Camellia japonica // Kamelie

Familie Theaceae, Teestrauchgewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Camellia japonica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Camellia japonica

Kamelien stammen aus lichten Bergwäldern der Hügel- bis submontanen Vegetationsstufe im äußersten Osten Chinas, aus Taiwan, Korea und Japan.

Die Kamelie kommt auf gut wasserversorgten (nicht staunassen!), nicht austrocknenden Standorten vor. Bevorzugt ist sie auf neutralen bis sauren und mäßig nahrhaften Humus-Böden zu finden.

Winterkalte Gewächshäuser sind in Mitteleuropa der richtige Ort für Kamelien.

Beschreibung
Die Kamelie ist ein immergrüner, trägwüchsiger Strauch oder kleiner Baum mit dunkel-grünem Laub. Alte Exemplare (in Ost-Asien spricht man von "tausendjährigen" Kamelien, in Europa sind 300 Jahre alte Exemplare belegt) werden am Naturstandort bis 6 m, selten auch über 10 m hoch.

Kamelien sind in Japan und China seit Menschengedenken in Kultur, entsprechend gibt es von der mutationsfreudigen Kamelie unendlich viele Auslesen mit einfachen und gefüllten Blüten in den Farbtönen Weiß, Rosa, Rot bis Pink. Die Blüten erscheinen in Mitteleuropa von Mitte Februar bis Ende März/Anfang April.

In den Subtropen entstehen kräftige Bäumchen, die hier exotisch mit dem Baumfarn Cyathea cooperi kombiniert sind.

Im Handel befindet sich auch Camellia sasanqua. Diese Art und die von ihr abgeleiteten Auslesen sind licht- und wärmebedürftiger als Camellia japonica, blühen meist schwächer und dies bereits im Herbst.

Die Arthybride Camellia x williamsii gilt als "winterhärter" als Camellia japonica. Eine Freilandpflanzung außerhalb der unten genannten Regionen oder unter Verzicht auf die unten beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen kann dennoch gegenwärtig nicht empfohlen werden.

'Dahlonega' bietet tellerförmige, gefüllte Blüten im edlen Weiß.

Verwendungshinweise
Camellia japonica ist für asiatische und auch mediterrane Gärten, für unbeheizte Wintergärten, für Terrassen und große Balkone eine mit den Jahren immer schönere und wertvollere Bereicherung.

Hochwertige Pflanzgefäße sind für die Entfaltung der edlen Wirkung der Art unerlässlich.

Wo si aufgrund klimatischer Gunstlagen ausgepflanzt im Freiland kultiviert werden kann, bieten sich ausgefallenere, exotisierende Sträucher wie z.B. Hüllblatt-Hortensien (Hydrangea involucrata), Japanischer Losbaum (Clerodendrum trichotomum) , Zimmer-Aralie (Fatsia japonica) oder eine Baumkraftwurz (Kalopanax septemlobus) als Begleiter an. Als Unterpflanzung eignen sich insbesondere wintergrüne Farne und Waldgräser.

Klassische, runde und stark gefüllte Kamelienblüte

Kultur
Der Pflegeaufwand hoch. Die Kamelie verträgt weder Staunässe noch einen ausgetrockneten Wurzelballen. Der Standort sollte windgeschützt und halbschattig liegen. An zu schattigen Standorten ist der Blütenansatz unbefriedigend.

Camellia japonica kann in wintermilden Regionen Mitteleuropas (Westküste, Oberrheinebene, Süd-Schweiz) durchaus im Freiland ausgepflanzt werden. Das Risiko von Ausfällen kann deutlich reduziert werden, wenn nur mindestens 4 Jahre alte Jungpflanzen ausgepflanzt werden, ein vor Wintersonne geschützter Standort gewählt wird und der Wurzelteller des ausgesprochenen Flachwurzlers mit einer dicken Laubschicht vor den ersten Frösten abgedeckt wird. Die Pflanzung sollte im Frühling, keinesfalls im Herbst erfolgen, um ausreichend Wurzeln entwickeln zu können.

Extrem gefüllte Blüten bei 'Roma Risorta'

Sonnige Lagen verträgt die Kamelie, allerdings muss dann im Winter auf unschöne Verschattungsmaßnahmen (Fließ oder Tannenreisig) zurückgegriffen werden. Wintersonne führt zu Temperaturschwankungen, die die Kamelie im Winter sehr schlecht verträgt.

Die Standortwahl sollte sorgfältig erfolgen, da ausgepflanzte Kamelien auf Umsetzen sehr empfindlich reagieren.

In Topfkultur sind Kamelien in den gemäßigten Klimaten nirgendwo zuverlässig winterhart. Breite und relativ flache Töpfe sind für die Kamelie besser geeignet als tiefe Gefäße. Die Überwinterung erfolgt idealerweise hell, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt bei 5 Grad Celsius, auch im Winter ist ein austrocknen des Wurzelballens zu vermeiden. 

Sorten:
  • Alba Plena: gefüllte, weiße Blüte
  • Angela Cocchi: gefüllte, flache Blüten, zart rosa-weiß
  • Chandlers Rustique: einfache, rote Blüte
  • Dahlongea: gefüllte, weiße Blüte,
  • Elegans:  anemonenförmig, zweifarbig rosa-weiße Blüte
  • Ellis Wood: gefüllte, rote Blüte
  • Kramer´s Surpreme: gefüllte, rote Blüte
  • Howard Asper: halb-gefüllte, tief-rosa Blüte
  • Roma Risorta: gefüllte, rosenartige, rosa-rote Blüte
  • Rosea Plena: gefüllte, rosa Blüte
  • Rosa Sport: halbgefüllte, becherartige, hell-rosa Blüte
  • Bilder





















    Angela Cocchi



    Dahlonega



    Ellis Wood



    Howard Asper



    Roma Risorta



    Rosa Sport'

    Attribute

    Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
    Strauch
    Normalstrauch
    Baum
    Kleinbäume
    weiß
    rot
    rosa
    rosé-weiß
    pink
    Februar
    März
    April
    dunkel-grün
    ungiftig
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    vorhanden
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    halbschattig
    absonnig
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    organische Böden
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    mittlere Böden
    reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    gut
    Sehr hoch
    strukturbildender Solitär
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    winter-/immergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren