Campanula carpatica / Karpaten-Glockenblume

Campanula_carpatica_karpaten-glockenblume_11 Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Campanula carpatica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Campanula carpatica: Die Karpaten-Glockenblume kommt endemisch in den Karpaten und der Hohen Tatra vor. Im nördlichen Italien und Norwegen gibt es unbeständige neophytische Populationen und in England gilt Campanula carpatica als eingebürgert.



Campanula carpatica wird in der Regel sonnig im Vordergrund von Staudenbeeten kultiviert.

Campanula carpatica wächst in halbschattigen bis licht schattigen Wäldern der Kalkgebirge und an sonnenabgewandten Kalk-Felswänden. Die Waldstandorte zeichnen sich durch humusreiche Schotterboden-Auflagen über Kalkfelsen aus. In Felswänden wächst die Art auch in praktisch substratfreien Felsspalten.

Die Standorte sind neutral bis stark alkalisch und mäßig nahrhaft. Aufgrund der relativ hohen Niederschläge und der guten Wasserhaltefähigkeit des Substrates trocknen die Standorte trotz der guten Wasserabfuhr der skelettreichen oder flachgründigen Böden nur selten und nur kurzfristig ab.

Beschreibung

Die Karpaten-Glockenblume ist eine somemrgrüne, flach ausgebreitete bis polsterförmige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 25 cm und wird bis 35 cm breit.

Die sehr großen, aufrechten Glockenblüten stehen einzeln und sind mittel-blau. Sie erinnern an die noch größeren Blüten der Pfirsichblättrigen Glockenblume. Die Blütezeit erstreckt sich recht ausdauernd von Mitte Juni bis Mitte August.

Campanula carpatica hybridisiert mit zahlreichen anderen Glockenblumen und viele Handels-Exemplare - insbesondere die Sorten -  dürften nicht der reinen Art entsprechen.

Verwendungshinweise

Die Karpaten-Glockenblume ist ein  recht beliebter Begleiter für den Vordergrund klassischer Staudenbeete. Auch wegebegleitend oder im Kontext mit Trockenmauern wird sie wie einige andere Polster-Glockenblumen auch - man denke insbesondere an Campanula garganica oder Campanula poscharskyana - gerne verwendet.

Man kann sie aber auch naturhafter in Verbindung mit Felsen im absonnigen Teil von Alpinarien einsetzen. Sie wirkt hier auch am Fuß von alpinen Gehölzen ganz überzeugend.

Insgesamt ist der Einsatz zwar nicht weiter überraschend, aber eine sichere Bank für adrette Auftritte.



'Alba'

Kultur

Campanula carpatica ist eine robuste, anpassungsfähige Glockenblume. Sie wird in der Regel sonnig kultiviert, toleriert aber auch noch licht schattige Situationen klaglos. Gelegentlicher Trockenstress wirft sie ebenfalls nicht aus der Bahn.

Sie kann auf allen möglichen Bodenarten erfolgreich gehalten werden. Das Spektrum reicht von Sand und Schotter bis zu humosen Lehmböden. Nur verdichtete Lehmböden und rein organische Substrate sind ungünstig.

Durch die recht gute Schattenverträglichkeit wird sie auch nicht so rasch von höheren Wildkräutern ausgedunkelt. Dadurch reicht es, wenn man sich zwei oder dreimal im Jahr um sie kümmert.

Der Blütenflor verlängert sich merklich, wenn man die Samenreife unterbindet. Sie neigt etwas zur Selbstversamung auf konkurrenzarmen Bodenstellen. In Neuanlagen kann man sie bei herbstlicher Aussaat auch direkt etablieren.

Die Art ist seit Langem in Kultur und hat eine Reihe von Auslesen hervorgebracht, wobei sich die meisten nur in Farbnuancen unterscheiden.

Sorten:
  • Alba: weiße Blüte
  • Blaue Clips: hellgrünes Laub, blaue Blüte
  • Blaumeise: hellgrünes Laub, hell-blaue Blüte
  • Karpatenkrone: hellgrünes Laub, hell-blaue Blüte
  • Weiße Clips: weiße Blüte

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
Polsterpflanze
weiß
hell-blau
blau
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren