Bistorta officinalis / Schlangen-Knöterich

Bistorta_officinalis_schlangen-kn%c3%b6terich_2 Familie Polygonaceae, Knöterichgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Bistorta officinalis (Schlangen-Knöterich):  Bistorta officinalis kommt in der gesamten gemäßigten Breiten der eurasischen Nordhemisphäre sowie in der erweiterten Himalaya-REgion bis Japan vor. In Europa dünnen die Vorkommen nach Norden stark aus und fehlen bereits im südlichen Skandinavien weitgehend. In Südeuropa kommt der Schlangen-Knöterich nur in montanen bis alpinen Vegetationsstufen vor (Karte der Gesamtverbreitung).



Bistorta officinalis im Abendlicht zusammen mit Samenständen der Bach-Nelkenwurz

In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelgebirgen und den Alpen, v.a. in der Nordwestdeutschen Tiefebene verlieren sich die Nachweise zunehmend.

Bistorta officinalis tritt vorrangig in Feuchtwiesen, in Bruch- und Auenwäldern sowie in Hochstaudenfluren und Gebüsche der Gebirge auf.

Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig und feucht bis nass. Die bevorzugt humos-lehmigen Substrate sind mehr oder weniger neutral und mäßig stickstoffreich.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (4)  Kontinentalität (7)  Feuchte (7)  Reaktion (5)  Stickstoff (5)



Naturstandort in einer extensiven Feuchtwiese im nord-ostdeutschen Tiefland bei Biesenthal.

Beschreibung

Der Schlangen-Knöterich ist eine sommergrüne Staude von 40 bis 100 cm Wuchshöhe. Sie bildet durch ein kriechendes Rhizom unter Konkurrenzbedingungen lockere, etwas in die Fläche tendierende Bestände. V.a im Verbund mit konkurrenzschwächeren Begleitern ist die Art spürbar ausbreitungswillig.

Die hell-rosa farbenen Ähren erscheinen mit der Hauptblüte von Anfang Mai bis Mitte Juni. Der Blütenflor verlängert sich oft aber mit etwas geringerer, aber dennoch relevanter Intensität bis in den Spätsommer.

Der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis) ist die perfekte Bereicherung für  feuchte Blumenwiesen.

Bistorta officinalis in einer sickerfeuchten Almwiese mit Blick auf die Eiger Nordwand

Verwendungshinweise

Der Schlangen-Knöterich ist für naturnahe Staudenpflanzungen und v.a. blütenreiche Wiesen dauerfrischer bis feuchter Standorte eine sehr gute Art. Der ungewöhnlich audauernde Blütenflor schwebt deutlich über der eigentlichen Blattmasse und tritt so besonders ungestört hervor.

Idealerweise wird er in individuenreichen, gerne großflächigeren Beständen verwendet. Sehr schön ist die Kombination mit der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) mit einer Matrix aus Pfeifengras (Molinia caerulea) oder Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa).

Im Grunde eignet sich die Art sogar für die Misch-Bepflanzung größerer Kübel, da sie im Sommerhalbjahr sehr lange ansehnlich ist. Ideal sind Kombinationen z.B. mit feuchtigkeitsliebenden Horstgräsern oder auch Blut-Weiderich (Lythrum salicaria).



Auch im Ufersaum von Gewässern macht sich der Schlangen-Knöterich gut und stimmig. Scharfer Hahnenfuß und Mädesüß  begleiten ihn hier.


Bistorta officinalis breitet sich an feuchten Standorten rasch in die Fläche aus, wird dabei aufgrund des lockeren Wuchses jedoch nicht lästig.

Auf nicht trockenfallenden, sonnigen Standorten ist die Art robust, durchsetzungsfähig und ohne gärtnerische Interventionen dauerhaft zu kultivieren. Stauende Feuchtigkeit ist unproblematisch.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
rosa
rosé-weiß
Mai
Juni
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
essbar
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Amerika
Nordamerika
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Niedermoore
Kleinseggenriede
Wiesen Staudenfluren Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Frischwiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Alpinum
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren