Asplenium trichomanes

429-1 Name Braunstieliger Streifenfarn
Botanischer Name: Asplenium trichomanes
Familie Aspleniaceae, Streifenfarngewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Asplenium trichomanes
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Asplenium trichomanes (Braunstieliger Streifenfarn): Asplenium trichomanes hat ein ausgesprochen weitreichende Verbreitungsgebiet und kommt von Süd- bis Mitteleuropa bis in die Himalaya-Region, in weiten Teilen der USA und Nord-Mexikos, in Süd-Afrika und Teilen Australiens und Neuseelands vor.

Im mediterranen Raum ist er in fast jeder älteren Natursteinmauer zu finden und ist auch im südlichen Mitteleuropa in Mauern und natürlichen Steilwänden der collinen bis alpinen Stufe häufig. Im Norddeutschen Tiefland ist die Art nur noch sehr zerstreut anzutreffen und deutlich im Rückgang befindlich. Hier war sie allerding schon immer selten.

In Mitteleuropa besiedelt der Braunstielige Streifenfarn Mauer- und Felsfugen-Gesellschaften sowohl auf Kalk- als auch Silikat-Gestein in licht halbschattigen bis licht schattigen Lagen auf stickstoffarmen, frischen Substraten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (5)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (3)



Ein kleiner Vorsprung im Mauerwerk genügt, um den Sporen von Asplenium trichomanes günstige Startbedingungen zu liefern.

Beschreibung

Asplenium trichomanes ist ein immergrüner, horstiger Farn. An einer drahtigen, dunkel-braunen Mittelrippe stehen kleine, rundliche Fiederblättchen.

Er erreicht Wuchshöhen von 15 bis 20 cm.

Die Systematik der Asplenium-trichomanes-Sippe ist noch nicht durchdrungen Es gibt ungeklärte Unterarten und Hybridisierungen zwischen diesen Unterarten.



In dieser Mauer des Kloster Andechs teilen sich Streifenfarn, Mauer-Cymbelkraut und Zwerg-glockenblume den kargen Lebensraum.

Verwendungshinweise

Der Braunstielige Streifenfarn ist ein zierlicher, sehr ansprechender Farn mit hohem Wiedererkennungswert.

Im Rahmen detailreicher Pflanzkonzepte für halbschattige bis schattige Fels- und Mauerstandorte ist er immer eine gute Option. Idealerweise wird er in größeren Gruppen verwendet oder bildet gar die Matrix in solchen Sonderstrukturen.

Kombinationen mit anderen Mauerfarnen wie Milzfarn oder Mauerraute ergeben abwechslungsreiche, ganzährig subtil reizvolle Bilder für den aufmerksamen Betrachter.

Vom hinterliegenden Erdreich frisch gehaltene, höhere Trockenmauern und vorrangig vertikale Fels-Spalten in Alpinarien sind das ideale Refugium für die Art.



Im Garten entstehen unter den meist weniger stressbetonten Kulturbedingungen oft sehr buschige Exemplare.

Kultur

In engen Spaltensystemen ist die Art pflegeleicht und auch die Etablierung gelingt trotz der erschwerten Bedingungen in vertikalen Felswänden und Trockenmauern recht sicher.

Am Naturstandort beobachtet man den Streifenfarn auch oft an gemauerten Wänden. Diese exemplare haben sich aber aus Sporen dort angesiedelt, ein Prozess, der sich vom Gärtner nicht wirklich steuern lässt. Eine Bepflanzung von Mauern mit gemörtelten Fugen ist nicht möglich.

Nach der Etablierung übersteht die Art Trockenphasen unbeschadet, wird allerding durch das Einrollen der Wedel etwas unansehnlich. Beim nächsten Regenguss ändert sich dies aber rasch wieder.



Gemörtelte Mauern lassen sich nicht bepflanzen.

Bilder





429-1


Asplenium_trichomanes_braunstieliger_streifenfarn

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
horstartig
bis 15 cm Höhe
15-30 cm Höhe
grün
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
mäßig trocken
frisch
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Australien/Neuseeland/Ozeanien
Afrika
Nordafrika
Südafrika
Amerika
Nordamerika
Mittelamerika
gut
Mittel
Geselligkeit
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Silikat
Kalk
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Alpinum
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