Eurybia schreberi (Aster schreberi) // Schrebers-Aster

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 4.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Eurybia schreberi (Schrebers-Aster): Eurybia schreberi kommt im Nord-Osten der USA von den Tiefebenen bis in tiefere Mittelgebirgslagen vor. In England ist Schrebers Aster eingebürgert, möglicherweise auch in Frankreich und Schweden (Karte der europäischen Verbreitung).

Schrebers-Aster wächst an lichteren Stellen feuchter bis frischer Ahorn-, Eichen und Ulmenwäldern, in Gebüschen und an absonnigen oder verschatteten Straßenböschungen. Standorte mit Trockenstress werden gemieden.

Die Standorte sind licht halbschattig bis schattig, mäßig nahrhaft bis nahrhaft und schwach basisch bis schwach sauer.



Eurybia schreberi neigt zu Dominanzbeständen unter Gehölzen.

Beschreibung

Die Schrebers-Aster ist eine sommergrüne Staude. Sie gehört zu den kleinblütigen Astern mit natürlichem Habitus. Sie bildet mit ihrem kriechenden Wurzelstock zwischen 50 und 90 cm hohe, dichte, mit großen, herzförmige Blättern bodendeckende Flächen.

Eurybia schreberi entwickelt ab Ende Juli bis Anfang September weiße Blütenwolken. Nachfolgend entstehen silbrige Pappus-Früchte, die den Winter hindurch attraktiv sind.



Dieser Bestand zeigt gut den unduldsamen Expansionsdrang der Art.

Im Handel scheint zwischen Eurybia schreberi und der sehr ähnlichen, in der Wildform hell-bläulich blühenden Herzblatt-Aster 'Albus' (Eurybia macrophylla) meist nicht unterschieden zu werden. Dies ist in der Regel aber zu verschmerzen. Tendenziell wird Eurybia macrophylla etwas höher und blüht etwas später. Ihr Chromosomensatz ist octoploid, der von Eurybia schreberi dagegen nur hexaploid.

Ebenfalls sehr ähnlich ist die mit sehr schmalen Zungenblüten ebenfalls weiß blühende Weiße Herbstaster (Eurybia divaricata). Sie ist zierlicher in der Wuchshöhe und hat nur einen diploiden Chromosomensatz. Sowohl Eurybia macrophylla als auch Eurybia divaricata treten auch auf mäßig trockenen Standorten auf.

Im Handel wird bevorzugt die Bezeichnung "Aster schreberi" verwendet.



Gute Standorte sind halbschattige Wegränder vor dunklen Hintergründen.

Verwendungshinweise

Schrebers-Aster ist ein schöner, pflegeleichter Flächenfüller mit moderatem bis deutlichem Ausbreitungsdrang für beschattete Gehölzrander und zur Unterpflanzung lichter Laubbaumbestände.

Verträglich ist sie langfristig nur gegenüber anderen, kräftigen Stauden, Gräsern und Farnen. Niedrige oder zarte Gewächse werden mit der Zeit verdrängt.

Will man die Art nicht alleine wirken lassen, bieten sich hohe Waldgräser wie das Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea) oder kräftige Waldstauden wie Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) oder die Aralie (Aralia cordata) als Partner an. Auch große Farne sind prinzipiell gut geeignet, sie entwickeln sich nur so träge, dass sie einige Vegetationsperioden vor der Verdrängung beschützt werden müssten.



Vor der Blüte sind Bestände der Schrebers-Aster unauffällig.

Kultur

Die Art kommt in Kultur mit mäßig trockenen, sonnigen bis schattigen Standorten gut zurecht. Der Trockenstress sollte sich aber in Grenzen halten. Dauerhaft frische bis feuchte Bedingungen sorgen für deutlich üppigeres Wachstum.

Harter Wurzeldruck durch Gehölze wird ebenfalls ertragen, die Pflanze bleibt dann aber deutlich zarter und blühschwach.

Bilder
























Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
60-100 cm Höhe
weiß
August
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
unverträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Nebensortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Gehölzrand/Staudenfluren