Asphodeline lutea / Junkerlilie, Gelber Affodill

Asphodeline_lutea_gro%c3%9fe_junkerlilie_111 Familie Xanthorrhoeaceae, Grasbaumgewächse
Pflanzen pro qm 12.00
Wikipedia Asphodeline lutea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Asphodeline lutea (Junkerlilie): Asphodeline lutea kommt von Italien über den Balkan und die Türkei bis zum Kaukasus und den Nahen Osten vor.

Die Junkerlilie wächst natürlicherweise in trocken-warmen, sonnigen Felssteppen und Berghängen sowie an lichten Stellen in Trockenwäldern und Trockengebüschen

Die Substrate sind mehr oder weniger stickstoffarm, basenreich und durchlässig.



Lückige Kiesgärten mit Gräsern wie dem beliebten Blaustrahlhafer sind ein bevorzugter Einsatzbereich für die Junkerlilie.

Beschreibung

Die Junkerlilie ist eine wintergrüne, horstige Staude, die durch kurze Ausläufer langsam in die Breite wachsen kann. Oft sterben die älteren Triebe jedoch ab, so dass sich nur selten größere Horste entwickeln.

Die kerzenartigen, gelben Blütenrispen erscheinen ausdauernd ab Ende Mai bis Anfang Juli und erreichen gut 60 cm Höhe.

Von gewissem Zierwert - zumindest für den aufmerksamen Beobachter - sind die Fruchtstände, v.a. wenn sie aufplatzen und die zur Reife bronzefarbenen Samen zur Schau stellen.

Recht ähnlich, deutlich seltener eingesetzt ist Asphodeline liburnica. Ihre Blätter sind länger und die Blütenstände lockerer angeordnet.

 Verwendungshinweise

Asphodeline lutea ist eine schöne, nicht allzu häufig verwendete Art, die an trocken-warmen Standorten v.a. in Verbindung mit rasigen oder locker-horstigen Gräsern gut zur Geltung kommt.

Sie kann v.a. in gepflegten mediterranen Gärten, Alpinarien und Felssteppen verwendet werden.

Alternativ ist die wesentlich seltener verwendete Asphodeline liburnica mit lockerer Blütenrispe durchaus ebenbürtig und zudem ungewöhnlicher.



Die kugeligen, später aufplatzenden Samenstände lassen interessante Strukturen entstehen. Im Hintergrund steht das wuchernde Land-Reitgras in Vollblüte.

Kultur

Staunässe ist ganzjährig zu vermeiden. V.a. winterliche Staunässe führt sicherer zum Ausfall, als es der Frost vermag. Auf gut drainierten, humusarmen Mineralböden werden im Gegenteil auch tiefere Barfrostphasen recht sicher überstanden.

Unter Einhaltung der präferierten Standortparameter ist die Art mit vertretbarem Aufwand dauerhaft kultivierbar. Verschattung führt rasch zur Verdrängung.

Wo offene Bodenstellen dies zulassen, neigt der Gelbe Affodill etwas zur Selbstversamung.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
gelb
Juni
blau-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren