Symphyotrichum cordifolium (Aster cordifolius) // Schleier-Aster, Blaue Waldaster

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Symphyotrichum cordifolium (Aster cordifolius)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Symphyotrichum cordifolium: Die Schleier-Aster kommt in der Osthälfte der USA und Kanadas in (voll-)sonnigen Staudenfluren auf mehr oder weniger neutralen, nahrhaften und frischen, meist skelettreichen Lehmböden vor.

Sie besiedelt von den Tieflebenen bis in die niedrige Montanstufe außerdem offene Gebüsche an südexponierten Hängen und Steilufern, selten überschwemmte, höhergelegene Kiesbänke in Flussbetten, sonnig-warme Waldränder und Kahlschlagfluren.



Licht schattige Gehölzränder werden von Symphyotrichum cordifolium toleriert, entsprechen aber nicht ihren Idealvorstellungen.

Beschreibung

Symphyotrichum cordifolium ist eine sommergrüne, horstige Staude mit einer Vielzahl kleiner, hell violett-blauen bis weißen Einzelblüten von Mitte August bis Mitte Oktober. Zur Blütezeit entsteht ein schleierartiger Habitus. Sie erreicht Wuchshöhen von 100 bis 150 cm.

Ab dem Spätsommer beginnt das Laub häufig bereits zu fallen.

Der wissenschaftlich korrekte Name ist "Symphyotrichum cordifolium", im Handel ist aber "Aster cordifolius" weiterhin üblicher.

Weiß blühende Formen sind nicht unüblich:



Verwendungshinweise

Der Einsatz von Schleierastern verlängert die Blütenphase im Garten bis in den Oktober hinein. Sie wirken allerdings etwas "struppig", die meisten Sorten sind zudem nicht ausreichend standfest und neigen zum "Auseinanderfallen".

Die Widerstandfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge ist ebenfalls überwiegend nicht befriedigend. Die nahe verwandte, ähnliche Glatte Herbstaster (Symphyotrichum laeve) ist in den meisten Fällen die bessere Wahl. Für etwas verschattete Lagen gibt es mit Herzblatt-Aster (Eurybia macrophylla) und Schrebers Aster (Eurybia schreberi) ebenfalls bessere Alternativen.

Symphyotrichum cordifolium ist insbesondere für den Hintergrund von weitläufigen Staudenpflanzungen, Kiesgärten und frischen Steppenanlagen in Verbindung mit anderen hochwüchsigen Stauden und Gräsern geeignet, wobei die meisten im Handel befindlichen Sorten entbehrlich sind.



Der Wuchs neigt zur unstrukturierten, halb-niederliegenden Erscheinung.

Kultur

Sie sind in vollsonnigen bis absonnigen, frischen und nahrhaften Situationen durchsetzungsfähig. Trockenphasen sollten besser vermieden werden, um die ohnehin nur mäßig überzeugende Vitalität nicht unnötig zu mindern.

Um die Standfestigkeit zu erhöhen und einen buschigeren Wuchs zu erzielen, ist es möglich, die Horste zwischen Frühling und Frühsommer zurück zu schneiden.

Sorten (1):
  • Photograph: eine der wenigen recht guten Sorten, fliederfarben und sehr reichblütig mit guter Fernwirkung, relativ vital und widerstandfähig, allerdings auch nur wenig standfest.

(1) Auf Basis der Ergebnisse der Sortimentssichtung des Arbeitskreis Staudensichtung der Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan

Bilder






Ideal












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
violett
hell-blau
September
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
Liebhaberpflanze
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren