Anthyllis montana / Berg-Wundklee

Anthyllis_montana_berg-wundklee_11 Familie Fabaceae, Schmetterlingsblütler
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Anthyllis montana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von  Anthyllis montana

Der Berg-Wundklee kommt in mehreren Unterarten in allen süd- und süd-ost-europäischen Gebirgen und sehr selten in den südlichen Alpen in submontanen bis subalpinen Vegetationszonen vor.

In den Bayerischen Alpen gibt es vereinzelt neophytisch verwildernde Vorkommen. In der Schweiz gibt es urwüchsige Einzelfunde am Südrand des Jura und in den Voralpen.



Felsen gehören unbedingt zum Berg-Wundklee dazu.

Anthyllis montana wächst in basiphilen Trockenrasen auf flachgründigen Felshängen und stickstoffarmen Kalkschotterstandorten. Im Frühjahr sind die Standorte mäßig frisch, trocknen aber über den Sommer regelmäßig und meist für längere Zeit ab.

Die Art ist überwiegend in vollsonnigen Lagen anzutreffen.

Ökologische Zeigerwerte nach TelaBotanica  ... zur Legende
Licht (9)  Temperatur (7)  Kontinentalität (4)  Feuchte (3)  Reaktion (9)  Stickstoff (2)

Beschreibung

Der Berg-Wundklee ist eine sommergrüne, horstige Staude von 10 bis 20 cm Höhe mit niederliegend-aufstrebendem, polsterähnlichem Wuchs.

Das Laub ist gefiedert und weißlich-weich behaart. Es zeigt v.a. im Hoch- und Spätsommer oft einen deutlichen Blauton.

Die purpur-rosa Blütenstände erscheinen von Mitte Mai bis Anfang Juli.


Verwendungshinweise

Anthyllis montana überzeugt mit schmückendem Laub, kompaktem Wuchs und charakteristischen, ausdauernden Blüten. Sie wird selten verwendet und passt hervorragend in trocken-warmen Alpinarien oder in sonnige Trockenmauern.

Passende Partner finden sich in anderen mediterranen Trocken- und Hungerkünstlern wie Symphyandra wanneri, Sedum ochroleucum, Linum campanulatum oder Hypericum olympicum.

Der Bezug ist im Versandhandel zuverlässig möglich.



Laubstruktur und Laubfarbe machen Anthyllis montana auch außerhalb der Blütezeit zu einer ansehnlichen Erscheinung.

Kultur

Die lichtliebende Art wird im Flachland rasch von wüchsigen Wildkräutern durch Beschattung bedrängt und ist nur in intensiv gärtnerisch betreuten Anlagen dauerhaft zu kultivieren.

Sinnvoll sind ausschließlich arme, sommertrockene Schotter- oder Kiessubstrate in möglichst sonnigen Lagen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
Polsterpflanze
rosa
pink
Juni
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
sehr gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Terrassen-/Balkongarten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Felssteppen