Berberis candidula / Kissen-Berberitze, Schneeige Berberitze

Berberis_candidula_kissen-berberitze_11 Familie Berberidaceae, Sauerdorngewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Berberis candidula
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Berberis candidula: Die Kissen-Berberitze kommt in Gebirgsregionen des Zentral-Chinas vor.

Sie ist hier weit verbreitet und toleriert ein sehr breites Spektrum von Standortbedingungen. Regelmäßig wächst Berberis candidula in der licht halbschattigen bis schattigen Strauchschicht der Bergwälder.

Daneben kann die Art aber auch offene Gebüsche, sonnige Lichtungen und absonnige Berghänge besiedeln.

Die skelettreichen, meist gut drainierenden Waldböden im Wurzeldruck der Großgehölze sind mäßig trocken bis frisch und mäßig nahrhaft. Die Basenversorgung ist in der Regel hoch und die Bodenreaktion schwach sauer bis stark alkalisch.



Berberis candidula bildet auch ohne Schnitt dichte, kompakte Wuchsformen.

Beschreibung

Berberis candidula ist eine langsamwüchsiger, bis 0,70 m hoher, bis 1,00 m breiter und immergrüner Strauch. Die Triebe wachsen bogig überhängend

Die Kissen-Berberitze wächst dicht halbkugelig mit dunkel-grünen, glänzenden Blättern und hell-gelblich-brauner Rinde. Junge Triebe weisen nur sporadisch dunkel-braune Warzen auf der Rinde auf.

Die gold-gelben Blüten erscheinen im Mai. Die Früchte sind dunkel-blau und zierend.

Die ähnliche Berberis buxifolia ist in der Normalform wüchsiger und wächst aufrechter. Berberis verruculosa ist habituell noch ähnlicher, etwas wüchsiger und zeigt mehr Warzen auf der Rinde.


Verwendungshinweise

Berberis candidula ist eine ansprechende Alternative für  pflegeextensive Gartenanlagen.

In intensiver betreuten Anlagen können auch repräsentative Effekte als Formgehölz erzielt werden. Besonders apart kommt sie in dieser Form in Verbindun in von Ziergräsern dominierten Flächen zur Geltung.

Die Art ist gut schattenverträglich und für ruhige Gartensituationen eine brauchbare Gerüstpflanze.

In Kübelkultur sollte ein vollständiges Durchfrieren des Wurzelballens vermieden werden.

Kultur

Berberis candidula ist nach der Etablierung recht anspruchslos.

Sie sollte wie die meisten Immergrünen etwas geschützt vor winterlichen Nord- und Ostwinden stehen. Sie nimmt v.a. Schaden durch Trockenstress bei intensiver Wintersonne in langen Frostphasen ohne Schneedecke. Generell ist sie aber gut winterhart und kann problemlos auch in den schneesicheren Berglagen Mitteleuropas eingesetzt werden.

Hitzestandorte sind nur bei ausreichend Bodenfeuchte empfehlenswert.

Sorten:
  • Jytte: etwas wüchsiger, Höhe 100 cm, Breite 150 cm, stark bedornt

Bilder





Berberis_candidula_kissen-berberitze_11


Berberis_candidula_kissen-berberitze_22

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
rundlich
breit ausladend
gelb
Mai
grün
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
giftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
befriedigend
Gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren