Bergenia cordifolia / Herzblättrige Bergenie, Altai-Bergenie

Bergenia_cordifolia_bergenie_11 Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Bergenia cordifolia

Beschreibung

Naturstandort von Bergenia cordifolia: Die Herzblättrige Bergenie kommt in den zentral- und ost-asiatischen Gebirgen in den submontanen und montanen Vegetationsstufen vor.

Sie wächst in sonnigen bis licht absonnigen Felsmatten, in Gebüschen und auf Waldlichtungen.

Bergenia cordifolia besiedelt eher basenarme, humos-skelettreiche Substrate. Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch und nur mäßig nahrhaft.



Bestand im Hauptflor Ende April

Beschreibung:  Die Herzblättrige Bergenie ist eine wintergrüne Staude mit kriechendem, niederliegendem Stamm. Sie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 40 cm.

Die großen, rundlichen Blätter sind ledrig und glänzend grün. Sie verfärben sich im Herbst insbesondere auf der Unterseite zierend rötlich.

Die hell rosa-violetten Blüten stehen in aufrechten Trugdolden und erscheinen im April/Mai. Nennenswerte Nachblüten im Spätsommer bis Frühherbst sind zumindest auf wenig stressgeplagten Standorten möglich.

Möglicherweise ist die Art der Dickblatt-Bergenie (Bergenia crassifolia) zuzuordnen. Im Handel wird dies jedoch bislang nicht abgebildet. In der Regel werden ohnehin Bergenia-Hybride gehandelt und verwendet und die Unterscheidung ist von untergeordneter praktischer Relevanz.



Optimal entwickelte Bestände beeindrucken auch im Sommer mit Blattschmuck.

Verwendungshinweise: Die Herzblättrige Bergenie wird recht häufig für sonnige, halbschattige und absonnige Bereiche im Alpinarium, an Mauern und zur Unterpflanzung lichter Gehölzbestände verwendet.

Im Verbund mit den sehr ähnlichen, gerne im Vordergrund von Rabatten eingesetzten Bergenia-Hybriden sieht man sie doch ziemlich häufig. Für wirklich innovative Pflanzflächen mit Bergenien ist daher etwas Kreativität gefordert.

Ungewöhnliche Situationen mit exotischer Ausstrahlung lassen sich z.B. herstellen, wenn Bergenia cordifolia die Möglichkeit hat, große, liegende Baumstämme oder Felsen zu "erkriechen" oder sich in naturhaften Waldrändern zwischen kräftigen Waldgräsern und Farnen zu bewegen.



Herbststimmung im öffentlichen Raum mit Gemeiner Berberitze und Kriech-Wacholder

Kultur: Die Art ist robust und pflegeleicht. Sie bevorzugt humose, skelettreiche Lehmböden mit geringen Kalkgehalten in lichten Lagen.

Etablierte Exemplare überstehen Trockenphasen klaglos, während Staunässe ungünstig ist.



Eine spätsommerliche Nachblüte wie hier bei 'Rotblum' ist auf guten Standorten nicht ungewöhnlich.

Sorten:
  • Herbstblüte: wie der Typ, kräftig rosa, reiche Blüte im April, nach Rückschnitt Ende Mai Nachblüte im September, Winterlaub meist grün mit rötlichen Rändern, relativ starke Winterschädigungen
  • Pinneberg: wie der Typ, karmin-rote Blüten
  • Rotblum: rosa-rot, Blüte im April und oft kräftige Nachblüte im Spätsommer, rötliche Laubfärbung im Winter, samenechte Sorte

Bilder





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Rotblum


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Rotblum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
30-60 cm Höhe
rot
rosa
violett
rosé-weiß
Mai
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sonnig
halbschattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren