Bergenia stracheyi // Stracheys Bergenie, Himalaja-Bergenie

Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Bergenia stracheyi

Beschreibung

Naturstandort von Bergenia stracheyi (Stracheys Bergenie):


Bergenia stracheyi kommt vom Osten Afghanistans über den gesamten Himalaya bis in das nord-östliche China in den montanen Vegetationsstufen vor.

Stracheys Bergenie wächst in sonnigen bis absonnigen Felshängen, Gebüschen, Waldlichtungen und lichten Gebirgswäldern vor.

Sie bevorzugt basenarme, humos-skelettreiche Substrate. Die Standorte sind mäßig trocken bis sickerfeucht und nur mäßig nahrhaft.



Einsetzende Herbstfärbung

Beschreibung

Die Himalaja-Bergenie ist eine wintergrüne Staude mit kriechendem, niederliegendem Stamm. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 bis 30 cm. Die großen, rundlichen Blätter sind ledrig und glänzend grün. Sie verfärben sich im Herbst zierend rötlich.

Die rosa Blüten stehen in aufrechten Trugdolden und erscheinen im März/April, nicht selten aber auch schon im Oktober.

Die sehr ähnliche, handelsübliche Bergenia cordifolia meidet feuchte Standorte, blüht knapp 4 Wochen später und weist einen kräftigeren Violettstich in der Blüte auf. 

Verwendungshinweise

Die Himalaja-Bergenie ist kein Handelsstandard, aber mit etwas Mühe sicher erhältlich. Es werden v.a. Sorten mit weißen Blüten und dunkel-grünem Laub angeboten. Diese variieren das altbekannte Gesicht des sehr häufig eingesetzten Bergenien-Komplexes auf ansprechende Weise.

Sie können wie alle Bergenien für sonnige, halbschattige und absonnige Bereiche im Alpinarium, an Mauern und zur Unterpflanzung lichter Gehölzbestände verwendet.

In anspruchsvollen Anlagen ist ein Einsatz vorrangig in ungewöhnlichen, exotisch-naturhaften Situationen durchaus gewinnbringend möglich. Bergenia stracheyi kommt apart zur Geltung, wenn sie im Verbund mit Farnen über große, liegende Baumstämme oder Felsen kriechen kann.

Denkbar ist auch eine Verwendung in größeren Kübeln oder/und als vertikale Wandbegrünung. Die Triebe müssen dann aber natürlich aufgebunden werden.



Die hervorragende Auslese 'Brahms'

Kultur

Die Art ist robust und pflegeleicht. Sie bevorzugt humose, skelettreiche Lehmböden mit geringen Kalkgehalten in sonnigen bis halbschattigen Lagen.

Etablierte Exemplare überstehen Trockenphasen klaglos. Auch sickerfeuchte Standorte sind unproblematisch, während Staunässe ungünstig ist.

Sorten:
  • Alba: rein-weiße, sehr kleine Blüten
  • Brahms: bis 40 cm hoch, mit rötlicher Herbstfärbung, Blüte weiß mit zartem Grünstich, Winterfärbung im Schatten mehr oder weniger grün, in der Sonne rot, ausgezeichnete Sorte

FETT = ausgezeichnete Sorte gem. Arbeitskreis Staudensichtung

Bilder









Brahms






Brahms



Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
15-30 cm Höhe
grünlich-weiß
weiß
rosa
rosé-weiß
März
April
Oktober
November
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren