Bergenia crassifolia

Bergenia_crassifolia_dickblatt-bergenie_11 Name Dickblatt-Bergenie
Botanischer Name: Bergenia crassifolia
Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Bergenia crassifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Bergenia crassifolia: Die Dickblatt-Bergenie kommt von den süd-ost-sibirischen und nord-ost-chinesischen bis zentralasiatischen Gebirgen in den submontanen und montanen Stufen vor.

In England, der Schweiz und Nord-Italien sowie der Slowakei und Tschechien ist Bergenia crassifolia aus Gartenkulturen verwildert eingebürgert. Auch in Deutschland hat sie vereinzelt neophytische Populationen im Siedlungskontext am Oberrhein, im Bayerischen Wald und im Erzgebirge etablieren können (Verbreitungskarte Deutschland).

Bergenia crassifolia wächst in sonnigen bis absonnigen Felshängen, Gebüschen, Waldlichtungen und lichten Gebirgswäldern.

Sie besiedelt basenarme, humos-skelettreiche Substrate. Die Standorte sind mäßig trocken bis sickerfeucht und nur mäßig nahrhaft.



Bergenia crassifolia ist weniger eine Blütenstaude...

Beschreibung

Die Dickblatt-Bergenie ist eine wintergrüne Staude mit kriechendem, niederliegendem Stamm. Sie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 40 cm.

Die großen, rundlichen Blätter sind ledrig und glänzend grün. Sie verfärben sich im Herbst teilweise rötlich.

Die rosa Blüten stehen in aufrechten Trugdolden und erscheinen im März/April. Die Blüte fällt oft nur spärlich aus.

Die sehr ähnliche, handelsübliche Bergenia cordifolia wird mittlerweile botanisch wohl ebenfalls Bergenia crassifolia zugeordnet.

Verwendungshinweise

Die Dickblatt-Bergenie ist im Handel als Wildart nur mit Mühen erhältlich. Sie kann wie alle Bergenien für sonnige, halbschattige und absonnige Bereiche im Alpinarium, an Mauern und zur Unterpflanzung lichter Gehölzbestände verwendet.

Sie ähnelt den gerne im Vordergrund von Rabatten eingesetzten Bergenia-Hybriden und der häufigeren Bergenia cordifolia. Die Wirkung bleibt daher mäßig aufregend, insbesondere in der üblichen Anordung aus Einart-Blöcken. In anspruchsvollen Anlagen ist ein Einsatz daher mit etwas Bedacht zu wählen.

Ungewöhnliche Situationen mit exotischer Ausstrahlung lassen sich dagegen herstellen, wenn Bergenia crassifolia die Möglichkeit hat, große, liegende Baumstämme oder Felsen zu "erkriechen".

Die großen Blätter der Dickblatt-Bergenie können als vereinzelte Einsprenksel auch interessante Aspekte in naturhaften, von Gräsern und Farnen bestimmten Flächen beisteuern.



... denn eine Blattschmuckstaude, die ihren zierenden Höhepunkt im Winterhalbjahr erreicht.

Kultur

Die Art ist robust und pflegeleicht. Sie bevorzugt humose, skelettreiche Lehmböden mit geringen Kalkgehalten in lichten Lagen.

Etablierte Exemplare überstehen Trockenphasen klaglos. Auch sickerfeuchte Standorte sind unproblematisch, während Staunässe ungünstig ist.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
30-60 cm Höhe
rosa
April
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren