Arum italicum // Italienischer Aronstab

Familie Araceae, Aronstabgewächse
Pflanzen pro qm 12.00
Wikipedia Arum italicum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Arum italicum: Der Italienische Aronstab kommt praktisch im gesamten Mittelmeerraum vom westlichen Nordafrika über Spanien, Frankreich, Italien, den Balkan und Kleinasien vor. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Kaukasus. Im südlichen England ist Arum italicum ebenfalls heimisch.



Die Samenstände von Arum italicum sind beeindruckender als die Blüten - erscheinen allerdings weniger zuverlässig.

In den Niederlanden hat er sich eingebürgert und auch in Deutschland zeigen sich neophytische Einbürgerungstendenzen. Erste nenenswerte Populationen etablieren sich im Oberrheinischen Tiefland, im Süden der Westfälischen Bucht sowie in Sachsen in der Lössbörde und am Fuß des Erzgebirges. In der Schweiz ist der Italienische Aronstab im südlichen Tessind urwüchsig un im Mittelland stellenweise verwildert.

Er besiedelt im Winter und Frühjahr sickerfrische, licht halbschattige bis licht absonnige Hänge unter Laubwäldern, in Gebüschen und Weinbergen. Im mediterranen Sommer fallen die Böden oft trocken. Die humosen, meist skelettreichen Lehmböden sind mäßig nahrhaft bis nahrhaft und alkalisch bis schwach sauer.

Ökologische Zeigerwerte nach TelaBotanica  ... zur Legende
Licht (5)  Temperatur (6)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (6)  Stickstoff (6)



Arum italicum ssp. italicum ist zurückhaltend in der Blattschmuckwirkung. Hier wird er von Stellaria holostea  und Asperula taurina umschmeichelt.

Beschreibung: Der Italienische Aronstab ist eine horstige Staude, die im Herbst große, mit weißer Netzzeichnung versehenen Blätter treibt, die im Sommer einziehen.

Die Pflanze erreicht 30 bis 60 cm Wuchshöhe. Mit der Zeit gehen die Horste durch Seitentriebe in die Breite. Je geringer die Wurzelkonkurrenz ist, desto spürbarer ist der Ausbreitungsdrang, der jedoch niemals störend wird.

Die Blüte von Anfang bis Ende April mit der hell-grünlich-gelben Spatha ist weniger auffällig als der leuchtend rote Fruchtstand, der nach dem Einzug der Blätter bis in den Herbst hinein stehen bleibt. Die Früchte sind stark giftig.



Schöner Frühlingsaspekt mit Lerchensporn und Geflecktem Aronstab

Verwendungshinweise: Arum italicum ist eine Blatt- und Fruchtschmuck-Staude für lichte Gehölz- und Waldpflanzungen, die auch gut absonnig an Mauern und Gebäuden in mediterranen oder asiatischen Anlagen eingesetzt werden kann.

Die Wirkung der Standard-Sorte 'Marmoratum' ist auf eine recht plakative Weise exotisch. Der Italienische Aronstab lässt sich dennoch auch in naturhaften Situationen erstaunlich gut einbinden. Die Wildform (ssp. italicum) ist vergleichsweise unauffällig und der Auslese nicht vorzuziehen.

Der sehr zierende Fruchtstand erscheint nicht sicher in jedem Jahr. Nach der Pflanzung von Jungpflanzen kann es mehrere Standjahre erfordern, bis Früchte gebildet werden.



In Kultur gedeiht Arum italicum sogar auf sauer-humosen Böden - hier mit Skimmia japonica - problemlos.

Kultur: Arum italicum ist zum verwildern an geeigneten Standorten geeignet, wird aber nie lästig.

Während der Vegetationszeit benötigt die Art frische bis feuchte Böden und reagiert empfindlich auf längeren Trockenstress. Über den Sommer steht Arum italicum dagegen gerne trockener.

Aufgrund des wintergrünen Laubes empfehlen sich im Winter windgeschützte Standorte. Auch Wintersonne macht dem Italienischen Aronstab in Verbindung mit tiefen Frösten zu schaffen.

Der Bezug ist als Knolle im Herbst deutlich preisgünstiger als die Frühjahrslieferung im Topfballen.

Sorten:
  • Chameleon: grüner Rand mit silbrig-grauer, grün marmorierter Blattmitte, in Mitteleuropa meist unbefriedigend vital
  • Marmoratum (Pictum): mit stärker silbrig-grauen Blattadern (handelsüblich)
  • Bilder






    Marmoratum






    Chameleon



    Marmoratum



    Marmoratum



    Marmoratum



    ssp. italicum

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    grünlich-weiß
    hell-gelb
    April
    grün
    weiß
    panaschiert
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    stark giftig
    unbedeutend
    frisch
    sommertrocken
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    subtropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    Südeuropa
    mediterraner Schwerpunkt
    Hügelland (collin)
    Asien
    Zentral-Asien
    sehr gut
    Pflegeaufwand (an geeigneten Standorten)
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hauptsortiment
    winter-/immergrün
    vorsommergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren