als z.B. Topinambur.



'Lucifer' ist eine der besonders plakativen zweifarbigen Sorten.

Verwendungshinweise

Das Indische Blumenrohr wird recht häufig als einjährige Sommerblume in Pflanzgefäßen, Zierrabatten und Vorgärten verwendet.

Canna indica bringt exotische Formen in Terrasen- und Balkongärten, hat seinen Überraschungseffekt aber durch die häufige Verwendung schon länger eingebüßt.



Samenstände

Kultur

Generell ist das Indische Blumenrohr eine ausdauernde Pflanze, deren Wurzelknollen nach den ersten Nachtfrösten im Herbst recht problemlos bei 5 bis max. 10 Grad und dunkel überwintert werden können. Die Knollen dürfen nicht austrocknen und werden am Besten in lockerem Pflanzsubstrat gehältert. An Standorten mit bewegter Luft wird Schimmelbildung gut vorgebeugt.

Die Vorkultur kann bereits ab Mitte/Ende Januar wieder aufgenommen werden.



'King Midas' bietet gesprenkelte Blüten an, die Assoziationen an die Goldene Inkalilie wecken.

Sorten (Hybridformen):

rote Blüten

orangene Blüten

gelbe Blüten

lachsfarbene Blüten

rosa Blüten

zweifarbige Blüten

rotlaubige Sorten
  • La Glorie: lachs-orangene Blüten, dunkel-grünes, bräunlich-rot überlaufenes Laub
  • Red King Humbert: orange-rote Blüten und dunkel violett-rot überlaufenes Laub
  • Steller Blut: orangene Blüten und oliv-grünes, tief rot-violett überlaufenes Laub
  • Wyoming: gelb-orangene Blüten und oliv-grünes, tief rot-violett überlaufenes Laub

Bilder






Abendstern



Almenrausch



Aphrodite



Brilliant



Edelgard



Favorit



Felix



Feuerzauber



Gaiety



Golden Gate



Herkules



Hungarica



Italia



King Midas



Königin Charlotte



La Glorie



Liberation



Liebesglut



Lucifer



Orange



Phylomena



President



Professor Lorenz



Puck



Red King Humbert



Richard Wallace



Rosenkavalier



Schwäbische Heimat



Steller Blut



Steller Blut



Troll



Tyrol



Verdi



Wyoming















Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
100-150 cm Höhe
weiß
hell-gelb
gelb
orange
rot
rosa
rosé-weiß
apricot
Juli
August
September
grün
rötlich
bräunlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
subtropische Klimate
tropische Klimate
Warmlagen
Amerika
Südamerika
Mittelamerika
Liebhaberpflanze
Sehr hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Gehölzrand/Staudenfluren